Solarsys GmbH

Gewerbestrasse 1, CH-8634 Hombrechtikon

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Solarsys beschreibt sich selbst als "langjähriges familiäres Unternehmen aus Hombrechtikon im Zürcher-Oberland", und die eigene Teamseite macht sichtbar, was damit gemeint ist. Acht Personen werden dort namentlich mit Rolle aufgeführt, darunter zwei Paare mit demselben Nachnamen in der Geschäftsleitung: Corinne Stahel (Administration, Personalverantwortliche) und Stefan Stahel (Beratung und Verkauf) sowie Peter Hug und Monica Hug, beide für Beratung und Planung genannt. Dazu kommen Lukas Rüedi und Peter Küng in der Projektleitung für Planung beziehungsweise Ausführung sowie die Solarinstallateure Nenad Janachkovski und Gustavo Piedras. Ein Handelsregistereintrag, den der Registeraggregator Northdata verzeichnet, datiert die Eintragung der Solarsys GmbH auf den 23. Oktober 2012, was der vagen Selbstbeschreibung "langjährig" eine konkrete Zahl gibt, die die eigene Website an keiner Stelle nennt. Das deckt sich mit dem Eindruck eines eingespielten Kleinbetriebs statt einer erst kürzlich gegründeten Firma, ohne dass die Website selbst diesen Zeitraum irgendwo beziffert.

Die Firma ist erst kürzlich umgezogen: Ein eigener Blogbeitrag vom 4. September 2026 kündigt den Bezug der neuen Räumlichkeiten an der Gewerbestrasse 1 in Hombrechtikon an, und der Handelsregistereintrag führt diese Adresse bereits. Das eigentliche Impressum der Website nennt dagegen noch die alte Adresse an der Feldbachstrasse, offensichtlich seit dem Umzug nicht mehr aktualisiert, ein Fehler, der sich nach der Ankündigung im eigenen Blog leicht erklären lässt, statt auf einen sonst unerklärten Widerspruch zwischen zwei Firmenadressen hinzudeuten.

Was auf den Referenzfotos zu sehen ist

Anders als viele Mitbewerber zeigt Solarsys auf einer eigenen Seite eine lange Reihe benannter, bebilderter Projekte statt allgemeiner Werbetexte. Auf dem neuen Gemeindehaus der eigenen Standortgemeinde Hombrechtikon realisierte die Firma nach eigenen Angaben eine Anlage mit mehr als 115 kWp Leistung. Ein "Generationenhaus" am Rosenberg in Rüti ZH, mit Blick auf die Glarner Alpen und nach eigener Beschreibung aus regionalen, chemiearmen Baustoffen wie Mondholz und Kalksteinschotter errichtet, erhielt eine Anlage mit 165 Photovoltaik-Modulen, eine Erdsondenheizung und einen Batteriespeicher. Auf einem frisch sanierten Kindergartendach realisierte Solarsys eine Anlage mit 20 kWp, auf einem Bauernhof eine mit 107 kWp. Ein besonders steiles Dach wurde nach eigener Beschreibung trotzdem mit 20 kWp auf 90 Quadratmetern bestückt. Ein Nachbarschaftsprojekt mit 248 Quadratmetern Modulfläche sowie ein Dach, dessen Statik keine Standardmontage zuliess und das deshalb eine eigens angefertigte Unterkonstruktion für 40 Module mit einer Gesamtleistung von 17.2 kWp erhielt, runden die Galerie ab. Diese Bandbreite an realen, unterschiedlich schwierigen Dächern liest sich glaubwürdiger als eine reine Leistungsbeschreibung.

Das Kerngeschäft deckt Photovoltaik, Energiespeicherlösungen, Energiemanagement, Ladestationen für die E-Mobilität und Wärmepumpen ab. Eine der gezeigten Referenzen beschreibt einen Heizungsersatz weg vom Heizöl hin zur Erdwärme, was zeigt, dass die Firma nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei der Umstellung bestehender Gebäude tätig ist. Bei den verbauten Komponenten verweist Solarsys auf eine Partnerschaft mit, wie sie es nennt, renommierten System- und Komponentenherstellern, ohne diese beim Namen zu nennen, ein Punkt, an dem die eigene Aussage vage bleibt.

