i-watt Sàrl

Rue du Levant 167, 1920 Martigny

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i-watt aus Martigny ist ein junges Zweimann-Unternehmen: Gegründet haben es Yvan Laterza und Mathieu Crettaz, zwei Fachleute mit unterschiedlichem, aber ergänzendem Werdegang. Laterza bringt eine langjährige Tätigkeit in der Energiebranche im Allgemeinen mit und hat sich nach eigenen Angaben seit rund zehn Jahren auf die Photovoltaik spezialisiert. Crettaz hat nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre als Elektromonteur absolviert und sich anschliessend an der höheren Fachschule in Neuenburg auf Gebäudeenergie spezialisiert, seit bald 5 Jahren mit Schwerpunkt Solarstrom. Auf der eigenen Über-uns-Seite beschreibt sich das Unternehmen als von Enthusiasten gegründet, die grosse Erfahrung im Bereich der Gebäudeenergie mitbringen. Der Sitz liegt an der Rue du Levant 167 im Wallis, von wo aus i-watt nach eigener Aussage im ganzen Wallis und im Chablais tätig ist.

Was im Angebot steckt

Auf der Über-uns-Seite beschreibt i-watt sein Angebot als schlüsselfertige Lösung, zu der neben der Photovoltaikanlage selbst auch Batteriespeicher und die Optimierung des eigenen Stromverbrauchs gehören, von der ersten Studie bis zur Umsetzung des Projekts. Die Website gliedert das konkrete Angebot dann in fünf Bereiche, nicht in die knappere Vierer-Aufzählung, die man auf den ersten Blick vermuten könnte. Am Anfang steht die Machbarkeitsstudie: eine Analyse von Bedürfnissen und Zielen, eine Einschätzung der technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten und eine Beratung zu den passenden photovoltaischen Lösungen. Darauf folgt die Konzeption, Realisierung und Installation, bei der i-watt ein massgeschneidertes Konzept definiert, die Anlage mit nach eigener Aussage zuverlässigen Technologien umsetzt und die Ausschreibung gegenüber Lieferanten selbst organisiert. In der Praxis heisst das: Statt dass der Auftraggeber selbst Offerten für Module, Wechselrichter oder Montagesysteme einholt und vergleicht, übernimmt i-watt diesen Beschaffungsschritt und wählt die Komponenten im Rahmen des vereinbarten Konzepts aus. Der dritte Bereich ist Wartung und Reparatur: digitale, automatisierte Überwachung der Energieflüsse, eine schnelle Diagnose von Störungen über Monitoring-Werkzeuge und rasche Eingriffe bei Störfällen. Ergänzt wird das durch administrative Begleitung: die Firma übernimmt Meldungen bei Gemeinde und Kanton, unterstützt bei der Beantragung der eidgenössischen Fördergelder über Pronovo und begleitet die Zertifizierung der Anlage durch akkreditierte Stellen.

Ein fünfter, eigenständiger Posten ist die Reinigung bestehender Anlagen. Die Website begründet das damit, dass Staub, Pollen, Russ oder Vogelkot die Leistung einer Solaranlage um bis zu 15 Prozent senken können, und bietet dafür einen professionellen Reinigungsdienst an, der auf den jeweiligen Anlagentyp abgestimmt ist und ohne aggressive Chemikalien auskommt. Das ist insofern bemerkenswert, als viele Westschweizer Installateure nur Neuanlagen anbieten und die spätere Pflege dem Eigentümer überlassen. Bei i-watt gehört sie zum festen Leistungskatalog.

Zur Einordnung eine Korrektur an dieser Stelle: Auf der Startseite findet sich zusätzlich ein nummerierter Ablauf in fünf Schritten unter dem Titel "Notre processus". Dieser Abschnitt beschreibt jedoch, wie ein Gartenprojekt entsteht, mit Formulierungen zu Rasenpflege und Landschaftskonzepten, und hat mit der Photovoltaik-Arbeit von i-watt erkennbar nichts zu tun. Es handelt sich um unbearbeiteten Text aus einer Website-Vorlage, der offenbar beim Aufsetzen der Seite stehen geblieben ist. Ebenso sind die drei Kundenstimmen auf der Startseite, angeblich von Alex Smith, Drew Carlyle und Charlie McMann, wörtlich als Platzhaltertext markiert ("This is your Testimonial section paragraph") und damit keine echten Kundenaussagen. Für diesen Verzeichniseintrag zählt deshalb nur, was die Firma tatsächlich über ihre eigene Arbeit schreibt, nämlich die fünf oben beschriebenen Leistungsbereiche.

