Swiss SunTech Sàrl
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Swiss SunTech wirbt auf der eigenen Startseite mit «10 ans d'expertise solaire», zehn Jahren Solarerfahrung in Genf, und mit einem Grundsatz, der sich durch die ganze Website zieht: Kein Angebot ohne vorherige technische Besichtigung vor Ort. Die Firma sitzt an der Route de l'Aéroport 15, mit Sitz in Meyrin, und ist im Genfer Handelsregister unter der Nummer CHE-458.471.703 eingetragen.
Was es ist
Swiss SunTech beschreibt sich selbst als eine «structure neuve», eine neue Unternehmensstruktur, die auf «une expertise éprouvée sur plus de dix ans» aufbaut, also auf einer bereits über zehnjährigen praktischen Erfahrung in der Photovoltaik. Der eigene Claim lautet «Le sérieux suisse, sans la rouille des anciens process», die schweizerische Gründlichkeit ohne den Rost alter Abläufe, was auf eine Neugründung mit erfahrenem Personal statt auf ein junges Startup ohne Praxis hindeutet. Konkrete Angaben zur Rechtsform der Vorgängertätigkeit oder zu den beteiligten Personen macht die Website an dieser Stelle nicht, weshalb dieser Punkt hier als Selbstbeschreibung und nicht als geprüfte Firmengeschichte wiedergegeben wird.
Was man bekommt
Fünf Bereiche bilden laut Website das Kerngeschäft: Solarphotovoltaik mit Produktivitätsstudie, Dimensionierung, architektonischer Integration und Pronovo-Netzanschluss; Batteriespeicher zur Maximierung des Eigenverbrauchs; Elektroinstallationen samt Normkonformität nach ESTI/OIBT; ein internes Planungs- und Ingenieurbüro für Machbarkeit, Simulation und Bewilligungsdossiers; sowie Wartung und Störungsbehebung über Jahresverträge. Ergänzend erwähnt die Website auch Wärmepumpen, Ladestationen und Solarcarports als Themen, die auf Anfrage bearbeitet werden.
Der Ablauf ist in vier Schritten festgelegt: eine kostenlose technische Besichtigung innert 7 Tagen mit Aufnahme von Ausrichtung, Verschattung und Dachzustand, eine Studie samt Devis innert 15 Tagen inklusive Berechnung der kantonalen und eidgenössischen Fördergelder, die Installation ausschliesslich durch eigenes Personal ohne Subunternehmer, und schliesslich Netzanschluss, Pronovo-Dossier, Monitoring und ein optionaler Wartungsvertrag. Die Website begründet den obligatorischen Besuch damit, dass kein Simulationsprogramm eine echte Vor-Ort-Messung ersetzen könne: «Sans visite, tout devis est une estimation hasardeuse, nous refusons de fonctionner ainsi», ohne Besichtigung sei jede Offerte eine gewagte Schätzung, und genau so wolle man nicht arbeiten.
Wie es organisiert ist
Der Firmensitz liegt in Meyrin bei Genf, mit Rechnungsadresse an der Route de l'Aéroport 15. Laut eigener Aussage konzentriert sich der aktuelle Geschäftsbetrieb auf die Kantone Genf und Waadt, während Wallis, Freiburg, Neuenburg und Jura ab 2026 dazukommen sollen, mit dem Zusatz, dass einzelne Projekte in diesen Kantonen schon jetzt im Einzelfall geprüft würden. Die Firma ist Mitglied bei Swissolar und Pronovo sowie bei der Genfer Handelskammer CCIG, und nennt zusätzlich SIG Éco21 als Partner für lokale Fördergelder. Referenzprojekte werden mit Ort, Jahr und Leistung angegeben, etwa eine Villa in Cologny mit 24 kWc und einer Batterie von 15 kWh aus dem Jahr 2024, ein Chalet in Verbier im Wallis mit 8 kWc aus dem Jahr 2023, ein Industriegebäude in Plan-les-Ouates mit 120 kWc aus dem Jahr 2024, eine Stockwerkeigentümergemeinschaft in Nyon mit 42 kWc aus dem Jahr 2024, und ein Einfamilienhaus in Carouge mit 12 kWc samt Ladestation aus dem Jahr 2023.
