Emil Landsrath AG

Morgartenring 180, CH-4054 Basel

Zum Bewerten auf einen Stern tippen

Emil Landsrath AG verkauft Solaranlagen nicht als eigenständiges Kerngeschäft, sondern als vierte von vier Positionen neben Dachdecker-, Spengler- und Blitzschutzarbeiten. Was diese Firma von anderen Dachdeckern unterscheidet, ist eine eigene, separat betriebene Website, die sich ausschliesslich der Solarberatung widmet.

Was es ist

Die Firma beschreibt sich selbst so: "Wir von der Emil Landsrath AG stehen mit unseren motivierten Mitarbeitenden für eine über 170-jährige Tradition in den Bereichen Bedachungen und Spenglerei." Diese Formulierung ist eine relative Zeitspanne, kein konkretes Gründungsjahr in Zahlen, weshalb sich daraus kein exaktes Gründungsdatum ableiten lässt und hier auch keines behauptet wird. Die Website ergänzt: "In der langen Firmengeschichte hat sich unsere Dienstleistungspalette laufend erweitert und wurde modernisiert. Bei uns werden Tradition und Innovation vereint." Konkreter wird die Firma bei einem Punkt, den viele Mitbewerber nicht erwähnen: "Unter anderem zeigen wir Verantwortung für die Bedachung der wertvollsten Baudenkmäler der Region." Für ein Solarprojekt heisst das potenziell, dass die Firma Erfahrung mit denkmalgeschützten Dächern mitbringt, auf denen eine Solarmontage andere Auflagen erfüllen muss als auf einem gewöhnlichen Einfamilienhaus.

Der Hauptsitz liegt am Morgartenring 180 in Basel, ein zweiter Standort als Lager an der Langenhagstrasse 1 in Aesch. Kontakt läuft über eine einzige Telefonnummer, +41 61 272 50 29, sowie eine allgemeine E-Mail-Adresse.

Was man bekommt

Die vier Kernangebote der Website, gleichrangig nebeneinander aufgeführt, sind Dachdecker, Spengler, Blitzschutz und Solaranlagen. Zu Solaranlagen selbst zeigt die Startseite keinen eigenen ausführlichen Beschreibungstext, sondern verweist stattdessen auf eine eigene, separat betriebene Website: "Unser neuer Solar-Ratgeber ist online! Unter WWW.SOLARINFO.CH finden Sie verständliche Informationen rund um Photovoltaik, Förderbeiträge und Solaranlagen in der Region." Damit trennt Landsrath die reine Informationsvermittlung zu Photovoltaik und Fördergeldern von der eigenen Firmenwebsite ab, was für einen Dachdeckerbetrieb ungewöhnlich ist: Die meisten Firmen dieser Grösse bauen eine solche Ratgeberfunktion in die eigene Seite ein, statt dafür eine zweite Domain zu betreiben.

Neben Solaranlagen führt die Firma sich selbst als "erfahrenen VELUX Experten für Ersatz und Neueinbau": "Wir sind als VELUX Experte zertifiziert und erfüllen die hohen Qualitätsstandards für den fachgerechten Einbau, Austausch und die Reparatur von Dachfenstern." Das ist eine überprüfbare Herstellerzertifizierung mit genanntem Markennamen, kein vages Gütesiegel ohne Gegenstelle, und in der Praxis relevant für Solarkunden, weil Dachfenster und Solarmodule auf demselben Dach oft gemeinsam geplant werden müssen.

Was auffällt

Am auffälligsten ist eine laufende Aktion, die nichts mit Photovoltaik im engeren Sinn zu tun hat, aber für jede Solarplanung nützlich ist: ein Dach-Check per Drohne. Die Firma bietet ihn so an: "Lassen Sie Ihr Dach schnell, sicher und ohne Gerüst aus der Luft kontrollieren. Für CHF 350.– (exkl. MWST) erhalten Sie eine professionelle Drohnenbefliegung inklusive Fotodokumentation und kurzem Zustandsbericht." Die Aktion gilt laut eigener Angabe von Juli bis September 2026, ausschliesslich für Standorte im Grossraum Basel, mit einer laut Website begrenzten Anzahl Termine. Wer eine Solaranlage plant und vorher wissen will, ob das bestehende Dach überhaupt tragfähig und dicht genug ist, bekommt damit eine konkrete, mit Preis versehene Einstiegsleistung, die deutlich billiger ist als ein klassisches Gerüst-Aufmass.

