Ampere Dynamic

Grubenstrasse 54, 8045 Zürich

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Ampere Dynamic hat 2024 den Swiss Logistics Award gewonnen. Die Auszeichnung ging an die europaweit grösste Hightech-Ladeinfrastruktur für Elektro-Lastwagen, gebaut für die Hugelshofer-Gruppe (auf der Referenzseite des Unternehmens als Hugelshofer Services AG geführt, die Firma nennt beide Namen nicht ganz einheitlich). Grundlage des Ladeparks ist eine Photovoltaik-Anlage mit 1'001 kWp Leistung. Wer für eine Logistikflotte, ein Industrieareal oder ein Gewerbedach eine schlüsselfertige Energielösung sucht und nicht bei der Planung stehen bleiben will, findet in diesem Zürcher Unternehmen einen der profiliertesten Namen der Schweizer Branche.

Was das Unternehmen ist

Ampere Dynamic Schweiz GmbH mit Sitz an der Grubenstrasse 54 in Zürich beschreibt sich selbst mit dem Claim "Thinking Energy. Delivering Solutions." und positioniert sich klar als Anbieter für Industrie und Gewerbe, nicht für Einfamilienhäuser. Das Angebot deckt den gesamten Energiekreislauf eines Betriebs ab: Photovoltaik-Grossanlagen, Repowering und vertikale Photovoltaik, Batteriespeicher zur Eigenverbrauchsoptimierung, Ladeinfrastruktur für Fahrzeugflotten, Elektrifizierung von Logistikstandorten, Energievermarktung sowie Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV/LEG). Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen bislang 54 MWp Solarleistung installiert und seit 2020 mehr als 197 Grossanlagen realisiert. Diese Zahlen nennt die Firma nebeneinander als getrennte Kennzahlen zum Gesamtgeschäft, nicht als eine einzelne Anlage, die beide Werte gemeinsam trägt. Dazu kommen über 3 MWh installierte Batteriekapazität. Ein Team von 20 Spezialisten kümmert sich laut eigener Aussage um die Projekte.

Wie das Unternehmen arbeitet

Ampere Dynamic beschreibt seine eigene Methode in 4 Schritten. Am Anfang stehen Vorstudien und Wirtschaftlichkeitsanalysen, die die technische Machbarkeit prüfen und laut Unternehmensangabe einen garantierten Business Case berechnen. Es folgen Beratung, Planung und Ausschreibung, bei denen die Firma als Engineering-Partner und Bauherrenvertreter auftritt. In der Umsetzungsphase realisiert das Unternehmen komplette Lösungen aus Photovoltaik, Batteriespeicher (BESS) sowie Lade- und Netzinfrastruktur. Den Abschluss bildet der laufende Betrieb: Energiemanagement, Monitoring, Wartung und Vermarktung des erzeugten Stroms. Wer sich dagegen nur eine Teilleistung wünscht, etwa allein die Planung oder allein die Finanzierung, wird ebenfalls bedient: Beratung, Vorstudie, Bauherrenvertretung, Gesamtprojektleitung, Projektierung und Bau, Service und Betrieb sowie Finanzierung (Leasing, Contracting, Eigeninvestition) und Förderabwicklung (unter anderem GREIV und Kantonsförderung) werden auf der Website einzeln als buchbare Leistungen aufgeführt.

Referenzprojekte mit konkreten Zahlen

Die Referenzliste liest sich wie ein Querschnitt durch die Schweizer Industrie- und Logistikbranche. Für Balteschwiler AG hat Ampere Dynamic nach eigener Aussage die grösste Aufdach-Photovoltaikanlage im Kanton Aargau gebaut, mit 3'092 kWp Leistung. Der CEO Jörg Langheim wird mit der Aussage zitiert, der Betrieb werde damit autark und speise zusätzlich einen jährlichen Überschuss von 1.9 Gigawattstunden ins öffentliche Netz ein. Für die BACHMANN Group entstand eine Anlage mit 2'195 kWp in Leichtbautechnologie, kommentiert von CSO Reto Baumeler als Meilenstein für Nachhaltigkeit und Standortsicherung. Für Post Immobilien AG realisierte das Unternehmen nach eigenen Angaben den ersten Grossspeicher der Post zur Netzstabilisierung, kombiniert mit 264 kWp Photovoltaik. Bei der LANDI Sarganserland AG steht eine Microgrid-Lösung mit 100 kWp, bei der Linthmais AG eine PV- und Speicherlösung für die Lebensmittelproduktion mit 89 kWp. Für MAN Truck & Bus Schweiz AG wurde am Hauptstandort Ottelfingen ein Ladepark mit 383 kWp Photovoltaik geplant und umgesetzt, für Schwab-Guillod AG die Projektentwicklung und Bauherrenvertretung für einen Ladepark in Müntschemier. Zu den auf der Seite gelisteten Kunden zählen daneben unter anderem die Post, MAN Truck & Bus, Office World, Assa Abloy und mehrere Transportunternehmen wie Brauch Transporte, Catrina Transport und Zingg Transporte.

