Greencover AG

Tiefrietstrasse 2, 7320 Sargans

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Greencover AG nennt auf der eigenen Website 13 Gemeinden, in denen die Firma aktiv ist: Sargans, Bad Ragaz, Mels, Landquart, Chur, Zizers, Untervaz, Wangs, Pfäfers, Vättis, Vilters, Maienfeld und Fläsch. Das ist eine ungewöhnlich konkrete Liste für einen regionalen Betrieb, und sie passt zum Kerngeschäft: Greencover kombiniert klassisches Dachdeckerhandwerk mit Photovoltaik, Wärmepumpen und Energieberatung als eine Firma, nicht als vier separate Anbieter unter einem Dach.

Vom Dach zur Energieanlage, eine Firma

Die eigene Struktur gliedert sich in zwei grosse Bereiche. Unter Gebäudehüllen führt Greencover Dachsanierung, hinterlüftete Fassaden, Spenglerei, Wartungsservice, Blitzschutz, Dachfenster und Sicherheitssysteme. Unter Energie stehen Wärmepumpen, Photovoltaik und Energieberatung. Die Firma selbst beschreibt das Prinzip so: Dachdecker, Spengler, Photovoltaik-Techniker und zertifizierte Energieberater arbeiten im selben Betrieb zusammen, damit Kundinnen und Kunden nicht mehrere Firmen koordinieren müssen. Wer ohnehin ein Dach sanieren lässt, kann die Photovoltaikanlage oder die Wärmepumpe also im selben Auftrag mitplanen lassen, statt zwei Baustellen zeitlich abstimmen zu müssen.

Photovoltaik: Zahlen statt nur Werbeversprechen

Auf der eigenen Photovoltaik-Seite nennt Greencover konkrete Grössenordnungen. Eine Anlage koste je nach Grösse zwischen CHF 15'000 und CHF 35'000, wobei die Firma auf die Einmalvergütung des Bundes, kantonale Beiträge aus St. Gallen und Graubünden sowie mögliche Steuerabzüge verweist. Ohne Speicher fliesse oft ein Grossteil des selbst produzierten Stroms ungenutzt ins Netz, mit dem passenden Speicher, einer Wallbox oder der Kombination mit einer Wärmepumpe lasse sich der Eigenverbrauch nach eigener Angabe von rund 25 auf bis zu 75 Prozent steigern. Zur Amortisation schreibt Greencover im eigenen FAQ, dass sie je nach Anlagengrösse, Fördergeldern und Stromverbrauch zwischen 8 und 12 Jahren liege (im Original als "acht und zwölf Jahre" ausgeschrieben), und dass die Umsetzung vom Erstkontakt bis zur Inbetriebnahme in der Regel 2 bis 3 Monate dauere (im Original "zwei bis drei Monate"), wobei die eigentliche Installation nur wenige Tage in Anspruch nehme.

Als Beispiele für abgeschlossene Photovoltaikprojekte zeigt die Seite unter anderem ein Objekt an der Bahnhofstrasse 23_25 in Wangs aus dem Jahr 2025 und eines an der Löwenstrasse 6 in Bad Ragaz aus dem Jahr 2022. Die separate Referenzenseite bestätigt für die Bahnhofstrasse 23_25 unabhängig davon ebenfalls den Standort Wangs, ordnet den einzelnen Projekten dort allerdings keine Gewerke zu, sodass sich aus dieser zweiten Liste nicht ablesen lässt, welche der zahlreichen weiteren Referenzen Photovoltaik statt Dach- oder Wärmepumpenarbeiten betreffen.

Die separate Referenzenseite listet weit mehr Projekte, als die Photovoltaik-Unterseite zeigt, allerdings ohne Gewerkezuordnung im reinen Text: eine Heizungssanierung in 2 Mehrfamilienhäusern in Domat/Ems, ein Objekt an der Rheinstrasse 29-37 in Sargans, der Föhrenwaldpark Haus A bis E in Bad Ragaz sowie die Wohnüberbauung Giessenpark an der Giessenstrasse 1-6, ebenfalls Bad Ragaz, dazu zahlreiche kleinere Objekte bis hin zum Ersatz einzelner Elektroboiler durch Wärmepumpenboiler in Sargans und Flumserberg. Die Seite selbst filtert nach Dächer und Spengler, Energieberatung, Wärmepumpen, Fassaden, PV-Anlagen und Sicherheitssysteme gegen Absturz, was zeigt, dass Photovoltaik nur eine von 6 Sparten ist, in denen Greencover tatsächlich referenzierbare Projekte vorweisen kann.

