Sonnwende GmbH

Auf dem Wolf 45, 4052 Basel

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Sonnwende beschreibt sich selbst als "jung, aber erfahren", und das ist bei einer Solarfirma keine Floskel, sondern ein Geschäftsmodell. Statt nur Module aufs Dach zu schrauben, hat die Basler GmbH ihr Angebot bewusst breit angelegt: Photovoltaik, Wärme und E-Mobilität aus einer Hand, dazu eine eigene Lehrlingsausbildung und eine Schwesterfirma für Heizungen. Wer in der Region Basel eine Firma sucht, die nicht nur eine Anlage verkauft, sondern langfristig mitdenkt, findet hier ein Unternehmen, das genau darauf setzt.

Solar, Wärme und E-Mobilität unter einem Dach

Sonnwende plant und montiert Aufdach- und Indachanlagen, dazu Lösungen auf Carports, Lärmschutzwänden und Balkonbrüstungen, für Flächen also, die bei klassischen Anbietern oft aussen vor bleiben. Ergänzt wird das Angebot durch Solarstromspeicher, eine Warmwasseraufbereitung über Wärmepumpe oder Elektroeinsatz im Boiler und einen Energiemanager, der Grossverbraucher im Haus dann zuschaltet, wenn die Sonne liefert. Für die Wärmeseite hat sich die Firma seit dem 1. Juli 2024 mit der LWS GmbH aus Therwil zusammengetan: LWS realisiert die Heizlösungen, während Sonnwende sich um Solarenergie und E-Mobilität kümmert. Die beiden Firmen arbeiten nach eigener Darstellung Hand in Hand, damit ein Kunde nicht separat einen Heizungsbauer suchen muss, wenn er von der PV-Anlage auf eine Wärmepumpe umsteigen will.

Beim Laden von Elektrofahrzeugen setzt Sonnwende auf intelligente Ladestationen, die über einen Energiemanager mit der eigenen PV-Anlage verbunden sind und so bevorzugt dann laden, wenn Solarstrom zur Verfügung steht. Auch für Geschäftskunden mit eigenen Dach- oder Fassadenflächen bietet die Firma dieselben drei Bausteine an, mit dem Argument, dass sich eine Anlage bei höherem Stromverbrauch schneller amortisiert.

Was die Firma auszeichnet

Der auffälligste Punkt ist die eigene Berufsbildung: Sonnwende bildet seine Fachkräfte in den vergleichsweise neuen Lehrberufen Solarinstallateur:in EFZ und Solarmonteur:in EBA selbst aus. Das ist bei einer jungen Firma dieser Grösse ungewöhnlich und zeigt, dass Montage nicht nur zugekauft, sondern intern aufgebaut wird. Die Teamseite listet neben mehreren Lernenden auch klar getrennte Abteilungen für Montage, Büro und Geschäftsleitung, mit Geschäftsführer Marc Thomann an der Spitze, ohne dass die Website irgendwo eine Gesamtzahl an Mitarbeitenden nennt. Wie gross das Team am Ende tatsächlich ist, lässt sich aus den einzelnen Namen und Rollen nicht seriös hochrechnen, auch wenn die Liste umfangreich wirkt.

Die zweite Besonderheit ist die Nähe zu Handwerksbetrieben aus der Region: Für Architektur- und Planungsbüros, Elektroinstallateure und Dachdeckerfirmen übernimmt Sonnwende nach eigenen Angaben die gesamte Planung und Beratung, sodass diese Partner sich nicht selbst in die Photovoltaik einarbeiten müssen.

Referenzprojekte mit echten Zahlen

Auf der eigenen Referenzseite nennt Sonnwende drei aktuelle Projekte mit Leistungsangaben: eine Indachanlage vom Typ 3S Flair in Riehen mit 25 kWp, fertiggestellt im Mai 2025, eine Aufdachanlage mit Gründach- und Fassadenkomponente in Allschwil mit 124.2 kWp aus dem August 2024, sowie eine Aufdachanlage auf einem Flachdach in Bottmingen mit 24.3 kWp vom Dezember 2023. Diese Bandbreite, von einer mittelgrossen Einfamilienhausanlage bis zu einer deutlich grösseren Fassaden- und Dachlösung, zeigt, dass die Firma sowohl kleinere private Projekte als auch anspruchsvollere Bauvorhaben stemmt.

