Eligreen (Eli10)
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Eligreen ist kein eigenständiger Solarstartup, sondern die Energiewende-Tochter von Eli10, dem lokalen Strom-, Wasser- und Telekomversorger des Littoral neuchâtelois. Wer auf eli10.ch landet, bekommt deshalb zuerst die Gruppe zu sehen und erst im zweiten Schritt die eigentliche Solarleistung von Eligreen, die dort als "unsere Tochtergesellschaft" beschrieben wird. Für eine Kundschaft im Raum Bevaix, Boudry, Cortaillod oder Le Landeron bedeutet das: Der Solaranbieter steht auf derselben finanziellen und organisatorischen Basis wie der Stromnetzbetreiber der eigenen Gemeinde, nicht auf der eines beliebigen freien Marktteilnehmers.
Die Eli10-Gruppe als Rahmen
Laut eigener About-Seite wurde Eli10 im Jahr 2013 gegründet und ist im Kanton Neuenburg auf die Verwaltung der Strom-, Trinkwasser- und Telekommunikationsnetze spezialisiert. Getragen wird die Gesellschaft von mehreren Gemeinden als Aktionärinnen, konkret werden auf der Website Boudry, Cortaillod, Le Landeron, Milvignes, Neuchâtel-Peseux, Laténa und Cornaux als Trägergemeinden genannt. Unter diesem Dach arbeiten laut der eigenen FAQ vier Gesellschaften zusammen: Eli10 selbst als Strom-, Wasser- und Telekomanbieterin, Eligreen für erneuerbare Energien und Solarlösungen, Elivolt als Spezialistin für Elektroinstallationen und nachhaltige Mobilität, sowie Elisafe für elektrische Sicherheit und behördliche Kontrollen. Diese vier Firmen sind auf der Website klar benannte, getrennte Einheiten, auch wenn sie dieselbe Adresse und denselben Auftritt teilen, und die folgenden Angaben zu Eligreen beziehen sich ausschliesslich auf diese eine Tochtergesellschaft, nicht auf die Gruppe insgesamt oder auf Elivolt und Elisafe.
Was Eligreen konkret anbietet
Auf der eigenen Transition-énergétique-Seite nennt Eligreen vier Leistungsfelder: Photovoltaik, Speicherlösungen, Wärmepumpe und Boiler-PAC. Auf der Startseite der Gruppe wird diese Liste um Ladestationen für Elektrofahrzeuge ergänzt, sodass Eligreen ein Photovoltaikprojekt zusammen mit Wärmepumpe, Boiler-PAC, Ladestation und Batteriespeicher als ein einziges Projekt statt als separate Aufträge an verschiedene Handwerker anbietet. Diese Bündelung ist auf der Website ausdrücklich so formuliert, nicht nur aus dem Nebeneinander mehrerer Angebotsseiten erschlossen.
Eigene Kennzahlen der Solar-Tochter
Direkt im Abschnitt zur Energiewende nennt die Website drei Kennzahlen, die sich auf Eligreen selbst beziehen: mehr als 210 abgeschlossene Projekte zur Energiewende, mehr als 10 Jahre Erfahrung, und dass 100 Prozent der angebotenen Lösungen auf erneuerbarer Energie beruhen. Diese drei Angaben stehen im unmittelbaren Textzusammenhang mit der Beschreibung von Eligreen und werden deshalb dieser Tochtergesellschaft zugeordnet, nicht der Eli10-Gruppe als Ganzes. Eine bezifferte Mitarbeiterzahl speziell für Eligreen nennt die Website an dieser Stelle nicht.
Warum hier keine Zahl von 1956 oder 25 Fachleuten steht
Auf derselben Website findet sich eine weitere, deutlich ältere Erfolgsgeschichte: Elivolt, früher Pierre Walter Electricité SA, beschreibt sich selbst als seit 1956 aktiv und beziffert die eigene Belegschaft mit mehr als 25 Fachleuten. Diese beiden Zahlen gehören zu Elivolt, der Elektroinstallationsfirma der Gruppe, und nicht zu Eligreen, der Solar- und Energiewende-Tochter. Beide Firmen teilen sich zwar Auftritt, Gruppenstruktur und teilweise auch dieselbe Adresse, sind aber laut eigener FAQ getrennte Gesellschaften mit unterschiedlichem Kerngeschäft, weshalb Elivolts Gründungsjahr und Teamgrösse hier bewusst nicht als Eligreen-Fakten übernommen werden.
