PeakSolar GmbH

Hebrig 11, 9042 Speicher

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Die meisten Firmen in dieser Liste wollen eine Anlage verkaufen und montieren. PeakSolar aus Speicher will genau das Gegenteil: Die Firma beschreibt sich selbst als "Spezialist für bestehende PV-Anlagen in der Ostschweiz" und bietet ausschliesslich Reinigung, Wartung, Thermografie und Monitoring an, keine Neuinstallation. Der Claim auf der Startseite bringt die Haltung auf den Punkt: "Deine PV-Anlage verdient mehr als nur gelegentliche Aufmerksamkeit." Wer schon eine Anlage besitzt und sie nicht mehr nur beim jährlichen Ablesen kontrollieren will, ist hier an der richtigen Adresse.

Was PeakSolar konkret anbietet

Das Angebot gliedert sich in vier Bereiche. Bei der PV-Wartung führt PeakSolar eine "Prüfung von Modulen, Montagegestell, Kabeln und Anschlüssen auf sichtbare Schäden oder Auffälligkeiten" durch und kontrolliert den "Wechselrichter-Status und Fehlermeldungen, die auf technische Probleme hinweisen könnten". Kleinere Probleme behebt das Team wenn möglich gleich vor Ort, andernfalls hält es sie in einem Bericht mit klarer Empfehlung fest. Eine feste Wartungsfrequenz, etwa jährlich oder halbjährlich, nennt die Website nicht.

Beim PV-Monitoring geht es um die laufende Kontrolle der Anlagendaten: "Regelmässige Prüfung der Anlagendaten auf Auffälligkeiten, Ertragsabweichungen und Fehlermeldungen", inklusive Plausibilitätscheck des Monatsertrags und Vergleich von Ist- und erwartetem Ertrag. Fällt etwas auf, gibt es laut eigener Beschreibung eine "kurze Rückmeldung" mit "Empfehlung zum weiteren Vorgehen". Welche Monitoring-Software oder -Plattform dahintersteckt, nennt die Seite nicht; sie spricht nur allgemein von "verfügbaren Anlagendaten" und dem nötigen Portalzugang.

Wichtig für die Einordnung: Wartung und Monitoring sind auf der Website zwei getrennte Produkte mit eigenen Preislisten, keine Variante desselben Pakets. Monitoring beobachtet laufend die Ertragsdaten aus der Ferne und schlägt bei Auffälligkeiten Alarm; Wartung ist der Vor-Ort-Termin, bei dem jemand tatsächlich am Modul, am Montagegestell oder am Wechselrichter steht. Wer beides will, muss offenbar beides einzeln buchen, es gibt kein sichtbares Kombipaket, das die beiden Preislisten zusammenführt. Zur konkreten Wartungsfrequenz, etwa ob ein Sichttermin jährlich oder alle zwei Jahre empfohlen wird, äussert sich die Website nirgends, auch die FAQ-Frage "Wie oft sollte eine Photovoltaikanlage gereinigt werden?" bleibt auf der abgerufenen Seite ohne sichtbare Antwort.

Die Thermografie ist der technisch aufwendigste Teil des Angebots und wird drohnengestützt durchgeführt. PeakSolar beschreibt, dass die Methode "Hotspots, Zellschäden und Bypass-Dioden-Probleme, die im schlimmsten Fall zum Totalausfall führen können" sichtbar macht, und zwar "ohne Gerüst, ohne Betreten des Daches und ohne Risiko für Personal oder Anlage". Die Drohne erfasse die Anlage "flächendeckend" und lokalisiere Defekte "millimetergenau"; am Ende steht ein dokumentierter Bericht mit Priorisierung, welche Module zuerst angeschaut werden sollten.

Der vierte Bereich, die Unwetterschaden-Abklärung, richtet sich an alle, deren Anlage nach Hagel oder Sturm möglicherweise beschädigt wurde. Der Ablauf ist bewusst niederschwellig: Der Kunde schickt Fotos von Modulen, Dach und Wechselrichteranzeige, PeakSolar prüft diese Unterlagen und entscheidet, ob eine weitere Abklärung vor Ort nötig ist. Zum Leistungsumfang gehören ausserdem eine Sicht- und Drohnenkontrolle, "sofern zulässig und sinnvoll", eine Kontrolle von Wechselrichter und Fehlermeldungen sowie eine Fotodokumentation zur Einreichung bei der Versicherung. Abgedeckt werden laut Website Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Gewerbe, Landwirtschaftsbetriebe und öffentliche Gebäude.