Auf dem eigenen Instagram-Kanal, den die Website einbindet, dokumentiert Greencover auch praktische Details abseits der reinen Verkaufsseiten: einen 3-tägigen Krankurs der Kategorie A samt Kranprüfung für Mitarbeitende, eine Erwähnung im SRF-Beitrag über Hitzeschutz bei Gebäuden, bei dem ein Mitarbeiter während einer Dachsanierung gezeigt wird, sowie einen Post, der die 4 auf der Über-uns-Seite gelisteten Lernenden Niels Fritschi, Mustafa Mahselizada, Lars Rölli und Nevio Hofer namentlich als gemeinsam gestartete neue Lehrlinge begrüsst. Das bestätigt das Bild eines Betriebs, der sichtbar in eigenes Personal und eigene Ausrüstung investiert, statt Aufträge nur zu vermitteln.

Wärmepumpen: konkrete Sparbeträge

Auch bei den Wärmepumpen bleibt Greencover nicht bei allgemeinen Nachhaltigkeitsversprechen stehen. Die Website beziffert die durchschnittliche Einsparung gegenüber Öl oder Gas mit CHF 2'000 bis 3'000 pro Jahr, nennt eine mögliche kantonale Förderung von bis zu CHF 10'000 aus St. Gallen oder Graubünden und behauptet, jede zweite Heizung in der Ostschweiz sei älter als 20 Jahre. Wärmepumpen seien laut eigener Aussage 3 bis 5 Mal effizienter als Öl- oder Gasheizungen und könnten die Heizkosten um bis zu 50 Prozent senken.

Ein 28-köpfiges Team aus mehreren Gewerken

Die Über-uns-Seite von Greencover nennt namentlich 28 Personen, deutlich mehr, als man bei einem Sarganser Regionalbetrieb erwarten würde. Geschäftsführer ist Christoph Sprecher, eidgenössisch diplomierter Dachdeckermeister. Fridolin Sprecher, vermutlich ein Familienmitglied angesichts des gemeinsamen Nachnamens, verantwortet Beratung, Verkauf und Projektleitung im Bereich Photovoltaik und trägt gleich mehrere Qualifikationen: Energieberater NDS HF, Elektromonteur, CAS Eigenverbrauchsoptimierung und GEAK-Experte. Weitere Bereichsleiter sind Dario Schär für den Service, Benjamin Zäch für die Energieberatung, eidg. dipl. Techniker HF Energie und Umwelt mit CAS Bauphysik, Simon Bärtsch für die Wärmepumpen und Willi Bühler, eidg. dipl. Bauführer, für die Dächer. Bei der Photovoltaik führen Kaan Sahin als Projektleiter und Susanna Patt als Sachbearbeiterin, unterstützt von Dario Willi und Ursin Gstöhl als Energieberater, letzterer mit einem MSc in Umweltnaturwissenschaften der ETH Zürich, beide zusätzlich GEAK-Experten. Der übrige Teil des Teams, von Dachdeckern über Spengler bis zu Hilfskräften, ist ebenfalls einzeln aufgeführt, darunter 4 Lernende: 2 angehende Dachdecker EFZ, ein Solarmonteur EBA und ein Spengler EBA in Ausbildung. Eine Gesamtzahl der Mitarbeitenden nennt die Website an keiner Stelle in Worten, die 28 ergeben sich ausschliesslich aus dem Auszählen der einzeln vorgestellten Personen.

Kundenstimmen mit Ortsangabe

Auf der Photovoltaik-Seite zeigt Greencover 4 kurze Kundenbewertungen mit Initialen und Wohnort: E. K. aus Pfäfers lobt einen Rundumservice aus Dachsanierung mit Isolation, Wärmepumpen-Einbau und Solaranlage, I. N. aus Sargans erwähnt Dachreparaturen, ein Oberlichtfenster sowie eine Energieberatung mit anschliessender Photovoltaikinstallation, L. R. aus Buchs beschreibt eine Dachsanierung samt PV-Anlage in Rekordzeit, und P. E. aus Maienfeld schildert eine Dachsanierung mit gleichzeitiger Photovoltaikmontage auf Dach und Fassade.

Was fehlt

Eine Firmengeschichte mit Gründungsjahr veröffentlicht Greencover an keiner auffindbaren Stelle, ebenso wenig eine Gesamtzahl realisierter Photovoltaikanlagen oder eine kumulierte installierte Leistung. Für einzelne Referenzprojekte fehlen durchgehend Leistungsangaben in kWp, anders als bei manchen spezialisierten Solarfirmen der Region.

Für wen sich Greencover eignet

Greencover passt am besten zu Eigentümerinnen und Eigentümern im Sarganserland, die ohnehin eine Dachsanierung planen oder ein Dach ersetzen müssen und die Photovoltaik gleich in denselben Auftrag integrieren wollen, dazu zu allen, die eine Wärmepumpe und eine Solaranlage kombiniert von einem einzigen Ansprechpartner geplant haben möchten. Wer ausserhalb der 13 genannten Gemeinden wohnt oder eine reine Photovoltaikfirma mit veröffentlichten kWp-Zahlen zu jedem Referenzprojekt sucht, findet bei einem spezialisierten Anbieter mehr Vergleichsdaten als bei diesem breiter aufgestellten Handwerksbetrieb.

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