Die einzelnen Angebotsseiten liefern dafür an anderer Stelle konkretere Details. Beim Energiemanagement beschreibt Solarsys eine Visualisierungs-App, über die sich der Stromfluss zu Warmwasserspeicher, Wärmepumpe und Elektrofahrzeug steuern lässt, und ein System, das bei einer Kombination aus Photovoltaik und Batteriespeicher zwischen Netzbezug und Eigenverbrauch priorisiert, um die Batterie zu schonen. Bei Ladestationen für die E-Mobilität nennt die Firma ein Lade- und Lastmanagement, das auch in Tiefgaragen ein sicheres, gleichzeitiges Laden mehrerer Fahrzeuge ermöglichen soll. Batteriespeicher beschreibt Solarsys als modular erweiterbar, auf Wunsch inklusive Notstromfunktion bei einem Stromausfall. Bei Wärmepumpen, die Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser beziehen können, verweist die Firma auf finanzielle Beiträge des Kantons Zürich für den Umstieg von fossilen Heizsystemen, ohne eine Summe zu nennen.

Wartung, Reinigung und eine Drohne für die Ferndiagnose

Neben Planung und Installation führt Solarsys zwei spezialisierte Dienstleistungen, die auf der eigenen Website recht detailliert beschrieben sind. Die Wartung und Reinigung richtet sich ausdrücklich auch an extensiv begrünte Flachdachanlagen, bei denen laut eigener Aussage jährlich die Rückhaltesysteme geprüft und invasive Pflanzen vor dem Versamen entfernt werden müssen, dazu kommen die Prüfung der elektrischen Installation und sämtlicher Sicherheitseinrichtungen wie Überspannungsableiter. Eine regelmässige Modulreinigung kann den Energieertrag einer Anlage laut Solarsys um bis zu 20 % steigern, ein Wert, der sich je nach Standort und Verschmutzungsgrad des Dachs unterscheiden dürfte, auf der Website aber nicht weiter differenziert wird. Für die Zustandskontrolle bestehender Anlagen setzt die Firma zudem Drohnen mit Wärmebildkameras ein, mit denen sich Hotspots, defekte Zellen oder fehlerhafte Verkabelung aus der Luft aufspüren lassen sollen, ohne dass ein Gerüst oder eine Leiter nötig wird, und ohne die Anlage für die Inspektion vom Netz nehmen zu müssen.

Was offen bleibt

Konkrete Preise, Förderbeträge oder Amortisationszeiten nennt die Website an keiner Stelle. Wer eine erste Einschätzung möchte, kann laut eigener Aussage eine unverbindliche Grobeinschätzung anfragen, ob diese kostenlos ist, sagt die Seite nicht. Die Firma ist zudem, laut einem eigenen Blogbeitrag vom 24. April 2024, Mitglied bei Swissolar. Der Verband selbst beschreibt sich in demselben Beitrag als Vertretung von rund 800 Mitgliedbetrieben und rund 7'000 Arbeitsplätzen gegenüber Politik und Behörden, was die Mitgliedschaft zu mehr macht als einem blossen Logo auf der Startseite. Daneben verlinkt Solarsys auf Pronovo als Zertifizierungsstelle des Bundes und auf Energie Franken zur Suche nach Förderprogrammen, ohne selbst eine eigene Aussage zu treffen, ob und in welcher Höhe eine bestimmte Förderung im Einzelfall greift.

Für wen sich Solarsys eignet: Wer im Zürcher Oberland einen Familienbetrieb mit einem klar benannten, mehrköpfigen Team sucht und sich lieber an realen Referenzprojekten orientiert als an Marketingversprechen, findet hier eine ungewöhnlich transparente Projektgalerie, gerade für schwierige Dächer oder Sanierungsfälle wie den Umstieg von einer Ölheizung auf Erdwärme. Wer eine bestehende Anlage besitzt und nur eine Wartung, eine Reinigung oder eine Thermografie-Kontrolle sucht, muss dafür nicht zwingend die Firma wechseln, die selbst die Photovoltaikanlage installiert hat. Wer dagegen schon vor dem ersten Gespräch eine Hausnummer zu Kosten oder Förderung braucht, muss diese telefonisch oder über das Kontaktformular erfragen, denn die Website liefert sie nicht von sich aus, und wer eine Ladestation für ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage plant, findet immerhin die Zusicherung, dass mehrere Fahrzeuge gleichzeitig sicher laden können, ohne dass dafür konkrete technische Kennzahlen wie Ladeleistung oder die Anzahl der jeweils gleichzeitig nutzbaren einzelnen Ladepunkte genannt werden.

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