Helvetiqua

Route Ancienne Papeterie 106, 1723 Marly

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Helvetiqua unterscheidet sich von den meisten Einträgen in dieser Kategorie durch eines: Es ist kein reiner Solarbetrieb, sondern eine auf energetische Gesamtsanierung ausgerichtete Firma, bei der Photovoltaik nur eines von sechs Angeboten ist. Auf der Website stehen Isolation innen und aussen, Wärmepumpen, thermodynamische und solare Boiler, Photovoltaikanlagen, Ladestationen für Elektroautos und Batteriespeicher gleichberechtigt nebeneinander. Wer sich also nicht nur für Solarmodule interessiert, sondern gleichzeitig eine schlecht gedämmte Fassade oder eine alte Ölheizung ersetzen will, bekommt hier theoretisch alles aus einer Hand, statt drei verschiedene Handwerksfirmen koordinieren zu müssen.

Der Hauptsitz liegt an der Route Ancienne Papeterie 106 in Marly, im Kanton Fribourg, doch Helvetiqua betreibt daneben vier weitere Standorte: in Uvrier im Wallis, in Bex in der Waadt, in Avenches in der Waadt und in Lausanne. Jeder dieser fünf Standorte hat eine eigene Adresse und eine eigene Telefonnummer, was für eine Firma dieser Grössenordnung eher ungewöhnlich ist, viele Solar- und Sanierungsfirmen dieser Region arbeiten von einem einzigen Standort aus mit mobilen Montageteams. Die Firma selbst benennt ihr Einsatzgebiet konkret: die Kantone Neuenburg, Jura, Genf, Wallis, Waadt und Fribourg, mit besonderem Bezug auf die Städte Sion, Martigny, Yverdon, Lausanne, Fribourg, Neuenburg, La Chaux-de-Fonds, Delémont, Montreux, Payerne, Sierre, Bulle, Gland und Genf. Das deckt praktisch die gesamte Suisse romande ab und erklärt, weshalb ein einzelner Hauptsitz allein kaum ausreichen würde.

Zur eigenen Geschichte macht Helvetiqua eine vergleichsweise vage, aber mit Zahlen unterlegte Angabe: nahezu 10 Jahre Erfahrung und mehr als 2000 bereits realisierte Projekte. Ein genaues Gründungsjahr nennt die Website nicht, weshalb sich daraus kein exaktes Startdatum ableiten lässt, nur die ungefähre Grössenordnung der bisherigen Tätigkeit. Für eine Firma mit fünf Standorten und sechs verschiedenen Angebotslinien ist das eine plausible Grössenordnung, eine unabhängige Bestätigung dieser Zahl liefert die Website selbst naturgemäss nicht.

Sechs Garantien, ein Konzept "maison autonome"

Auf der Startseite formuliert Helvetiqua sein Leistungsversprechen zusätzlich als sechs benannte Garantien: eine objektive Analyse des tatsächlichen Bedarfs, eine einzigartige und persönlich zugeschnittene Lösung, eine Garantie auf die Einsparung, eine Sicherheitsgarantie, eine Garantie auf Kundennähe und eine Garantie auf ethisches Vorgehen. Das sind naturgemäss Eigenaussagen ohne unabhängige Prüfstelle, aber sie zeigen, worauf die Firma ihre Positionierung stützt: nicht der günstigste Anbieter zu sein, sondern der verlässlichste. Dahinter steht ein Konzept, das Helvetiqua "maison autonome" nennt, das autonome Haus, bei dem die verschiedenen technischen Massnahmen der Firma zusammen einen möglichst grossen Teil des Energiebedarfs eines Haushalts selbst decken sollen. Photovoltaik und Batteriespeicher spielen darin die zentrale Rolle des Eigenverbrauchs: Der auf dem eigenen Dach produzierte Strom wird direkt verbraucht oder im Speicher zwischengelagert, statt vollständig ins öffentliche Netz eingespeist zu werden, wie es die Website unter dem Stichwort "auto consommation" beschreibt.

Der Ablauf: ein Ansprechpartner für alles

Helvetiqua beschreibt seinen Prozess in sechs Schritten, angefangen bei einer kostenlosen energetischen und finanziellen Diagnose, über eine technische Beratung samt Aktionsplan, die Auswahl aus einer Produktpalette namhafter Hersteller, ein technisches Studiendossier, das die Machbarkeit durch das firmeneigene Planungsbüro bestätigt, bis zu den behördlichen Bewilligungs- und Subventionsgesuchen auf Gemeindeebene, die die Firma für die Kundschaft übernimmt, und schliesslich die Ausführung der Arbeiten selbst. Der rote Faden dieses Ablaufs ist das Versprechen eines einzigen Ansprechpartners für den gesamten Prozess, von der ersten Beratung bis zur fertigen Anlage, statt separater Verträge mit Planer, Installateur und Behördenkontakt.

