Alsolis SA
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Alsolis SA aus Rancate wirbt mit einem Satz, den viele Solarfirmen für sich beanspruchen, aber nur wenige mit konkreten Bauwerken belegen können: unter den ersten Photovoltaik-Installateuren des Kantons zu sein. Die Firma ist seit 2007 im Tessin aktiv, fast 20 Jahre, und sie zeigt auf der eigenen Website zwei Referenzprojekte, die diese Behauptung mit Substanz füllen: die grösste integrierte Solarfassade des Tessins und eine der grössten Solaranlagen der Schweiz.
Ein Team ohne Subunternehmer
Alsolis beschreibt sich als vollständig intern aufgestellt: Ingenieure, Elektriker und Projektplaner arbeiten laut eigener Aussage alle im eigenen Haus, ohne Subunternehmer. Das betrifft nach Angaben der Firma die gesamte Baustelle, von der Planung über die Elektroinstallation bis zu Arbeiten in der Höhe, Lebenslinien nach SUVA-Norm und Brandschutz nach dem System Arcostop. Zertifiziert ist Alsolis nach eigenen Angaben bei Swissolar, ESTI, RASI und SUVA. Der Vorteil eines internen Teams gegenüber verteilten Subunternehmern liegt laut Alsolis darin, dass keine Verantwortung zwischen mehreren Firmen zerstreut wird, wenn während der Bauphase etwas nicht wie geplant läuft.
Zwei Referenzprojekte, die den Massstab setzen
Das Aushängeschild von Alsolis ist der Centro Polis in Pregassona: die Firma beschreibt die dortige Fassade als die grösste integrierte Photovoltaikfassade des Tessins, gebaut aus massgefertigten, farbigen BIPV-Glasmodulen, die die klassische Fassadenverkleidung ersetzt haben, ohne die Architektursprache des Gebäudes zu verändern. Bei einer integrierten Fassadenanlage übernehmen die Solarmodule selbst die Funktion der Gebäudehülle, statt zusätzlich auf eine bestehende Fassade montiert zu werden, was höhere gestalterische und technische Anforderungen stellt als eine gewöhnliche Dachanlage.
Das zweite Referenzprojekt liegt bei den FFS-Lagerhallen in Balerna: Alsolis nennt sie eine der grössten Solaranlagen der Schweiz, ein Projekt im industriellen Massstab, das die eigene Fähigkeit auf die Probe gestellt habe, komplexe Baustellen unter engen Terminvorgaben für die Montage zu managen. Beide Referenzen haben gemeinsam, dass sie nicht einfach nur gross sind, sondern jeweils eine technische Zusatzschwierigkeit lösen mussten: bei Pregassona die architektonische Integration einer farbigen Glasfassade, bei Balerna die Logistik einer industriellen Baustelle unter Zeitdruck.
4 weitere Projekte zeigen die Bandbreite jenseits dieser beiden Grossprojekte. Das Stadio Lido in Locarno ist eine Solaranlage auf einer öffentlichen Sportstätte, mit den technischen und regulatorischen Anforderungen eines Gebäudes für den kollektiven Gebrauch. Die CEA in Rancate erhielt eine gewöhnliche Dachanlage auf Schrägdach, ein Projekt, das Alsolis ausdrücklich als Beispiel für die eigene Nachbarschaft nennt. In Ligornetto installierte die Firma eine Anlage auf einem traditionellen Wellblechdach eines Stalls, als Beleg dafür, dass sich Solartechnik auch mit einer historisch gewachsenen Bausubstanz vertrage. Und in Silvaplana, weit ausserhalb des Tessins im hochalpinen Klima, realisierte Alsolis eine Fassadenintegration an Schulgebäuden, mit den besonderen klimatischen und architektonischen Anforderungen eines Bergdorfs auf grosser Höhe.
Vom Einfamilienhaus bis zum Industriedach
Neben den Referenzprojekten deckt Alsolis nach eigener Beschreibung das gesamte Marktspektrum ab: Photovoltaik für Ein- und Mehrfamilienhäuser auf Schräg- und Flachdächern sowie mit integrierten Lösungen, Photovoltaik für Büros, Beherbergungsbetriebe, Landwirtschaftsbetriebe und öffentliche Einrichtungen zur Senkung der Energiekosten und Verbesserung des ESG-Profils, sowie industrielle Anlagen auf grossen Produktionsflächen, Lagerhallen und flachen Industriedächern mit Leistungen von mehreren zehn bis über hundert kWp. Ergänzend bietet die Firma Photovoltaik mit Batteriespeicher zur Maximierung des Eigenverbrauchs an, Solardachziegel für Gebäude mit gestalterischen Auflagen sowie Solarcarports für private und betriebliche Parkplätze.
