Soltastic Basel GmbH

Reinacherstrasse 261, 4053 Basel

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Wer auf der Basler Unterseite von Soltastic das Referenzprojekt-Register durchblättert, findet neben typischen Einfamilienhaus-Anlagen zwischen 15.12 kWp und 33.12 kWp auch die Industriehalle Fehraltorf mit 1'062.27 kWp, laut eigener Angabe fast 1.1 MW Leistung und eines der grössten Projekte der Region. Das zeigt, wie breit die dahinterstehende Firma technisch aufgestellt ist, auch wenn der Basler Standort selbst deutlich jünger sein dürfte als die Marke Soltastic.

Was es ist

Soltastic Basel GmbH ist der Basler Ableger der Soltastic AG mit Hauptsitz in Bülach im Kanton Zürich. Auf der eigenen Unterseite zur Basler Niederlassung heisst es, man bringe mit dem Standort Basel die eigene Erfahrung und das Know-how nun auch in die Nordwestschweiz, unterstützt vom erfahrenen Team aus Bülach, das seit vielen Jahren Photovoltaikprojekte in der ganzen Deutschschweiz realisiere. Das Wort "nun" ist dabei aufschlussreich: Die auf der Website wiederholte Formel "seit 2011" bezieht sich erkennbar auf die Marke Soltastic insgesamt, mit Ursprung in Bülach, nicht ausdrücklich auf den Basler Standort selbst, dessen eigenes Eröffnungsdatum die Website an keiner Stelle nennt.

Wer dahintersteht

Für Basel nennt die Website 5 Personen mit Namen, Funktion und direkter Telefonnummer: Mauro Sperandio als Geschäftsführer, Bennet Céspedes als Projektleiter, Gëzim Sinani als Verkaufsberater Photovoltaik, Alban Rexha als Sachbearbeiter Innendienst und Jöel Baysang als Bauleiter PV. Eine Gesamtmitarbeiterzahl für den Standort ergibt sich daraus nicht, das sind lediglich die Personen, die die Website namentlich vorstellt, weitere Mitarbeitende im Hintergrund sind nicht ausgeschlossen. Dass das Team weiter wachsen soll, zeigt der eigene Stellenmarkt: Dort sucht die Firma unter anderem eine Verkaufsberaterin oder einen Verkaufsberater für Photovoltaik in einem Pensum von 80 bis 100 Prozent, der Kundschaft von der ersten Idee bis zur Projektübergabe begleiten soll und laut Ausschreibung selbst das eigene Verkaufsgebiet ausbauen darf. Bewerbungen laufen über eine eigens genannte HR-Verantwortliche, was auf eine Firma mit einer gewissen internen Struktur hindeutet und nicht nur auf ein reines Zweipersonenunternehmen.

Was man bekommt

Das Angebot deckt Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Wallboxen ab, ergänzt durch einen Online-Solarrechner für eine erste Einschätzung des eigenen Dachs. Auf der Basler Unterseite richtet sich die Firma ausdrücklich an Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Gewerbebetriebe und landwirtschaftliche Anlagen, mit dem Versprechen hochwertiger Komponenten, sauberer Arbeit und Lösungen, die laut Website auch nach vielen Jahren noch überzeugen sollen.

Was auffällt

Die gezeigten Referenzprojekte reichen von kleinen Einfamilienhaus-Anlagen bis zu Grossprojekten im Gewerbe. In Höri und Bachs realisierte das Team je eine Anlage mit 33.12 kWp und 72 Solarmodulen, in Bachs zusätzlich mit einem 20.7 kWh grossen Batteriespeicher, und das trotz eines Dachbruchs und einer traditionellen Biberschwanz-Doppeldeckung, wie die Website selbst anmerkt. In Bülach, Winkel und weiteren Zürcher Gemeinden kommen kleinere Indach- und Aufdachanlagen zwischen 15.12 kWp und 16.56 kWp hinzu, während in Bachenbülach, Ebmatingen und Niederweningen bereits Mehrfamilienhäuser mit 26.0 bis 105.6 kWp und bis zu 310 Solarmodulen ausgestattet wurden.

