alsol

Hungerbüelstrasse 22, CH-8500 Frauenfeld

Zum Bewerten auf einen Stern tippen

Wer sich fragt, ob eine Batterie im Keller tatsächlich etwas bringt, bekommt bei alsol eine Zahl statt einer Werbefloskel: Mit einer Solaranlage samt Stromspeicher lebt man im Durchschnitt 8 von 12 Monaten praktisch unabhängig vom Stromnetz. Das ist keine runde Marketingaussage, sondern eine konkrete Kennzahl, die das Unternehmen selbst so auf seiner Website nennt, und sie ist ein guter Ausgangspunkt, um zu verstehen, wie alsol seine eigene Arbeit versteht: nicht als reinen Modulverkauf, sondern als Weg zu einem messbaren Grad an Unabhängigkeit.

Was es ist

alsol ag sitzt an der Hungerbüelstrasse in Frauenfeld und beschreibt sich selbst mit dem Satz "Seit über 25 Jahren planen, bauen und betreuen wir Solaranlagen in der Ostschweiz." Das Unternehmen deckt damit den kompletten Bogen ab, von der Beratung über die Installation bis zur Inbetriebnahme, inklusive Service und Wartung danach. Auf der Website steht ausdrücklich, dass alsol Partnerfirma der BE Netz Gruppe ist, was auf eine grössere Struktur im Hintergrund schliessen lässt, auch wenn die Website selbst keine Mitarbeiterzahl in Worten nennt und sich deshalb keine verlässliche Grössenordnung für das Team angeben lässt.

Was man bekommt

Die Firma listet ihre Kernkompetenzen in sechs Punkten: Installation von Solaranlagen, Installation und Anbindung von Stromspeichern, Installation und Anbindung einer Autoladestation, Set-up eines intelligenten Energiemanagements, Beratung zu Eigenverbrauchsmodellen wie ZEV, vZEV und LEG sowie die Anbindung einer Wärmepumpe an die bestehende Solaranlage. Das deckt damit nicht nur die Anlage selbst ab, sondern auch die Fragen, die danach kommen: Wie lädt man das Auto möglichst günstig aus dem eigenen Dach, wie teilt man den Solarstrom mit Nachbarn im selben Netzanschluss, und wie spielt die Wärmepumpe mit der Photovoltaik zusammen, statt parallel und unkoordiniert Strom zu ziehen.

Bevor überhaupt montiert wird, prüfen laut Website eigene Dachdecker den Zustand des Dachs, besonders bei älteren Gebäuden ausdrücklich empfohlen. Wird die Anlage dann tatsächlich bei alsol in Auftrag gegeben, ist diese Prüfung kostenlos, was das Risiko einer bösen Überraschung nach der Montage reduziert, etwa wenn sich erst nachträglich herausstellt, dass die Dachkonstruktion zusätzliche Arbeiten braucht. Als Ansprechperson für die Solarmontage nennt die Website Mario Färber, der als Projektleitung Solarmontage geführt wird, ein einzelner benannter Kontakt für Fragen zum Montageprozess, aber kein Hinweis darauf, dass das Team nur aus dieser einen Person besteht.

Was auffällt

Zwei Werkzeuge auf der Website verdienen eine genauere Erwähnung, weil sie zeigen, wie alsol Interessenten vor dem ersten persönlichen Gespräch abholt. Erstens ein Solarrechner, bei dem man lediglich seine Adresse eingibt und daraufhin eine Einschätzung erhält, wie viel Ertrag das eigene Dach liefern könnte und was das finanziell bedeuten würde. Zweitens ein "interaktives Solarmodell", das die Website ausdrücklich nur am Laptop oder PC anbietet und nicht auf Mobilgeräten, ein technisches Detail, das darauf hindeutet, dass es sich um eine aufwendigere 3D- oder Simulationsanwendung handelt statt um eine einfache Grafik.

Auffällig ist auch ein eigener Hinweis zu Hagelschäden: Wer eine bestehende Solaranlage nach einem Hagelsturm beschädigt hat, wird aufgefordert, den Schaden zunächst der eigenen Versicherung zu melden und danach das Kontaktformular von alsol auszufüllen, worauf sich das Unternehmen innert weniger Tage meldet. Das ist ein Hinweis darauf, dass alsol nicht nur Neuanlagen verkauft, sondern auch für Schadenfälle an bestehenden Anlagen ansprechbar ist, was in einer hagelgefährdeten Region wie dem Thurgau ein praktischer Zusatznutzen sein kann.