Auffällig ist ausserdem, dass sich die Unterseiten der Navigation, etwa "Angebot/Solaranlagen" oder "Firma", beim Abruf nicht von der Startseite unterscheiden: Alle Adressen liefern denselben Inhalt. Dadurch bleiben Team, Firmengeschichte und Mitgliedschaften, die im Menü unter "Firma" ausdrücklich als eigene Punkte angekündigt werden, für diese Bewertung ungeprüft, weshalb hier keine Aussage zu Mitarbeiterzahl, genauem Gründungsjahr oder Verbandsmitgliedschaften gemacht wird.

Wie es organisiert ist

Emil Landsrath AG ist ein einzelner Betrieb mit zwei Adressen, Hauptsitz in Basel und Lager in Aesch, unter einer gemeinsamen Telefonnummer erreichbar. Die separate Ratgeberseite solarinfo.ch scheint organisatorisch von Landsrath betrieben, aber als eigenständiges Informationsangebot positioniert zu sein, getrennt von der Firmenwebsite mit ihren vier Kernleistungen.

Wie es sich vergleicht

Ein reiner Solarinstallateur bündelt Beratung, Modulverkauf und Montage typischerweise auf einer einzigen Website mit ausführlichen technischen Angaben. Landsrath geht den umgekehrten Weg: Die Firmenwebsite bleibt auf die vier Kerngewerke Dachdecker, Spengler, Blitzschutz und Solaranlagen fokussiert, während die Fachinformation zu Photovoltaik und Fördergeldern über solarinfo.ch läuft. Der Vorteil dieser Aufteilung liegt darin, dass ein Dachdeckerbetrieb mit über 170-jähriger Erfahrung an Basler Baudenkmälern eine Solarmontage direkt mit der übrigen Dacharbeit koordinieren kann. Der Nachteil ist die fehlende Tiefe auf der eigenen Firmenwebsite selbst: Wer sich vor dem ersten Kontakt schon einen Überblick über Modul- oder Wechselrichtertypen verschaffen will, muss dafür auf die separate Ratgeberseite wechseln oder direkt anrufen. Die VELUX-Zertifizierung wiederum ist etwas, das kein reiner Solarbetrieb anbieten kann, weil sie sich ausschliesslich auf Dachfenster bezieht, aber in der Praxis relevant wird, sobald eine Solarmontage und ein Fensteraustausch auf demselben Dach zusammenfallen.

Was es kostet

Zu einer Solaranlage selbst nennt landsrath.ch keinen Frankenbetrag, keine Fördersumme und keine Amortisationsdauer. Der einzige konkrete Preis auf der ganzen Website betrifft eine andere Leistung, den Drohnen-Dach-Check für CHF 350.– exklusive Mehrwertsteuer, befristet auf die Sommermonate 2026. Diese Zahl auf eine Solaranlage zu übertragen wäre falsch, sie gehört ausschliesslich zur Drohnen-Aktion und ist zudem exklusive Mehrwertsteuer ausgewiesen, was den effektiven Endbetrag noch etwas höher macht.

Für wen sich das eignet

Am ehesten für Liegenschaftsbesitzerinnen und -besitzer im Grossraum Basel, die eine Solarmontage mit anderer Dach- oder Spenglerarbeit verbinden wollen, insbesondere an älteren oder denkmalgeschützten Gebäuden, bei denen Erfahrung mit historischer Bausubstanz zählt. Wer zuerst unabhängig prüfen will, ob eine Solaranlage überhaupt sinnvoll ist, kann dafür die separate Seite solarinfo.ch konsultieren, bevor er die Firma für eine Offerte kontaktiert. Wer im Sommer 2026 ohnehin eine Dachkontrolle braucht, kann diese über die befristete Drohnen-Aktion zu einem festen Preis vorziehen, statt sie erst im Rahmen einer grösseren Solarofferte klären zu lassen.

Fazit

Emil Landsrath AG ist zuerst ein alteingesessener Basler Dachdecker- und Spenglereibetrieb mit VELUX-Zertifizierung, der Solaranlagen als vierte Kernleistung führt und die dazugehörige Fachinformation über eine eigene, separate Ratgeberseite ausgliedert. Der Drohnen-Dach-Check für CHF 350.– ist eine konkrete, zeitlich befristete Zusatzleistung, die vor jeder Solarmontage sinnvoll sein kann, hat aber mit dem Preis einer Solaranlage selbst nichts zu tun. Wer Zahlen zu Kosten oder Fördergeldern für eine eigene Anlage sucht, findet sie weder auf der Firmenwebsite noch, ohne eigenen Besuch, auf solarinfo.ch, sondern muss dafür den direkten Kontakt über Telefon oder E-Mail suchen, wie ihn die Firma auf jeder Seite ihres Auftritts anbietet.

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