Im Gewerbesegment wird der Massstab deutlich grösser. Die Industriehalle Fehraltorf kommt auf 1'062.27 kWp und 2'442 Solarmodule. Die alte Druckerei in Winterthur folgt mit 534 kWp und 1'214 Modulen, der Werkhof Kreuzlingen mit 525.97 kWp und 1'234 Modulen, und die Stadthalle Bülach, bereits im Jahr 2015 gebaut, mit 204.12 kWp und 756 Modulen. Diese Streuung von Baujahr 2015 bis 2025 zeigt, dass die Muttergesellschaft schon länger im Gewerbesegment aktiv ist, auch wenn diese konkreten Projekte durchgehend unter der Marke Soltastic laufen und nicht ausdrücklich der Basler Gesellschaft zugeordnet sind.

Eine Korrektur zur Ausbildung

Der eigene Stellenmarkt zeigt aktuell eine Lehrstelle als Solarinstallateur:in EFZ für den Start 2027, mit klar umrissenen Aufgaben von der Montage über die Verkabelung bis zur Störungsbehebung und Dokumentation. Eine zusätzliche Lehrstelle als Solarmonteur:in EBA war auf der Stellenseite zum Zeitpunkt dieser Recherche dagegen nicht zu finden, weshalb dieser Eintrag nur die EFZ-Ausbildung als bestätigt nennt und die zweite Berufsbezeichnung offenlässt, statt sie ungeprüft zu übernehmen.

Wie es sich vergleicht

Anders als bei einer erst kürzlich gegründeten regionalen Firma steht hinter dem Basler Team eine Muttergesellschaft, die bereits vor Basel Grossprojekte wie die Industriehalle Fehraltorf oder den Werkhof Kreuzlingen realisiert hat, beides ausserhalb der Nordwestschweiz. Für ein Basler Einfamilienhaus bedeutet das in erster Linie, dass die Montageteams mit unterschiedlichen Anlagengrössen vertraut sind, von der 15-kWp-Anlage bis zur Megawattklasse, auch wenn die konkreten grossen Referenzen selbst nicht aus der Region Basel stammen, sondern aus dem Kanton Zürich und der Ostschweiz. Wer ausschliesslich mit einer rein lokalen Basler Firma arbeiten möchte, sollte diesen Unterschied zwischen der Herkunft der Referenzen und dem Standort der Ausführung im Kopf behalten.

Was es kostet

Konkrete Preise nennt auch Soltastic nicht. Die Website verweist auf mögliche zusätzliche Fördergelder von Pronovo über die eigene Wohngemeinde und empfiehlt, das direkt mit der Firma abzuklären, statt eine pauschale Grössenordnung zu nennen.

Für wen sich das eignet

Am besten für Eigenheimbesitzer, Gewerbebetriebe und Landwirtschaftsbetriebe in der Region Basel, die von der Erfahrung einer länger etablierten Zürcher Solarfirma profitieren wollen, jetzt mit einem eigenen, namentlich vorgestellten Ansprechteam vor Ort statt nur über Bülach. Für ein Mehrfamilienhaus oder einen kleineren Gewerbebau in der Region eignet sich die Firma ebenfalls, wie die Beispiele aus Bachenbülach, Ebmatingen und Niederweningen zeigen, auch wenn diese konkreten Referenzen im Kanton Zürich liegen und nicht in der Nordwestschweiz selbst. Wer besonderen Wert auf eine bereits lange lokal verwurzelte Basler Firma legt, sollte im Erstgespräch gezielt nachfragen, seit wann der Standort Basel selbst tatsächlich besteht, denn dazu äussert sich die Website nirgends konkret, und ebenso, ob und wann ein eigenes Basler Referenzprojekt vorliegt, das sich besichtigen liesse.

Fazit

Soltastic Basel GmbH bringt die Erfahrung einer Firma mit, die von kleinen Einfamilienhaus-Dächern bis zu einer Industriehalle mit fast 1.1 MW Leistung reicht, und stellt ihr Basler Team mit Namen und Direktnummer vor statt anonym zu bleiben. Bei 2 Werbeversprechen lohnt sich dennoch die Nachfrage: Die durchgängige Formel "seit 2011" gehört nachweislich der Marke insgesamt und nicht bestätigt dem Basler Standort, und von den beiden häufig genannten Lehrberufen taucht auf der aktuellen Stellenseite nur die Ausbildung zum Solarinstallateur EFZ tatsächlich auf. Für die Entscheidung zwischen einer regionalen Basler Firma und diesem Ableger einer grösseren Zürcher Gruppe bleibt am Ende eine Abwägung: mehr nachweisbare Erfahrung mit grossen Anlagen gegen eine kürzere, noch nicht dokumentierte eigene Geschichte am Standort Basel selbst.

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