Fritz Zimmermann AG

Mühlestrasse 21, 3177 Laupen BE · seit 1937

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Bevor man bei der Fritz Zimmermann AG anruft, um eine Solaranlage fürs Dach zu bestellen, lohnt sich ein Blick auf die eigene Solartechnik-Seite der Firma, denn was dort beschrieben wird, ist nicht das, was die meisten unter Solaranlage verstehen. Alle Beispiele, die die Firma für ihre "Solartechnik" nennt, drehen sich um Warmwasser: Warmwasserbereitung für Ein- und Mehrfamilienhäuser, Warmwasserbereitung mit Heizungsunterstützung in Kombination mit Stückholz- oder Pelletfeuerung, Zentralheizungsherd, Ölkessel oder Wärmepumpe, Schwimmbadwasser-Erwärmung und Spezialanwendungen mit Wärmerückgewinnung. Nirgends ist von Photovoltaik, von Kilowatt-Peak, von Wechselrichtern oder von Einspeisung ins Stromnetz die Rede. Wer eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung sucht, bekommt hier also nach eigener Darstellung der Firma keine PV-Module, sondern Solarthermie, also Sonnenkollektoren, die Wärme statt Strom liefern. Das ist ein legitimes und für die Heizungsbranche naheliegendes Angebot, aber ein anderes Produkt als das, was der Rest dieser Liste unter Solartechnik führt, und deshalb steht es hier klar vorneweg.

Was es ist

Die Fritz Zimmermann AG ist in erster Linie ein Haustechnikbetrieb aus Laupen im Kanton Bern, der sich selbst seit 1937 als kompetenten Haustechnik-Partner und traditionelles Familienunternehmen im Dienst der modernen Gebäudetechnik bezeichnet. Das Angebot deckt Heizung, Sanitär, Solartechnik, Spenglerei, Blitzschutz und Wasserversorgung ab, in der eigenen Übersicht "Abgerundetes Angebot" werden 5 dieser 6 Bereiche nochmals aufgeführt, Blitzschutz fehlt dort, taucht aber im Hauptmenü der Seite auf. Zu den erneuerbaren Energien zählt die Firma ausdrücklich Pelletfeuerung, Wärmepumpe, Sonnenenergienutzung sowie kontrollierte Wohnungslüftung, was zusammen mit der Solartechnik-Seite bestätigt, dass Sonnenenergie hier primär im Verbund mit Heizsystemen gedacht wird, nicht als eigenständige Stromquelle. Die eigene Beschreibung der Firma bleibt dabei bewusst allgemein: "Die engagierten Mitarbeiter stehen ein für Innovation und bürgen für Qualitätsleistungen", ein Satz, der auf jeden der 6 Bereiche gleichermassen passt und keinen davon besonders hervorhebt. Konkreter wird es erst auf den einzelnen Gewerke-Seiten, von denen die Solartechnik-Seite die mit Abstand detaillierteste zur eigenen Geschichte ist.

Wie die Firma sich selbst zur Solarthermie positioniert

Die Solartechnik-Seite beginnt mit einer Zeile, die eher wie ein Slogan als wie eine Sachaussage klingt: "Sonnenenergie… unerschöpflich und kostenlos", gefolgt vom Hinweis, dass die Sonne pausenlos Wärmeenergie liefere, die genutzt werden könne. Die Firma schreibt weiter, entgegen landläufiger Meinung habe die Sonnenenergie auch in der Schweiz ein enormes Potential, was auf die verbreitete Annahme reagiert, Solarenergie lohne sich hierzulande wegen des Klimas kaum. Anschliessend folgt die konkrete Liste der bereits ausgeführten Anwendungen, für Warmwasser in Ein- und Mehrfamilienhäusern, kombiniert mit anderen Heizquellen, für Schwimmbäder und für Wärmerückgewinnung. Eine Aussage zu Kollektorflächen, Wirkungsgraden oder zur Anzahl realisierter Anlagen fehlt, die Seite bleibt bei der einen Kernaussage: früher Einstieg, eine Auszeichnung, und eine kurze, unbebilderte Liste von Einsatzfeldern.

