sundesign photovoltaic engineering
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sundesign verkauft und montiert keine Solarmodule, das Büro plant Photovoltaikanlagen für andere. Auf der eigenen Website richtet sich sundesign ausdrücklich an Bauherren, Architekten und Planer, nicht an Endkundschaft, die eine fertige Anlage bestellt, und die Referenzliste zeigt entsprechend keine Einfamilienhäuser, sondern ein Recyclingwerk, ein Möbelhaus, eine Bergbahn und eine Kirche.
Wer die Firma ist
sundesign photovoltaic engineering hat ihren Sitz in 8143 Stallikon im Kanton Zürich und ist unter der Telefonnummer +41 44 390 14 58 erreichbar. Auf der Website beschreibt sich das Büro als Planungsbüro für Photovoltaikanlagen und deren Integration, mit dem Anspruch, "Kreativität und Kostenbewusstsein im Einklang" zu bringen. Zur Anzahl Mitarbeitende oder zum Gründungsjahr macht die Website keine Angabe in Zahlen, was einen direkten Grössenvergleich mit anderen Planungsbüros in dieser Kategorie erschwert.
4 Kompetenzfelder statt Montage
sundesign gliedert die eigene Arbeit in 4 Phasen: Machbarkeit, Engineering, Ausschreibung sowie Bau- und Betriebsphase. Bei der Machbarkeit erstellt das Büro laut eigener Aussage Machbarkeitsstudien mit Wirtschaftlichkeitsberechnung und einer Eigenverbrauchslösung. Beim Engineering entwickelt sundesign nach eigener Beschreibung das für Standort und Anforderungen optimale System, weil die Konzeption des PV-Systems über Wirtschaftlichkeit und reibungslosen Betrieb der Anlage entscheide. Bei der Ausschreibung liefert das Büro eine klar definierte Leistungsbeschreibung, die sich laut Website mit der Erfahrung aus der Praxis deckt, und in der Bau- und Betriebsphase begleitet sundesign das Projekt mit Beratungs- und Prüfleistungen, damit die vereinbarten Spezifikationen eingehalten und alle Parameter optimiert werden. Eine eigene Montageequipe führt die Firma damit erkennbar nicht, sie plant und begleitet, die Umsetzung übernehmen andere Firmen.
Das Portfolio: 6 Projekte, 6 verschiedene Bauherrschaften
Auf der eigenen Website listet sundesign 6 Referenzprojekte, und keines davon ist ein Einfamilienhaus. Beim Neubau für das Recycling- und Entsorgungsunternehmen KEBAG in Zuchwil realisierte das Büro die Planung für eine Anlage mit 1378 Kilowatt Peakleistung. Für das Schwedische Möbelhaus in Grancia im Tessin, besser bekannt unter dem Namen IKEA, plante sundesign eine Anlage mit 371 Kilowatt. Für die Bergbahnen Adelboden entwickelte das Büro ein Konzept über 6 Standorte hinweg mit insgesamt 200 Kilowatt Leistung, verteilt auf mehrere Bahnstationen statt auf ein einzelnes Gebäude. Bei der Sanierung der Kirche in Fällanden kam sundesign auf eine Anlage mit 120 Kilowatt, ein Beispiel dafür, dass auch ein denkmalpflegerisch heikles Gebäude wie eine Kirche für eine Photovoltaikplanung infrage kommt.
2 weitere Projekte runden die gezeigte Liste ab: eine Anlage mit 195 Kilowatt für den Golfclub Breitenloo in Nürensdorf und eine kleinere Anlage mit 86 Kilowatt für die Mehrfamilienhausüberbauung Oeschger an der Segantinistrasse 188 in Zürich. Letzteres ist das einzige Wohnbauprojekt der gezeigten Referenzen, allerdings ein grösseres Mehrfamilienhaus und kein Einfamilienhaus. Zu keinem der 6 Projekte nennt die Website ein Baujahr, was die zeitliche Einordnung der Referenzen erschwert.