Werte, die auf eine öffentliche Trägerschaft verweisen
Auf der About-Seite der Gruppe formuliert Eli10 vier Werte, die eher an einen kommunalen Versorger als an einen freien Solarverkäufer erinnern: Respekt gegenüber Kundschaft und Mitarbeitenden, Engagement mit Reaktionsfähigkeit auf neue Chancen, Nähe durch ein Entscheidungszentrum in der eigenen Region, und Kompetenz durch fachliches Können. Ergänzt wird das durch eine eigene Mission, die ausdrücklich die Versorgung mit Trinkwasser, Strom und Telekom nennt und die Energiewende als eigenes Engagement daneben stellt. Für Eligreen als Solar-Tochter bedeutet das einen anderen Unterbau als bei einem privat finanzierten Startup: Entscheidungen fallen laut eigener Darstellung in der Region selbst statt in einer fernen Konzernzentrale.
Rechnerwerkzeug vor dem ersten Termin
Bevor eine Kundschaft überhaupt einen Beratungstermin bucht, bietet die Website einen eigenen Solar-Rechner an, mit dem sich das Potenzial eines Dachs vorab grob abschätzen lässt. Direkt daneben steht ein Link, um einen Termin mit einem Eligreen-Berater zu vereinbaren. Diese Reihenfolge, zuerst eine unverbindliche Selbsteinschätzung, danach erst ein persönliches Gespräch, senkt die Hürde für einen ersten Kontakt gegenüber einem reinen Kontaktformular ohne jede Vorabinformation.
Subventionen als eigener Service
Eligreen beschreibt auf der eigenen Seite, dass der Staat Solarprojekte mit verschiedenen Fördermitteln und Steuervergünstigungen unterstützt und dass die Firma ihrer Kundschaft dabei hilft, diese Fördermittel zu identifizieren und zu erhalten. Das ist eine konkrete Dienstleistung, welche über die reine Installation hinausgeht, auch wenn die Website keine Fördersätze oder Beträge in Franken nennt.
Wasserversorgung als Randnotiz, nicht als Solarleistung
Ein Punkt, der auf der Website auffällt, aber nichts mit Photovoltaik zu tun hat: Eli10 versorgt laut eigener Aussage die Gemeinden Bevaix, Boudry, Cortaillod, Cressier, Le Landeron, Milvignes und Saint-Blaise mit Trinkwasser. Dieser Punkt wird hier ausdrücklich nur erwähnt, um klarzustellen, dass er zum Kerngeschäft der Muttergesellschaft Eli10 gehört und keine Aussage über Eligreens Solarleistung ist.
Kontakt und FAQ statt Beratungsformular allein
Die Website bietet neben dem klassischen Kontaktformular auch eine öffentlich zugängliche FAQ, die unter anderem erklärt, dass die Gruppe sowohl Privatpersonen und Stockwerkeigentum als auch Unternehmen, Architekten, Verwaltungen und Gemeinden bedient, und dass das Einsatzgebiet das gesamte Littoral neuchâtelois sowie benachbarte Regionen des Kantons umfasst. Für eine Terminvereinbarung mit einem Eligreen-Berater verweist die Website direkt auf ein Buchungsformular, zusätzlich zu einem eigenen Online-Rechner zur ersten Einschätzung des Solarpotenzials.
Was die Website nicht sagt
Eine konkrete Preisliste, eine typische Anlagengrösse in kWp oder eine Amortisationsdauer veröffentlicht Eligreen nicht öffentlich. Auch der genaue Umfang der 210 genannten Projekte, etwa wie viele davon reine Solarprojekte statt Wärmepumpen- oder Speicherprojekte waren, lässt sich aus der Website nicht auflösen, weshalb hier keine Aufteilung behauptet wird.
Für wen sich das eignet
Eligreen passt zu Eigentümerinnen und Eigentümern im Littoral neuchâtelois, die eine Solaranlage nicht isoliert, sondern zusammen mit Wärmepumpe, Boiler-PAC oder einer Ladestation planen wollen, und die den etablierten, gemeindenahen Hintergrund der Muttergesellschaft als Vertrauensargument schätzen. Wer eine reine Elektroinstallation ohne Solarbezug sucht, landet über dieselbe Website eigentlich bei der Schwesterfirma Elivolt, nicht bei Eligreen.
Fazit
Eligreen ist die Solar- und Energiewende-Tochter eines seit 2013 bestehenden, gemeindegetragenen Versorgungsunternehmens im Littoral neuchâtelois, mit selbst genannten über 210 abgeschlossenen Projekten und über 10 Jahren Erfahrung in diesem Bereich. Die Firmengruppe teilt sich Website und Adresse mit drei Schwesterfirmen, deren eigene Kennzahlen, etwa Elivolts eigene Geschichte seit dem Jahr 1956, hier ganz bewusst nicht mit Eligreens eigenen Solarzahlen vermischt wurden.