Bei den Ladestationen für Elektroautos geht die Website ins Detail und unterscheidet drei Kategorien: langsame, normale und schnelle Ladestationen, installiert nach eigener Aussage täglich bei Kundschaft in der gesamten Romandie. Das ist eine der wenigen Stellen, an denen Helvetiqua konkreter wird als die übliche Marketingsprache, auch wenn weder Ladeleistung in Kilowatt noch Preise für die einzelnen Kategorien genannt werden.

Was Kundenstimmen konkret berichten

Die auf der Website veröffentlichten Bewertungen erwähnen wiederholt einzelne Mitarbeitende namentlich, etwa einen "Monsieur Hassani", der bei administrativen Fragen und der Beratung geholfen habe, und einen "Monsieur Tahar", dem eine Kundin nach eigenen Angaben für den zuverlässigen Betrieb ihrer Anlage dankt. Eine Kundin berichtet, seit 4 Jahren Panels und einen thermodynamischen Boiler zu betreiben und in dieser Zeit durchgehend positive Resultate erzielt zu haben. Ein anderer Kunde, Serge Grütter, schreibt, nach 2 Jahren Betrieb keine Stromrechnung mehr zu haben und sogar rund 500 Franken netto pro Jahr durch die Einspeisung ins Netz zu erhalten. Das ist die Erfahrung einer einzelnen Person mit ihrer eigenen Anlage und ihrem eigenen Verbrauchsprofil, keine Zusage von Helvetiqua für jeden Haushalt, aber ein konkretes, nachvollziehbares Beispiel dafür, wie sich eine Investition in der Praxis auszahlen kann, wenn Eigenverbrauch, Anlagengrösse und Einspeisevergütung zusammenpassen.

Was fehlt und worauf man achten sollte

Was auf der Website durchgehend fehlt, sind harte Zahlen zur eigenen Belegschaft, eine Liste konkreter Zertifizierungen oder Herstellerpartnerschaften mit Namen, und jede Art von Preisliste oder Kostenrahmen. Auch zu den Fördergeldern selbst, welche Programme auf Gemeinde- oder Kantonsebene infrage kommen, macht Helvetiqua auf der öffentlichen Seite keine Angaben, sondern verweist implizit auf die im eigenen Prozess enthaltene Antragsstellung. Wer eine Vorstellung von der ungefähren Fördersumme haben möchte, bevor er ein Erstgespräch vereinbart, muss diese Information also anderswo einholen, etwa direkt bei der eigenen Gemeinde.

Für wen sich Helvetiqua eignet

Am besten passt Helvetiqua zu Eigentümerinnen und Eigentümern, die eine Sanierung ganzheitlich angehen wollen, Dämmung, Heizung und Solarstrom zusammen statt in getrennten Projekten mit unterschiedlichen Handwerksfirmen. Wer ausschliesslich eine Solaranlage sucht und explizit einen reinen Solarspezialisten bevorzugt, findet bei den anderen Einträgen dieser Kategorie fokussiertere Angebote. Der Vorteil von Helvetiqua liegt in der geografischen Reichweite über fast die gesamte Suisse romande und der Bündelung mehrerer Gewerke unter einem Dach, der Nachteil ist die fehlende Transparenz bei Preisen, Teamgrösse und formalen Zertifizierungen, die man im persönlichen Gespräch selbst erfragen muss. Wer sich für die kostenlose Erstberatung anmeldet, sollte diese ohnehin nutzen, um die Reihenfolge der eigenen Sanierungsschritte festzulegen, denn eine Wärmepumpe auf einem schlecht gedämmten Dach oder eine Solaranlage ohne vorherige Abklärung des Eigenverbrauchs bringt selten das Ergebnis, das die sechs Garantien in Aussicht stellen. Gerade die Kombination aus mehreren regionalen Standorten und einem einzigen persönlichen Ansprechpartner pro Projekt macht Helvetiqua zu einer sinnvollen ersten Anlaufstelle für all jene, die sich noch nicht sicher sind, womit sie ihre eigene Sanierung überhaupt beginnen sollen.

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