Was diese 6 Projekte verbindet, ist weniger die Grösse als die Art der Bauherrschaft und der baulichen Herausforderung. Ein Recyclingunternehmen wie KEBAG plant üblicherweise im Rahmen eines grösseren Neubauprojekts und braucht eine Photovoltaikplanung, die sich in ein bestehendes Baubudget und einen bestehenden Bauablauf einfügt, nicht eine nachträglich aufgesetzte Anlage. Bei den Bergbahnen Adelboden wiederum ist die Herausforderung eine andere: Eine Leistung von 200 Kilowatt über 6 Standorte zu verteilen, statt auf einer einzigen zusammenhängenden Dachfläche, bedeutet mutmasslich mehrere separate Netzanschlüsse und mehrere eigenständige Statiknachweise für unterschiedliche Bahnstationen, auch wenn die Website selbst keine Angaben zur Zahl der Netzanschlüsse macht. Und eine Kirche wie in Fällanden unterliegt in aller Regel einem Denkmalschutz- oder zumindest Ortsbildschutzverfahren, das eine reine Modulmontage-Firma ohne eigene Planungsabteilung kaum allein bewältigen kann.
Was die Grössenordnung der Projekte zeigt
Die Spannweite der gezeigten Leistungen, von 86 bis 1378 Kilowatt, deckt genau das Segment ab, das diese Kategorie beschreibt: Anlagen, die über eine Einfamilienhaus-Grössenordnung von wenigen Kilowatt deutlich hinausgehen, ohne bereits im Bereich der grössten Industrie- und Freiflächenanlagen der Schweiz zu liegen. Für ein Recyclingunternehmen wie KEBAG oder ein Einkaufszentrum eines Möbelhauses wie in Grancia ist eine Anlage in dieser Grössenordnung ein bedeutender Teil der Investitionsplanung, weshalb eine unabhängige Planung durch ein spezialisiertes Ingenieurbüro statt durch den Installationsbetrieb selbst ein nachvollziehbarer Grund sein kann, eine solche Firma zu beauftragen: Ein Planungsbüro, das nicht selbst montiert, hat bei der Wahl der Systemkomponenten keinen Anreiz, ein bestimmtes Produkt zu bevorzugen.
Für wen sich sundesign eignet
sundesign eignet sich für Bauherrschaften, Architekturbüros und Planungsteams, die für ein grösseres Bauprojekt eine unabhängige Photovoltaik-Fachplanung suchen, sei es für einen Neubau wie bei KEBAG, eine Sanierung wie bei der Kirche in Fällanden oder ein Projekt über mehrere Standorte wie bei den Bergbahnen Adelboden. Wer stattdessen eine schlüsselfertige Anlage sucht, bei der eine einzige Firma sowohl plant als auch montiert, muss die Ausführung nach der Planung durch sundesign zusätzlich vergeben, was einen weiteren Koordinationsschritt bedeutet. Für ein einzelnes Einfamilienhaus ohne besondere bauliche oder denkmalpflegerische Herausforderungen dürfte der Aufwand einer separaten Fachplanung in den meisten Fällen unverhältnismässig sein.
Für Architekturbüros im Besonderen lohnt sich der Blick auf sundesign auch deshalb, weil die eigene Website Architekten explizit als Zielgruppe neben Bauherren und Planern nennt. Ein Architekturbüro, das ein Bauprojekt mit einer Photovoltaik-Fassaden- oder Dachlösung ausschreiben muss, aber selbst keine eigene PV-Fachkompetenz im Haus hat, kann die Ausschreibungsunterlagen an sundesign auslagern, statt sie mit einem Installationsbetrieb zu erarbeiten, der später möglicherweise selbst auf die Ausschreibung bietet. Diese Rollentrennung zwischen Planung und Ausführung ist im Hochbau bei Statik oder Haustechnik seit Langem üblich, bei der Photovoltaik aber noch die Ausnahme, weshalb ein spezialisiertes Büro wie sundesign hier eine Lücke im Markt besetzt.
Fazit
sundesign photovoltaic engineering positioniert sich klar als unabhängiges Planungsbüro und nicht als Installationsbetrieb, mit einer Referenzliste, die von einem Recyclingwerk über ein Möbelhaus bis zu einer Bergbahn und einer Kirche reicht und damit ausschliesslich institutionelle und gewerbliche Bauherrschaften zeigt. Wer ein grösseres, technisch oder baulich anspruchsvolles Projekt plant und eine von der Montage unabhängige Fachplanung sucht, findet in Stallikon eine spezialisierte Anlaufstelle, allerdings ohne Angaben zu Teamgrösse, Honoraren oder Projektlaufzeiten, die sich nur im direkten Gespräch klären lassen. Wer dagegen eine einzelne, unkomplizierte Aufdachanlage auf einem gewöhnlichen Gewerbebau ohne besondere Auflagen sucht, findet bei einem Installationsbetrieb, der Planung und Montage aus einer Hand anbietet, in aller Regel den direkteren Weg zum Ziel, mit einer Ansprechpartnerin weniger im Projekt.