Kosten und Förderung

Einen konkreten Preis für eine Solaranlage nennt Sonnwende auf der Website nicht, sie bietet stattdessen einen Solarrechner an, über den sich eine unverbindliche Richtofferte anfordern lässt. Für Geschäftskunden macht die Firma eine konkrete Angabe: Seit 2023 werden auch Objekte mit geringem Stromverbrauch, etwa Lagerhallen, mit einer Einmalvergütung von bis zu 60 % der Kosten für Referenzanlagen unterstützt, was solche Anlagen laut Sonnwende deutlich attraktiver gemacht hat. Für private Anlagen verweist die Firma allgemein auf die bundesweite Einmalvergütung (EIV) sowie auf kantonale und kommunale Förderprogramme, ohne dafür eine Summe zu beziffern. Konkret wird die Website noch bei der Steuer: In fast allen Kantonen lassen sich die Investitionskosten einer Photovoltaikanlage zu 100 % von der Steuer abziehen, was bei den in der Schweiz oft happigen Grenzsteuersätzen ein spürbarer Effekt sein kann. Wer eine verbindliche Zahl zu Anschaffungskosten oder Amortisationsdauer sucht, muss dennoch selbst eine Offerte einholen, die Website gibt hier bewusst keine pauschale Antwort.

Antworten auf die üblichen Fragen

Auf der eigenen FAQ-Seite beantwortet Sonnwende die Fragen, die sich Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer vor einem Entscheid typischerweise stellen, ohne dabei in Zahlen abzugleiten, die es nicht belegen kann. Zur Wirtschaftlichkeit heisst es knapp, dass sich eine Anlage fürs Portemonnaie, das gute Gefühl und das Klima lohne und dass sich die Amortisationsdauer je nach Situation auf dem Strommarkt unterscheide, eine ehrliche Antwort, die keine feste Zahl vorgaukelt. Zur technischen Eignung schreibt die Firma, dass mit den heutigen leistungsstarken Modulen sogar Norddächer für die Stromgewinnung genutzt werden können, sofern genügend Helligkeit vorhanden ist, wobei die tatsächliche Ertragsmenge naturgemäss von der Sonneneinstrahlung abhängt. Zur Lebensdauer verspricht Sonnwende, dass eine Anlage kaum Wartung benötigt und während mehr als 25 Jahren zuverlässig Strom liefert, eine Grössenordnung, die sich mit den Angaben anderer Hersteller deckt, auch wenn Sonnwende selbst keine Garantiedauer beziffert.

Partner und Netzwerk

Sonnwende gibt an, ausschliesslich mit renommierten Herstellern zusammenzuarbeiten, und nennt als Beispiel für eingesetzte Technik den Wechselrichter- und Speicherhersteller Fronius, dessen Produkte in mindestens einer Kundenbewertung namentlich auftauchen. Die Firma ist zudem in mehreren Verbänden und Interessenorganisationen der Solarbranche aktiv, ohne diese im Einzelnen öffentlich aufzulisten, und sponsert nach eigenen Angaben ein lokales Team. Für Elektroinstallateure, Dachdecker- und Planungsbüros aus der Region positioniert sich Sonnwende explizit als Subunternehmerin für die Solarplanung, ein Geschäftsfeld, das neben dem Endkundengeschäft eine zweite, weniger sichtbare Einnahmequelle darstellt.

Wie die Firma tickt

Die Selbstbeschreibung von Sonnwende ist unverkennbar idealistisch geprägt: Die Firma will fossile Brennstoffe überflüssig machen und bezieht Produkte, wo immer möglich, aus Europa, arbeitet mit regionalen Kleinunternehmen und Start-ups zusammen und lässt ihre Arbeitskleidung fair und nachhaltig herstellen. Das liest sich stark nach Marketingtext, deckt sich aber mit dem, was sich auch handfest belegen lässt, etwa der eigenen Lehrlingsausbildung und der Partnerschaft mit LWS. Kundenbewertungen auf der eigenen Seite beschreiben eine reibungslose Abwicklung von der Beratung bis zur Inbetriebnahme und heben namentlich einen Projektleiter hervor, der Rückfragen zuverlässig geklärt habe. Solche Stimmen sind naturgemäss mit Vorsicht zu geniessen, weil sie von der Firma selbst ausgewählt werden, decken sich aber mit dem Bild eines Betriebs, der Wert auf persönliche Betreuung legt.

Für wen sich Sonnwende eignet

Sonnwende passt zu Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern im Raum Basel, die Solar, Wärme und E-Mobilität möglichst aus einer Koordination heraus planen wollen, statt drei verschiedene Handwerksbetriebe zu organisieren. Auch für Gewerbekunden mit eigenen Dach- oder Fassadenflächen, insbesondere mit geringerem Stromverbrauch, lohnt sich wegen der seit 2023 höheren Einmalvergütung ein Blick auf das Angebot. Wer ausschliesslich eine möglichst günstige Standardanlage ohne Beratung sucht, ist bei einer Firma, die viel Wert auf persönliche Begleitung und eigene Ausbildung legt, dagegen womöglich nicht die Zielgruppe. Ein klarer Pluspunkt bleibt die Kombination aus technischer Bandbreite, von der Fassadenanlage bis zur Lärmschutzwand, und der sichtbaren Investition in eigenen Nachwuchs, was bei einer Firma, die sich selbst als jung bezeichnet, für Kontinuität spricht.

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