SoloSolar GmbH
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SoloSolar beschreibt sich selbst als kleines Familienunternehmen aus Wallisellen im Kanton Zürich, das 2008 von Andrew Knuth gegründet wurde. Eine Bildunterschrift auf der eigenen Website zeigt "Sven, Eric & Andrew Knuth bei der Überprüfung einer Solaranlage", ein Hinweis darauf, dass mittlerweile mehrere Familienmitglieder im Betrieb aktiv sind, auch wenn die genaue Rollenverteilung zwischen ihnen auf der Website nicht ausformuliert wird. Die Firma versteht sich laut eigener Aussage als Spezialist für hochwertige Solaranlagen, der die komplette Projektabwicklung inklusive aller administrativen Aufgaben übernimmt, in Zusammenarbeit mit ausgewählten Lieferanten und Montage-Spezialisten.
Planung per Drohne statt Handaufmass
Was SoloSolar von vielen anderen Anbietern in dieser Liste unterscheidet, ist die Art der Planung. Im ersten Schritt prüft die Firma kostenlos die Eignung des Objekts und analysiert den Energiebedarf, erstellt dabei aber laut eigener Beschreibung mit Drohnenaufnahmen und moderner Photogrammetrie ein präzises 3D-Modell des Dachs, statt sich auf ein einfaches Aufmass vor Ort zu verlassen. Im zweiten Schritt folgt eine transparente, detaillierte Offerte mit allen Produkten und Leistungen, bei der SoloSolar zusätzlich Förderbeiträge, Einspeisevergütungen und die nötigen Bewilligungen für die Kundschaft abklärt. Im dritten Schritt übernimmt die Firma die komplette Umsetzung, von der Bestellung aller Komponenten über die Koordination der Montage bis zur Inbetriebnahme, wobei ein persönlicher Projektleiter während des gesamten Projekts als fester Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Vorwiegend deutsche Module mit langer Garantie
Für einen Grossteil ihrer Projekte setzt SoloSolar laut eigener Aussage auf Solarmodule der deutschen Firma AxSun. Die Module sind bifazial aufgebaut, erzeugen also Strom über Vorder- und Rückseite für einen höheren Ertrag, und verfügen über eine Glas-Glas-Konstruktion, die sie laut Website besonders stabil und widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen wie Hagel macht. Dazu kommt ein laut eigener Beschreibung optimiertes Verhalten bei diffusem, schwachem Licht sowie eine Garantie von 30 Jahren auf die Module. Neben AxSun führt SoloSolar auch Module der Marke Aiko, darunter die neueren Aiko-Neostar-2P-Module mit 470 Watt Leistung und einem von der Firma genannten Wirkungsgrad von 23.6 %, die laut eigener Aussage den marktüblichen Standard deutlich übertreffen.
Ein durchdachtes Sortiment über die Module hinaus
Neben Photovoltaikmodulen bietet SoloSolar Wechselrichter von Huawei und Sigenergy, Speicherlösungen wie das Huawei-System LUNA2000, das E3DC Hauskraftwerk und den Sigenergy SigenStor, eine 5-in-1-Lösung, die Wechselrichter, Batteriespeicher und eine Gleichstrom-Autoladestation in einem einzigen Gerät kombiniert. Bei den Montagesystemen setzt die Firma je nach Dachtyp auf Novotegra für Schrägdächer, Sun Ballast für Flachdächer sowie 3S Solar und Solrif für dachintegrierte Lösungen. Ergänzt wird das Sortiment durch eine Huawei-Ladestation fürs Elektroauto und Schneefang-Systeme für Photovoltaikanlagen, die im Winter ein unkontrolliertes Abrutschen von Schnee verhindern sollen.
Eine Firma, die sich mit der Regulierung beschäftigt
SoloSolar veröffentlicht auf der eigenen Website mehrere Fachbeiträge zu aktuellen regulatorischen Entwicklungen, was zumindest darauf hindeutet, dass sich die Firma aktiv mit der Marktlage auseinandersetzt. Ein Beitrag erklärt den virtuellen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV), mit dem selbst produzierter Solarstrom künftig auch zwischen Liegenschaften auf unterschiedlichen Grundstücken gemeinsam genutzt werden kann. Ein weiterer Beitrag ordnet die vom Bundesrat beschlossenen neuen Vergütungsregelungen für Photovoltaikanlagen ab 2026 ein, insbesondere die Einführung von Minimalvergütungen, und ein dritter beschreibt, dass China ab dem 1. April 2026 die bisherigen Mehrwertsteuer-Rückvergütungen auf Photovoltaik-Exporte vollständig abschafft, was sich laut SoloSolar auf die Preise von Photovoltaik-Komponenten weltweit auswirken dürfte. Zu einer bereits abgelaufenen Aktion zwischen dem 1. Februar 2025 und dem 31. März 2025 hatte SoloSolar zudem angekündigt, die Differenz zu den ab dem 1. April 2025 gesunkenen staatlichen Förderbeiträgen für Anlagen bis 30 kWp selbst zu übernehmen, ein Beleg dafür, dass die Firma auf gesetzliche Änderungen mit eigenen, zeitlich begrenzten Angeboten reagiert, auch wenn diese konkrete Aktion zum Zeitpunkt der Recherche bereits beendet war.