Frühe Solarerfahrung

Was die Firma bei der Solarthermie an Substanz zu bieten hat, ist ungewöhnlich lang: Sie schreibt, die erste eigene Solaranlage bereits 1985 installiert zu haben, und 1999 beziehungsweise 2000 von einer Organisation namens sun21 als Solarinstallateur des Jahres ausgezeichnet worden zu sein. Beide Zahlen tauchen nur in diesem einen Satz auf der Solartechnik-Seite auf, es gibt keine weiteren Angaben zur Auszeichnung, etwa wie viele Betriebe daran teilnahmen oder was genau bewertet wurde, weshalb sich der Wert der Auszeichnung selbst nicht einordnen lässt. Als reines Datum ist 1985 aber bemerkenswert früh für Sonnenenergie in einem Schweizer Handwerksbetrieb, lange bevor Solarthemen im breiten Publikum ankamen, und passt zu einer Firma, die sich seit 1937 mit Gebäudetechnik befasst und Sonnenenergie offenbar schon aufgriff, als das Thema noch eine Nische war.

Team und Grösse

Die Firma nennt auf ihrer Startseite eine konkrete Zahl: 9 Mitarbeitende, davon 2 Lernende. Das ist eine ausdrücklich genannte Gesamtzahl und keine über Teamkacheln gezählte Schätzung, und für einen Betrieb mit 6 Gewerken eine überschaubare, aber plausible Grösse, bei der ein guter Teil der Belegschaft in Ausbildung steht. Die News-Sektion der Website bestätigt, dass die Firma aktuell rekrutiert: Ein Beitrag vom 22. Juli 2026 kündigt eine Lehrstelle als Heizungsinstallateur/in EFZ per August 2027 an, ein weiterer vom 12. April 2026 sucht eine ausgewiesene Fachperson für Sanitär- und Heizungsinstallationen zur Verstärkung des Teams. Ein dritter Beitrag vom 31. März 2025 vermeldet den Zuzug von Leonardo Casablanca als eidgenössisch diplomierten Sanitärmeister per 1. April 2025, der laut Mitteilung die Sanitärabteilung übernimmt. Zusammengenommen zeichnet das einen Betrieb, der aktiv Personal aufbaut statt nur zu ersetzen, was zur langen Firmengeschichte passt.

Was die Seite nicht sagt

Zu Preisen für Solarthermie, Heizung oder irgendein anderes Gewerk äussert sich die Website nirgends. Es gibt keine Richtpreise für eine Solarkollektoranlage, keine Angabe zu typischen Kollektorflächen in Quadratmetern und keine Herstellerangaben zu den verbauten Kollektoren oder Speichern. Wer eine Offerte will, muss die Firma direkt kontaktieren, eine öffentlich einsehbare Preisorientierung fehlt vollständig. Ebenso wenig lässt sich der Seite entnehmen, ob die Firma neben der beschriebenen Solarthermie inzwischen auch photovoltaische Anlagen anbietet, etwa als Vermittler eines Partnerbetriebs, dazu schweigt sich die Website vollständig aus, weshalb hier nichts unterstellt wird, was nicht ausdrücklich dasteht.

Für wen sich das eignet

Wer in Laupen oder der näheren Umgebung ohnehin einen Haustechnikbetrieb für Heizung, Sanitär oder Wasserversorgung sucht und Solarwärme für Warmwasser oder das Schwimmbad gleich mitplanen will, findet in der Fritz Zimmermann AG einen alteingesessenen Ansprechpartner mit Solarerfahrung, die bis ins Jahr 1985 zurückreicht. Wer dagegen gezielt eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung sucht, sollte die Firma zuerst direkt fragen, ob sie das überhaupt anbietet, denn die eigene Website beschreibt ausschliesslich solarthermische Anwendungen für Wärme und Warmwasser. Für diesen spezifischen, engeren Zweck, eine PV-Anlage aufs Dach, ist ein auf Photovoltaik spezialisierter Anbieter die naheliegendere erste Anlaufstelle, auch wenn ein etablierter Haustechnikbetrieb mit eigenem Elektroanschluss und Dacherfahrung am Ende einer der beteiligten Handwerker jedes PV-Projekts ist.

Für Bestandskunden mit Öl-, Holz- oder Pelletheizung ist die Kombination aus Solarthermie und der bestehenden Heizquelle ohnehin oft die naheliegendere erste Frage, bevor überhaupt eine PV-Anlage zur Debatte steht, weil die Firma genau diese Kombination seit Jahrzehnten anbietet und laut eigener Aussage bereits mehrfach umgesetzt hat. Wer eine bestehende Ölheizung ersetzen und gleichzeitig einen Teil des Warmwasserbedarfs über die Sonne decken will, bekommt hier eine Firma, die diese beiden Gewerke intern koordiniert, statt einen Heizungsbetrieb und einen Solarfirma getrennt beauftragen zu müssen. Das ändert nichts an der fehlenden Photovoltaik im eigenen Angebot, macht die Firma aber zu einer sinnvollen Anlaufstelle für alle, deren Interesse an Sonnenenergie mit einer ohnehin fälligen Heizungssanierung zusammenfällt.

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