solrex ag

Lückhalde 12b, 3074 Muri b. Bern

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Wer auf der Referenzenseite von solrex ag blättert, sieht keine Musteranlage, sondern drei sehr unterschiedliche Gebäude in derselben Region: ein saniertes Mehrfamilienhaus in Jegenstorf mit einer Indachanlage im Dach selbst, ein Einfamilienhaus in Gerzensee mit Batteriespeicher und Notstromfunktion, und ein Gewerbehaus mit Autogarage in Niederwangen mit einer grossflächigen Flachdachanlage. Alle drei liegen im Kanton Bern, und alle drei sind mit Adresse, Gebäudeart und Leistungsangabe belegt, nicht nur mit einem Werbesatz.

Ein junges Unternehmen mit einem einzigen genannten Kopf

solrex ag beschreibt sich selbst als "junge, energiegeladene Solarfirma" mit Fokus auf "Planung, Installation und Wartung von massgeschneiderten Solarsystemen". Namentlich genannt wird auf der Website nur eine Person: Andreas Schenk, laut "Über uns"-Seite in der Geschäftsführung und zugleich Inhaber. Die Seite listet seine Qualifikationen im Einzelnen auf: Berufsbildner, Installationsbewilligung nach NIV Art. 14, Projektleiter Photovoltaik, Montageleiter Photovoltaik, Weiterbildungen in Wärme- und Kältetechnik sowie in Verfahrenstechnik, dazu eine Grundausbildung als Chemikant EFZ. Ein zweiter Name taucht auf der Website nirgends auf, und eine Mitarbeiterzahl in Worten nennt die Seite ebenfalls nicht: solrex bleibt, soweit die eigene Website zeigt, ein von einer Person geführter, technisch aber breit qualifizierter Betrieb. Zur eigenen Erfahrung schreibt die Firma, sie stehe "mit mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung in der Solarbranche" für Kompetenz und Zuverlässigkeit; ein genaues Gründungsjahr nennt die Website an keiner Stelle, weshalb sich daraus kein Datum ableiten lässt. Der jüngste Eintrag auf der "Aktuelles"-Seite, datiert auf den 26.08.2026, vermeldet einen neuen Hauptsitz der Firma an der heute angegebenen Adresse Lückhalde 12b in 3074 Muri b. Bern, ein Hinweis darauf, dass das Unternehmen kurz vor der Recherche zu diesem Text noch gewachsen ist.

Vier Bereiche als ein System

Die eigene Leistungsbeschreibung fasst vier Bereiche zusammen, statt sie getrennt zu verkaufen: "Durch die intelligente Verknüpfung von Photovoltaik, Stromspeicherung, Elektromobilität und Wärmepumpen realisieren wir ganzheitliche und effiziente Energieversorgungssysteme, individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten." Organisatorisch teilt solrex die Arbeit an einem Projekt in drei Phasen. In der Phase "Entwicklung & Planung" verspricht die Website eine "sinnvolle Auswahl von untereinander kompatiblen Komponenten" für die "bestmögliche Systemeffizienz", dazu eine transparente Kostenrechnung: "Ab Projektstart informieren wir Sie über die zu erwartenden Kosten und stellen sicher, dass es keine versteckten Gebühren gibt." Bei der Installation verspricht die Firma "hochwertige Materialien und Technologien von führenden Herstellern" und Aufmerksamkeit für "die Wertschöpfungskette und die Herkunft der verbauten Materialien". Für die Wartung nennt die Website ein "intelligentes Überwachungssystem", mit dem die Anlage permanent überwacht werde, und meldet sich bei "allfälligen Betriebsproblemen" direkt bei der Kundschaft.

Jegenstorf: Sanierung mit vZEV und separat gesteuerter Wärmepumpe

Am deutlichsten dokumentiert ist das Mehrfamilienhaus an der Oberdorfstrasse in 3303 Jegenstorf. Im Zug einer Gebäudehüllensanierung auf Minergie-A-Standard installierte solrex dort eine 19.19-kWp-Indach-Photovoltaikanlage; die satinierten Indachmodule stammen von 3S Swiss Solar Solutions AG und fügen sich, laut Website, "elegant in das Dach" ein. Für einen hohen Eigenverbrauch wurde zusätzlich ein vZEV über beide Gebäudeteile gebildet. Das ist eine eigenständige, separate Massnahme im selben Projekt: unabhängig davon wird die Wärmepumpe des Hauses über Solarmanager intelligent angesteuert, und das Energiemanagementsystem wurde für den künftigen Ausbau der Einstellhalle mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge vorbereitet. Die Website selbst verknüpft den vZEV technisch nicht mit der Wärmepumpensteuerung, sie nennt beides als zwei Massnahmen desselben Projekts, und so wird es hier auch wiedergegeben.