Transparenz als Verkaufsargument
Alsolis positioniert sich explizit gegen verbreitete Klagen über die Solarbranche: aufgeblähte Offerten, versteckte Kosten in der Rechnung, unhandhabbare Bürokratie und Installateure, die nach der Abnahme verschwinden. Als Gegenmodell verspricht die Firma transparente Offerten mit Ertragsprognose, erwartetem Sparpotenzial und Förderbeiträgen schwarz auf weiss, die vollständige Übernahme von kantonalen und Bundesförderungen, Baubewilligungen und dem Netzanschluss, sowie Wartung und Kundendienst auch Jahre nach der Installation. Für die laufende Überwachung nutzt Alsolis nach eigenen Angaben die Plattform "smart-me", ergänzt durch geplante Wartung und Thermografie zur Früherkennung von Anomalien in der Anlage.
Wie die kostenlose Beratung abläuft
Wer bei Alsolis eine Offerte anfragt, bekommt laut eigener Beschreibung zunächst einen Vor-Ort-Termin: Ein Techniker begutachtet Dach, Ausrichtung und Verschattung, bevor irgendetwas berechnet wird. Darauf folgt eine Analyse der voraussichtlichen Stromproduktion und der jährlichen Einsparung, dann eine Berechnung der verfügbaren kantonalen und Bundesförderungen samt einer Schätzung der Rückzahlungsdauer der Investition. Erst am Ende dieses Ablaufs steht die vollständige Abwicklung von Bewilligungen, Förderanträgen und Netzanschluss, falls der Kunde sich für Alsolis entscheidet. Diese Reihenfolge, erst begutachten, dann rechnen, erst am Schluss verkaufen, ist genau das Gegenmodell zu den pauschalen Online-Offerten, gegen die sich die Firma an anderer Stelle explizit abgrenzt.
Was BIPV bedeutet
Der Begriff BIPV, den Alsolis für die Fassade in Pregassona verwendet, steht für "building-integrated photovoltaics", also Photovoltaik, die selbst zum Baumaterial wird, statt nachträglich auf ein fertiges Gebäude montiert zu werden. Das ist technisch anspruchsvoller als eine Aufdachanlage, weil die Module gleichzeitig zwei Aufgaben übernehmen müssen: Strom erzeugen und die Gebäudehülle vor Witterung schützen. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer gewöhnlichen Solaranlage und dem, was Alsolis in Pregassona gebaut hat.
Was Kundinnen und Kunden berichten
Die auf der Website veröffentlichten Bewertungen loben übereinstimmend Termintreue, saubere Ausführung und Transparenz während des gesamten Prozesses, von der Offerte bis zum Abschluss der Arbeiten; ein Kunde erwähnt zudem einen reaktionsschnellen Kundendienst nach dem Verkauf. Diese Stimmen sind von Alsolis selbst kuratiert und daher naturgemäss positiv, decken sich aber inhaltlich mit den Versprechen, die die Firma an anderer Stelle der Website macht.
Was die Website offen lässt
Konkrete Preise oder Preisbänder für eine bestimmte Anlagengrösse nennt die Website nirgends, ebenso wenig eine feste Amortisationszeit in Jahren; wer das wissen will, muss die kostenlose Vor-Ort-Begehung in Anspruch nehmen, bei der ein Techniker Dach, Ausrichtung und Verschattung prüft und danach eine konkrete Offerte samt Förderabschätzung erstellt. Auch die Grösse des Teams oder die Anzahl bislang realisierter Anlagen wird nirgends in einer Zahl beziffert.
Fazit
Alsolis gehört zu den wenigen Tessiner Anbietern, die ihre Erfahrung nicht nur behaupten, sondern mit zwei nachprüfbaren Referenzprojekten von kantonaler Bedeutung untermauern, der grössten integrierten Fassade des Tessins und einer der grössten Solaranlagen der Schweiz. Für ein Einfamilienhaus zählt vor allem das intern organisierte Team ohne Subunternehmer und das Versprechen einer transparenten Offerte. Für ein Gewerbe- oder Industriedach, eine Fassadenintegration oder ein öffentliches Bauprojekt ist Alsolis einer der wenigen Tessiner Betriebe, die eine solche Grössenordnung bereits gebaut haben.