Was ein modernes Speichersystem heute leisten soll
Am Beispiel des Sigenergy SigenStor zeigt SoloSolar, wie stark sich Speichertechnik in den letzten Jahren verändert hat. Statt Wechselrichter, Batteriespeicher und Ladestation als drei separate Geräte von drei verschiedenen Herstellern zu verbauen und aufeinander abzustimmen, bündelt das Gerät laut eigener Beschreibung alle drei Funktionen in einem einzigen Gehäuse. Das reduziert die Zahl der Schnittstellen, an denen im Alltag etwas schiefgehen kann, und vereinfacht zumindest theoretisch auch die spätere Wartung, weil nur noch ein Hersteller statt mehrerer im Spiel ist. Für Kundinnen und Kunden, die ohnehin ein Elektroauto besitzen oder sich in absehbarer Zeit eines anschaffen wollen, ist die integrierte Gleichstrom-Ladefunktion ein Argument, das eine nachträgliche Aufrüstung mit einer separaten Ladestation überflüssig machen kann.
Warum die eigenen News-Beiträge mehr als Marketing sind
Anders als viele Solarfirmen, deren News-Bereich hauptsächlich aus eigenen Referenzprojekten besteht, schreibt SoloSolar auch über Entwicklungen, die das eigene Geschäft direkt betreffen, aber nicht direkt bewirbt. Der Beitrag zu den chinesischen Exportsteuern etwa erklärt der Leserschaft, warum Modulpreise sich in absehbarer Zeit verändern könnten, ohne dass SoloSolar davon selbst unmittelbar profitiert. Das deutet darauf hin, dass die Firma ihre Kundschaft auch über Zusammenhänge informieren will, die den Kaufzeitpunkt einer Anlage beeinflussen können, etwa die Frage, ob es sich lohnt, eine Bestellung vorzuziehen, bevor sich globale Lieferketten und Preise durch neue Regulierung verändern.
Für wen sich SoloSolar eignet
SoloSolar eignet sich für Eigentümerinnen und Eigentümer im Kanton Zürich, die eine besonders präzise, drohnengestützte Dachanalyse zu schätzen wissen und Wert auf eine lange, konkret genannte Modulgarantie legen. Wer speziell an einer Kombilösung aus Speicher und Autoladestation interessiert ist, findet mit dem Sigenergy SigenStor ein Produkt, das mehrere Funktionen in einem Gerät bündelt, statt separate Komponenten verschiedener Hersteller zusammenzustellen. Wer dagegen eine Anlage weit ausserhalb des Kantons Zürich plant, sollte klären, ob SoloSolar dort ebenfalls tätig wird, da sich die Website inhaltlich auf den Kanton Zürich konzentriert.
Fazit
SoloSolar ist ein 2008 von Andrew Knuth gegründeter Familienbetrieb aus Wallisellen, der sich mit Drohnenaufnahmen und Photogrammetrie für die Anlagenplanung sowie mit überwiegend deutschen, bifazialen AxSun-Modulen mit 30 Jahren Garantie von vielen Mitbewerbern abhebt. Das Sortiment reicht von Aiko- und AxSun-Modulen über Huawei- und Sigenergy-Speicherlösungen bis zu passenden Montagesystemen für praktisch jeden nur denkbaren gängigen Dachtyp im ganzen Kanton Zürich, ergänzt durch eine sichtbare inhaltliche Auseinandersetzung mit aktuellen regulatorischen Änderungen wie dem vZEV und den ab 2026 geltenden Vergütungsregeln. Für Interessentinnen und Interessenten im Kanton Zürich ist das insgesamt ein technisch differenziertes, gut dokumentiertes Angebot mit einem klaren Alleinstellungsmerkmal bei der Planungsmethode.