Für wen das Angebot gedacht ist

i-watt richtet sich laut eigener Darstellung an drei Kundengruppen gleichermassen: Privatpersonen, Unternehmen und Gemeinwesen beziehungsweise Kollektive. Das Unternehmen wirbt damit, für jede dieser Gruppen personalisierte Lösungen anzubieten, unterscheidet auf der öffentlichen Seite aber nicht im Detail, worin sich das Vorgehen zwischen einem Einfamilienhaus und einer Gemeindeliegenschaft konkret unterscheidet. Mitgründer Laterza fasst das mit dem Satz zusammen, dass jedes Projekt vom Wohnhaus bis zur Industrieanlage neu sei und eigene, passende Lösungen brauche, was zumindest den Anspruch bestätigt, unterschiedlich grosse Vorhaben nicht über einen Leisten zu schlagen. Wer ein Angebot für ein grösseres Projekt sucht, wird die konkrete Ausgestaltung trotzdem im Erstgespräch klären müssen, Referenzzahlen zu realisierten Grossprojekten nennt die Website nicht.

Die Startseite fasst den eigenen Nutzen zusätzlich in vier Stichworten zusammen, unter denen sie für Solarenergie wirbt: Einsparungen, energetische Unabhängigkeit, eine Aufwertung der Liegenschaft und ein Beitrag zum Umweltschutz. Das sind allgemeine Argumente für Photovoltaik an sich und keine i-watt-spezifischen Zahlen, sie zeigen aber, wie das Unternehmen sein Angebot gegenüber Interessenten positioniert.

Was es kostet

Auf der Website ist kein Preis, keine Preisspanne und kein Berechnungsbeispiel für eine Anlage zu finden. Interessenten werden ausschliesslich auf ein unverbindliches Erstgespräch verwiesen, über das ein individuelles Angebot entsteht. Das ist bei kleinen regionalen Installateuren in der Westschweiz üblich, bedeutet aber auch, dass sich vor einem Anruf oder einer Anfrage keine Kostenschätzung aus der Website ableiten lässt. Auch zu Zahlungsmodalitäten, Anzahlungen oder Garantiefristen äussert sich die Seite nicht.

Wie es sich einordnet

Verglichen mit reinen Installationsbetrieben deckt i-watt mit der administrativen Begleitung, der Fördergeldunterstützung über Pronovo und dem eigenen Reinigungsdienst ein breiteres Feld ab als der reine Aufbau einer Anlage. Das kommt vor allem Auftraggebern zugute, die den Papierkram rund um Bewilligungen und Förderungen nicht selbst erledigen wollen. Was fehlt, ist Transparenz zu Referenzprojekten: Die Unterseite mit Realisierungen war beim Abruf nicht erreichbar (Fehler 404), sodass sich abgeschlossene Projekte nicht anhand konkreter Beispiele auf der eigenen Seite nachvollziehen lassen. Wer sich auf zwei Gründer mit klar dokumentiertem fachlichem Hintergrund statt auf eine grosse Referenzliste verlassen möchte, findet in i-watt einen kleinen, spezialisierten Ansprechpartner im Raum Martigny. Auch zur Teamgrösse jenseits der beiden Gründer äussert sich die Website nicht, sodass sich nicht sagen lässt, ob Installationsarbeiten mit eigenem Montagepersonal oder über Partnerbetriebe erfolgen. Wer das wissen will, muss ebenfalls das direkte Gespräch suchen.

Fazit

i-watt punktet weniger mit Grösse als mit einem klar umrissenen, auf zwei Personen mit einschlägiger Ausbildung gestützten Angebot, das über die reine Montage hinausgeht: Förderanträge, Zertifizierung und eine eigene Reinigungsleistung gehören dazu. Wer im Wallis oder Chablais eine Anlage sucht und die Verwaltung rund um Bewilligungen und Pronovo-Förderung nicht selbst stemmen will, bekommt hier eine Anlaufstelle, die genau das mitübernimmt. Wer sich vorab über Preise oder frühere Projekte informieren möchte, muss dafür das persönliche Gespräch suchen, die Website allein gibt darüber keine Auskunft. Als kleiner, überschaubarer Anbieter eignet sich i-watt vor allem für Auftraggeber, denen ein direkter Draht zu den Gründern wichtiger ist als eine lange Liste vorzeigbarer Referenzen.

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