Was es kostet

Anders als die meisten Anbietern in dieser Kategorie nennt PeakSolar tatsächlich Preise, aufgeschlüsselt nach Paket. Bei der Wartung kostet der "Performance Check" ab 290 CHF jährlich, der "Performance Boost" ab 690 CHF jährlich, und "Performance Control" ab 79 CHF pro Monat zuzüglich eines einmaligen Setups. Für grössere Anlagen gibt es ein "Enterprise Performance Management" auf individuelle Offerte mit jährlicher Vereinbarung. Beim separaten Monitoring-Angebot liegen die Stufen bei CHF 199.- pro Jahr (Basic), CHF 29.- pro Monat (Comfort) und CHF 79.- pro Monat (Professional), auch hier mit einer individuellen Enterprise-Stufe für grössere Anlagen. Für die Ersteinrichtung des Monitorings fällt zusätzlich eine Setup-Gebühr an, laut Website "je nach Anlage und Portalzugang ab CHF 99.- bis CHF 149.-". Diese Preise wurden auf zwei getrennten Abrufen der Preisseite geprüft und stimmten beide Male exakt überein.

Wie schnell es geht

Für die erste Kontaktaufnahme wirbt PeakSolar mit einer kostenlosen Ersteinschätzung und verspricht eine Antwort innerhalb von 48 Stunden. Das ist relevant für den Unwetterschaden-Fall, wo Versicherungsfristen oft eine Rolle spielen und eine schnelle erste Einordnung des Schadens mehr wert ist als ein Termin in drei Wochen.

Wo PeakSolar tätig ist

Auf der Unwetterschaden-Seite nennt die Firma ihr Kerngebiet konkret: Winterthur, Zürich, Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, Appenzell und die Bodenseeregion, weitere Schweizer Regionen auf Anfrage. Das deckt sich mit der Selbstbeschreibung als Ostschweiz-Spezialist und bestätigt, dass die Firma trotz Sitz in einem kleinen Appenzeller Dorf ein Gebiet bedient, das deutlich über die unmittelbare Nachbarschaft hinausreicht.

Wie es sich einordnet

Die meisten Solarfirmen behandeln Wartung als Nebengeschäft neben dem Verkauf neuer Anlagen; wer nach der Installation Probleme hat, landet oft in der Warteschlange hinter neuen Projekten, die für den Installateur wirtschaftlich interessanter sind. PeakSolar dreht dieses Verhältnis um: Es gibt keine Neuinstallation im Angebot, wartende Bestandskunden sind das gesamte Geschäft, nicht der Nebenschauplatz. Das zeigt sich auch daran, dass die Firma als einzige in dieser Kategorie ihre Preise öffentlich auf der Website nennt, statt jede Anfrage über ein Beratungsgespräch zu leiten. Was auf der Seite fehlt, ist Information zur Firmengeschichte und Grösse: Weder ein Gründungsjahr noch eine Mitarbeiterzahl sind irgendwo genannt, sodass sich nicht sagen lässt, wie viele Personen die Aufträge in der Praxis abarbeiten.

Für wen sich das eignet

PeakSolar passt zu allen mit einer bestehenden Anlage, die entweder gar keinen Wartungsvertrag haben oder unsicher sind, ob ihre bisherige Betreuung ausreicht, ebenso zu Eigentümern, die nach einem Unwetter schnell und unkompliziert eine erste fachliche Einschätzung brauchen, bevor sie einen Versicherungsfall eröffnen. Wer dagegen eine komplette neue Anlage sucht, ist bei einem Vollsortimenter besser aufgehoben, da PeakSolar diesen Teil des Geschäfts bewusst nicht anbietet.

Fazit

PeakSolar füllt eine Nische, die im Ostschweizer Solarmarkt oft übersehen wird: reine Betreuung bestehender Anlagen mit klaren, öffentlich einsehbaren Preisen statt versteckter Kalkulation. Die drohnengestützte Thermografie und die dokumentierte Unwetterschaden-Abklärung sind konkrete Zusatzleistungen, die viele Vollsortimenter nicht in dieser Form anbieten. Wer wissen will, wie das Team konkret zusammengesetzt ist oder seit wann es die Firma gibt, findet dazu allerdings nichts auf der Website und muss direkt nachfragen. Für eine bereits bestehende Anlage, die sonst niemand im Blick hat, ist das trotzdem ein ungewöhnlich transparenter Einstiegspunkt in ein Marktsegment, das sonst kaum eigene Preislisten veröffentlicht.

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