Gerzensee: bifaciale Module, Batterie und Notstrom über Loxone

Beim Einfamilienhaus am Trockenmaadweg in 3115 Gerzensee realisierte solrex eine 24.03-kWp-Ziegeldach-Photovoltaikanlage mit 54 rahmenlosen bifacialen Glas-/Glas-Modulen. Ein Hybrid-Wechselrichter arbeitet mit einem Batteriespeicher der Kapazität 19.32 kWh zusammen, und die Anlage verfügt über eine Notstrom-Umschaltung, die das Gebäude auch bei einem Netzausfall mit Energie versorgt. Das gesamte PV-System ist in die Gebäudeautomation von Loxone integriert: Ladestation für Elektrofahrzeuge, Wärmepumpe und Elektroboiler werden darüber intelligent angesteuert, um den Eigenverbrauch zu optimieren. Dieses Projekt hält die im Auftrag genannte Kombination aus Modulen, Wechselrichter, Batterie und Notstromfunktion tatsächlich exakt so, wie die Website sie beschreibt, ohne dass hier eine Korrektur nötig wäre.

Niederwangen: grossflächige Flachdachanlage auf einem Gewerbebau

Auf dem Gewerbehaus mit Autogarage an der Hallmattstrasse in 3172 Niederwangen realisierte solrex mit 65.52 kWp die grösste der drei zentralen Referenzanlagen. Vor der Montage wurde das Flachdach abgesaugt und einer Dachkontrolle unterzogen, danach eine neue Schutzbahn verlegt. Bifaciale Glas-/Glas-Module liegen auf einer K2-Flachdach-Unterkonstruktion mit Renosolplatten, die mit Kies ballastiert wurde, eine Bauweise, die ohne Durchdringung des bestehenden Dachaufbaus auskommt.

Weitere Projekte zeigen die Bandbreite

Die Referenzenseite listet deutlich mehr Projekte als die drei hier ausgewählten, was zeigt, dass diese drei kein Zufall sind, sondern das Spektrum der Firma abbilden. Am ungewöhnlichsten ist die Anlage auf der denkmalgeschützten "Mühle Hunziken", einem Konzert- und Kulturlokal in 3113 Rubigen: 40.48 kWp mit vorgeschriebenen rechteckigen, schwarzen Modulfeldern im Einlegesystem und einem 99.5-kWh-Batteriespeicher, gross genug, um tagsüber produzierten Solarstrom für den abendlichen Konzertbetrieb bereitzustellen. Weitere Beispiele: ein Gewerbehaus an der Ostermundigenstrasse in Bern mit 49.14 kWp, ein Mehrfamilienhaus an der Wiesenstrasse in Ostermundigen mit 53.1 kWp auf saniertem Flachdach, und ein Gründach-Projekt an der Dorfstrasse in Gümligen mit 9.405 kWp, bei dem die Eigenverbrauchsoptimierung ebenfalls über Solarmanager läuft. Die Bauweisen reichen damit von der klassischen Indach- und Aufdachlösung bis zur Flachdach- und Gründachmontage, ergänzt um Batteriespeicher unterschiedlichster Grösse und um Steuerungen über Solarmanager oder Loxone. Auch die Notstrom-Umschaltung aus Gerzensee ist kein Einzelfall: dieselbe Formulierung, "die Anlage verfügt über eine Notstrom-Umschaltung, somit ist das Gebäude auch bei einem Netzausfall mit Energie versorgt", steht wortgleich bei einem weiteren Batterieprojekt in Bolligen, was zeigt, dass es sich um ein wiederkehrendes Ausstattungsmerkmal handelt und nicht um eine Besonderheit, die nur für die Referenz in Gerzensee formuliert wurde.

Was die Website nicht sagt

Zu Preisen nennt solrex an keiner Stelle eine Zahl, weder für eine Anlage bestimmter Grösse noch als Richtwert pro kWp. Auch Fördersummen oder ein Amortisationszeitraum kommen auf der Website nicht vor; wer eine solche Grössenordnung braucht, muss über das Kontaktformular oder telefonisch ein individuelles Angebot anfordern. Das Versprechen bleibt allgemein: eine transparente Kostenrechnung ab Projektstart ohne versteckte Gebühren, aber ohne konkrete Zahl dazu.

Für wen sich solrex eignet

Wer im Grossraum Bern ein Dach unabhängig vom Bautyp mit Photovoltaik ausstatten will und dabei Wert auf dokumentierte, mit Adresse und Leistungsangabe belegte Referenzprojekte legt statt auf allgemeine Werbesätze, findet in solrex einen kleinen, von einer einzigen, breit qualifizierten Person geführten Betrieb mit sichtbarer Erfahrung in Indach-, Aufdach-, Flachdach- und Gründachlösungen sowie in der Verknüpfung von Speicher, Elektromobilität und Wärmepumpe. Wer stattdessen konkrete Preisbeispiele vergleichen oder mit einem grösseren, namentlich breiter aufgestellten Team planen möchte, findet auf der Website weder das eine noch das andere und muss den direkten Kontakt suchen. Der Vorteil der ausführlichen Referenzenseite liegt dabei weniger in der reinen Anzahl der gezeigten Projekte als in der Möglichkeit, ein eigenes Gebäude mit einem tatsächlich realisierten, vergleichbaren Fall in derselben Gegend abzugleichen, statt sich auf eine allgemeine Leistungsbeschreibung verlassen zu müssen.

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