Auch Bardusch AG taucht in den Kundenstimmen auf: Techniker Martin Breuer lobt die präzise Projektleitung und den reibungslosen Ablauf trotz engem Zeitplan. Martin Lörtscher, CEO der Hugelshofer Logistik AG, bestätigt in einem eigenen Zitat, dass Termine und Budget beim Ladepark-Projekt eingehalten wurden und der Geschäftsbetrieb während der Bauarbeiten ungestört weiterlief.

Zertifizierungen und Mitgliedschaften

Ampere Dynamic führt sich als offiziellen Swissolarprofi, verweist auf die Sicherheits-Charta der SUVA für eine sichere Arbeitsumgebung und ist im Programm Lean & Green Europe zur CO2-Senkung in der Logistik gelistet. Als Mitgliedschaften nennt das Unternehmen swisscleantech, den Verband ASTAG (Interessenvertretung der Transportbranche) sowie die Teilnahme am GS1 Solution Partner Program. Diese Kombination aus Solar- und Logistikverbänden passt zum Kerngeschäft, das PV-Grossanlagen ausdrücklich mit Flottenelektrifizierung verbindet.

Betrieb nach der Inbetriebnahme

Mit dem Bau einer Anlage ist das Verhältnis zu Ampere Dynamic laut eigener Darstellung nicht beendet. Über den vierten Schritt der eigenen Methode hinaus, Energiemanagement, Betrieb und Wartung, führt das Unternehmen auf seiner Website eine eigene Rubrik "Service Desk" für den technischen Support bestehender Anlagen. Wer schon länger eine Photovoltaik-, Speicher- oder Ladeinfrastruktur von Ampere Dynamic betreibt, bekommt darüber laufenden Support, statt nach Projektabschluss allein gelassen zu werden. Ergänzt wird das Angebot durch eine unabhängige Energieberatung, die ausdrücklich als eigener Leistungsblock neben Vorstudie, Bauherrenvertretung und Gesamtprojektleitung aufgeführt ist, und durch eine Rubrik "Wissen" mit Fachartikeln zu Solar, Speicher und E-Mobilität, mit der sich das Unternehmen auch als Informationsquelle für Entscheidungsträger positioniert, die noch keinen Vertrag unterschrieben haben.

Was es kostet

Konkrete Preise, Fördersätze oder Amortisationszeiten veröffentlicht Ampere Dynamic nicht öffentlich. Die Website spricht von einem "garantierten Business Case" in der Vorstudienphase und bietet Leasing, Contracting oder Eigeninvestition als Finanzierungsmodelle an, nennt dafür aber keine Zahlen. Wer eine Grossanlage plant, muss für eine Kostenschätzung eine Standortanalyse anfragen, ein Angebot ist ohne individuelles Gespräch nicht zu bekommen.

Wie es sich einordnet

Innerhalb der Schweizer Anbieter für gewerbliche Photovoltaik sticht Ampere Dynamic durch die Kombination aus Solarleistung und Elektro-Lkw-Ladeinfrastruktur heraus: Die meisten Mitbewerber bauen entweder Dachanlagen oder Ladeparks, selten beides mit der gleichen Tiefe und einem ausgezeichneten Referenzprojekt im Rücken. Die klare Ausrichtung auf Grossprojekte ab mehreren hundert kWp bedeutet im Gegenzug, dass private Hausbesitzer und kleine Gewerbebetriebe mit wenigen Solarmodulen hier nicht an der richtigen Adresse sind, dafür gibt es auf der Website keine eigene Sparte.

Für wen sich das Unternehmen eignet

Am besten passt Ampere Dynamic zu Industrie- und Logistikbetrieben mit grossen Dachflächen oder Fahrzeugflotten, die Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur aus einer Hand planen, bauen und betreiben lassen wollen, inklusive Übernahme der Bauherrenvertretung gegenüber weiteren Gewerken. Auch Genossenschaften und Gemeinwerke mit Bedarf an Microgrid-Lösungen, wie das Referenzprojekt mit der LANDI Sarganserland zeigt, gehören zur Zielgruppe.

Verdict

Der Swiss Logistics Award 2024 und eine lange Liste konkret bezifferter Referenzprojekte machen Ampere Dynamic zu einem der besser dokumentierten Anbieter für gewerbliche Solaranlagen in der Deutschschweiz. Wer Zahlen statt Versprechen sehen will, bevor er eine Anfrage stellt, findet hier eine ungewöhnlich detaillierte Referenzliste. Der einzige Wermutstropfen: Wer selbst eine grobe Kostenindikation sucht, bevor er den Kontakt aufnimmt, muss sich mit dem Versprechen eines "garantierten Business Case" begnügen und wird für die eigentlichen Zahlen an ein Beratungsgespräch verwiesen.

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