Was auffällt
Am stärksten sticht die konsequente Weigerung heraus, ohne Vor-Ort-Termin überhaupt eine Zahl zu nennen, was Swiss SunTech in den eigenen Kundenstimmen bestätigt sieht: Eine Kundin aus Morges berichtet, drei verschiedene Offerten mit drei unterschiedlichen Aussagen erhalten zu haben, bevor Swiss SunTech als einzige Firma vor der eigenen Preisberechnung tatsächlich aufs Dach gestiegen sei. Auffällig ist zudem die Offenheit bei den kantonalen Fördergeldern: Die Website listet neben der Bundesebene sieben einzelne Kantone, darunter auch den französischsprachigen Berner Jura, mit je einer eigenen Preisspanne und Zuständigkeit, statt nur allgemein auf «kantonale Unterstützung» zu verweisen. Dabei widerspricht sich die Website selbst leicht: Im Titelbereich der Startseite wirbt Swiss SunTech mit «7 · cantons romands», während dieselbe Seite in der FAQ festhält, dass sich der aktuelle Geschäftsbetrieb nur auf Genf und Waadt beschränkt und die übrigen vier Kantone erst ab 2026 hinzukommen sollen. Ob die «7 cantons romands» im Titelbereich also die heutige oder die für 2026 geplante Abdeckung meint, lässt die Website offen.
Was es kostet
Swiss SunTech nennt konkrete Fördergeld-Bandbreiten für 2026: Die eidgenössische Einmalvergütung liegt laut Website bei rund 4000 Franken, zusammengesetzt aus 380 Franken Grundbetrag plus 380 Franken pro kWp. Kantonal reicht die Spanne von 1500 bis 4500 Franken im Wallis über 2000 bis 5000 Franken in Waadt und Freiburg bis 3000 bis 8000 Franken in Genf, laut Website der grosszügigste Kanton der Romandie. Diese Beträge gelten laut Fussnote für eine Wohninstallation von 6 bis 10 kWp und lassen sich mit einem steuerlichen Abzug sowie teils kommunalen Prämien kombinieren. Zur Amortisation nennt die FAQ eine Bandbreite von 8 bis 12 Jahren, bei einer Produktgarantie von 25 bis 30 Jahren auf die Module, 10 bis 25 Jahren auf Wechselrichter und Batterien, und einer eigenen Installationsgarantie von Swiss SunTech über 5 Jahre. Eine physische Installation für ein Einfamilienhaus dauert laut FAQ 2 bis 4 Tage, die administrativen Fristen für Bewilligung, Netzanschluss und Pronovo kommen mit weiteren 2 bis 4 Monaten hinzu.
Für wen sich das eignet
Swiss SunTech passt zu Kundschaft in Genf und Waadt, die eine verbindliche, auf einer echten Dachbesichtigung basierende Offerte einer schnellen Online-Schätzung vorzieht und Wert auf ein einziges internes Team ohne Subunternehmer legt. Wegen der detailliert aufgeschlüsselten Fördergelder eignet sich die Website zudem gut für alle, die vor dem ersten Kontakt schon eine grobe Vorstellung von den möglichen kantonalen Zuschüssen bekommen wollen. Wer ausserhalb von Genf und Waadt wohnt, etwa im Wallis oder in Freiburg, kann laut eigener Aussage im Einzelfall bereits angefragt werden, sollte aber wissen, dass der reguläre Ausbau dorthin laut FAQ erst für 2026 vorgesehen ist, während dieselbe Website im Titelbereich bereits von sieben abgedeckten Kantonen der Romandie spricht.
Fazit
Mit dem klaren Prinzip, niemals ohne technischen Vor-Ort-Besuch zu offerieren, und einem Team, das nach eigener Aussage sämtliche Arbeiten intern ausführt, positioniert sich Swiss SunTech in Genf und Waadt als gründlicher, aber auch bewusst regional begrenzter Anbieter, dessen offizielle Handelsregisternummer CHE-458.471.703 zusätzlich zur genannten Adresse in Meyrin Auskunft über die rechtliche Verankerung der Firma gibt. Die transparenten Fördergeld-Bandbreiten für acht Kantone und die detailliert bezifferten Referenzprojekte von Cologny bis Plan-les-Ouates geben Interessierten mehr Anhaltspunkte als viele Mitbewerber, während die geplante Ausweitung auf Wallis, Freiburg, Neuenburg und Jura ab 2026 zeigt, wohin sich die noch junge Struktur weiterentwickeln will.