Zur Wirtschaftlichkeit einer Anlage macht die Website zwei allgemeine Angaben, die nicht als firmenspezifisches Versprechen, sondern als generelle Einordnung zu lesen sind: Die Amortisationszeit liege je nach Grösse der Anlage und Stromverbrauch zwischen 5 und 15 Jahren, bei einer Lebensdauer der Anlage von 25 bis 30 Jahren. Die graue Energie, die für die Herstellung der Komponenten aufgewendet wurde, sei nach rund 5 Jahren durch den eigenen Stromertrag kompensiert, danach produziere die Anlage für die restlichen 20 bis 25 Jahre CO2-frei. Diese Zahlen sind auf der Website nicht als Alleinstellungsmerkmal von alsol formuliert, sondern als allgemeine Aussage zu Solaranlagen, sie geben aber eine Grössenordnung, mit der sich ein grobes Bild machen lässt.

Wie es organisiert ist

Weil alsol den gesamten Prozess von der Beratung bis zur Wartung selbst anbietet, muss eine Bauherrschaft nicht mehrere Firmen für Planung, Montage und späteren Unterhalt koordinieren. Das ist ein klarer organisatorischer Vorteil gegenüber einem reinen Verkäufer, der nach der Installation kaum mehr greifbar ist. Gleichzeitig lässt sich aus der Website nicht ablesen, wie gross das Team tatsächlich ist oder wie viele Projekte pro Jahr realisiert werden, konkrete Referenzprojekte mit Ort, Leistung in kWp oder Baujahr waren im Rahmen dieser Recherche auf der Website nicht auffindbar, anders als bei manchen Mitbewerbern in der Region, die einzelne Anlagen mit Zahlen dokumentieren. Wer sich also ein Bild von der bisherigen Auftragsgrösse machen will, muss im Erstgespräch gezielt nachfragen.

Was es kostet

Zu konkreten Preisen für eine Anlage, einen Speicher oder eine Ladestation äussert sich die Website nicht. Die einzigen Zahlen zur Wirtschaftlichkeit sind die bereits genannten allgemeinen Bandbreiten zu Amortisation und Lebensdauer, keine davon ist ein firmenspezifisches Preisversprechen. Wer eine belastbare Offerte will, kommt um ein unverbindliches Erstgespräch oder die Nutzung des Solarrechners nicht herum, dieser liefert laut Beschreibung eine Einschätzung zum möglichen Ertrag, aber keine verbindliche Kostenaufstellung ersetzt er nicht.

Für wen sich das eignet

alsol passt gut zu Eigentümerinnen und Eigentümern im Thurgau und der übrigen Ostschweiz, die eine Anlage samt Speicher, Ladestation und Wärmepumpenanbindung aus einer Hand wollen, statt für jede Komponente einen anderen Anbieter zu suchen. Besonders für Haushalte, die zusätzlich ein Elektroauto laden oder ihre Wärmepumpe besser mit der eigenen Stromproduktion abstimmen wollen, deckt die Leistungsliste genau diese Anschlussfragen ab. Für alle, die zuerst unverbindlich eine grobe Zahl sehen wollen, bietet der Solarrechner einen niederschwelligen Einstieg, ohne dass gleich ein Beratungstermin nötig wäre. Wer dagegen ein sehr genaues Referenzprojekt in der eigenen Gemeinde sehen möchte, bevor er sich entscheidet, findet auf der Website selbst keine solche Liste und muss danach im Gespräch fragen.

Fazit

alsol positioniert sich in Frauenfeld als Anbieter, der die Solaranlage nicht isoliert betrachtet, sondern zusammen mit Speicher, Elektromobilität und Wärmepumpe als ein zusammenhängendes System. Die Zahl von durchschnittlich 8 unabhängigen Monaten pro Jahr mit Speicher ist die konkreteste Aussage auf der Website und ein guter Massstab, um eigene Erwartungen zu kalibrieren. Wer eine Firma sucht, die von der ersten Dachprüfung bis zur laufenden Wartung durchgehend zuständig bleibt, und die auch nach einem Hagelschaden noch ansprechbar ist, findet bei alsol eine seit über 25 Jahren in der Region etablierte Adresse. Wer stattdessen zuerst konkrete Referenzprojekte mit Zahlen sehen will, sollte das gezielt im Erstgespräch einfordern, denn die Website selbst liefert sie nicht.

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