Kobler Energie AG
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Bei Kobler Energie AG hat die Photovoltaik einen eigenen Chef: Sebastian Jud trägt auf der Website den Titel "Leiter Photovoltaik" und steht damit gleichberechtigt neben Daniel Büsser als "Leiter Elektro" und Samuel Haefelin als "Leiter Heizungen & Sanitär". Das ist bei einem Handwerksbetrieb dieser Grösse keine Selbstverständlichkeit: Viele Elektro- und Haustechnikfirmen der Region führen Photovoltaik als Nebenprodukt einer einzelnen Abteilung. Kobler Energie beschreibt sich selbst als "modernen, innovativen KMU Betrieb mit 61 gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitenden im St. Galler Rheintal" und benennt seine Kernkompetenzen ausdrücklich als Elektroinstallationen, Photovoltaikanlagen, Heizungs- und Sanitärinstallationen sowie das Lademanagement für Elektroautos und Hausspeicher.
Vom Übernahmegeschäft zur Kobler Energie AG
Die Firmengeschichte auf der eigenen Seite ist kurz, aber konkret datiert: 2013 übernahm Andreas Kobler die Gschwend Energie AG in Oberriet. Mitte 2015 wurde daraus die heutige Kobler Energie AG. Die Seite beschreibt diesen Schritt als Anpassung der Organisationsstruktur an das anhaltende Wachstum, verbunden mit einer erweiterten Geschäftsleitung, und formuliert das Ziel so: "So ist sichergestellt, dass Ihr Anliegen in kompetenten Händen liegt und Sie umfassend beraten werden." Andreas Kobler selbst führt die Firma laut Team-Seite heute als Geschäftsinhaber, mit Fabian Gschwend als Standortleiter am zweiten Standort Eichberg, dessen Nachname auf die Vorgängerfirma Gschwend Energie AG verweist, ohne dass die Seite die beiden Namen ausdrücklich verknüpft. Was aus der ursprünglichen Gschwend Energie AG operativ übernommen wurde und was seit der Übernahme neu aufgebaut ist, sagt die Website nicht; sie beschreibt nur den Rechtsformwechsel und das anschliessende Wachstum. Zur eigenen Belegschaft schreibt die Firma zudem: "Diese Ziele sind ohne unsere grossartigen Mitarbeiter nicht möglich. Wir schätzen jeden einzelnen und fördern sie in ihren Stärken."
Eine zentrale Steuerung für 4 Verbraucher
Der eigentliche technische Kern des Angebots ist die zentrale, intelligente Vernetzung aller Systeme. Kobler Energie beschreibt auf der eigenen Seite, wie überschüssig produzierter Solarstrom gezielt verteilt wird: an die Warmwassererzeugung, an die Ladung des Elektroautos, an den Betrieb der Wärmepumpe beziehungsweise Heizung, oder an die Ladung eines Batteriespeichers. Die Steuerung soll laut eigener Beschreibung vollständig autonom laufen und sich einfach und intuitiv per Smartphone bedienen lassen, mit dem gesamten Energiefluss übersichtlich in einer App oder am Computer dargestellt. Mit diesem Optimierungssystem und einem Batteriespeicher lasse sich der Eigenverbrauchsanteil der Sonnenenergie laut Website auf bis zu 80 Prozent steigern.
Eine weitere, bemerkenswerte Aussage: "Wir haben selbst Anlagen im Betrieb, welche von Frühling bis Herbst autark sind", also ganz ohne Strombezug aus dem öffentlichen Netz auskommen. Wichtig für die Einordnung: Die Website spricht hier ausdrücklich von eigenen Anlagen der Firma, nicht von einer pauschalen Garantie für jede Kundenanlage. Wer selbst eine autarke Lösung anstrebt, sollte das als Beleg für das technische Können des Betriebs lesen, nicht als automatische Zusage für die eigene Liegenschaft.
3 Standorte im Rheintal und in Liechtenstein
Kobler Energie AG ist an 3 Adressen präsent: der Hauptsitz an der Staatsstrasse 5 in Oberriet, eine Filiale an der Eichbergstrasse 16 in Eichberg unter Leitung von Fabian Gschwend, und ein dritter Standort an der Industriestrasse 4 in Bendern im Fürstentum Liechtenstein, der über eine eigene Landesdomain koblerenergie.li erreichbar ist und damit gezielt den liechtensteinischen Markt bedient. Jeder der 3 Standorte führt auf der Kontaktseite eine eigene Telefonnummer und, im Fall von Eichberg und Bendern, eine eigene Mailadresse, statt nur eine zentrale Nummer für den ganzen Betrieb zu nennen. Die Öffnungszeiten sind auf der Website mit Montag bis Freitag, 07:15 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr angegeben, dazu eine separate Notfallnummer für dringende Fälle ausserhalb der Bürozeiten. Für die erste Kontaktaufnahme wirbt die Firma mit einem einfachen Versprechen: "Sie erreichen uns telefonisch, per Mail oder über das Kontaktformular. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen!"
Nachhaltigkeit als erklärte Firmenphilosophie
Die Seite beschreibt Nachhaltigkeit als Grundlage der eigenen Firmenphilosophie und ordnet sich selbst eine "Vorreiterrolle in unserer Region" bei Themen wie Klimawandel, Ökologie und erneuerbaren Energien zu. Konkret heisst das laut eigener Aussage: eine Spezialisierung auf Photovoltaik, Energiespeicher, Elektroautoladung sowie Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien wie Wärmepumpen und Holzheizungen, umgesetzt in Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnerfirmen. Das deckt sich mit der auf der Team-Seite sichtbaren Struktur aus dedizierten Fachbereichsleitern für genau diese Themen.
Mehr als Solarstrom: die volle Fachgebietsliste
Die Navigation der Website listet die Fachgebiete einzeln auf: Elektro, Gebäudeautomation, Telefonie, Photovoltaik, Heizungen, Lüftungsanlagen, Sanitär, Batteriespeicher und E-Auto-Ladestationen. Photovoltaik ist damit eines von 9 genannten Fachgebieten, eingebettet in eine klassische Elektro- und Haustechnikfirma, nicht ein reiner Solarbetrieb, der sein Angebot nachträglich um Elektroarbeiten erweitert hätte. Die Website bietet ausserdem eigene Seiten für offene Stellen und für den Einstieg über eine Lehre, mit einer eigenen Rubrik "Lehre starten" direkt auf der Startseite, was auf eine aktive Ausbildungstätigkeit neben dem Tagesgeschäft hindeutet, auch wenn die Seite keine Zahl zu aktuell laufenden Lehrverhältnissen nennt.
Was die Website nicht verrät
Zu einem Startpreis für eine Photovoltaikanlage, zu einer typischen Anlagengrösse in Kilowattpeak, zu Garantiebedingungen oder zu einer konkreten Amortisationszeit äussert sich die gelesene Startseite nicht. Auch eine Gesamtzahl bislang realisierter Photovoltaikprojekte wird nicht genannt, ebenso wenig ein Markenname für die verbauten Module, Wechselrichter oder Batteriespeicher. Wer diese Angaben braucht, muss über das Kontaktformular oder telefonisch bei Sebastian Jud als zuständigem Leiter Photovoltaik nachfragen.
Für wen sich Kobler Energie eignet
Kobler Energie AG passt am besten zu Haushalten und Betrieben im St. Galler Rheintal und im angrenzenden Liechtenstein, die eine Photovoltaikanlage nicht als isoliertes Bauteil wollen, sondern als Teil eines Systems, das Warmwasser, E-Auto-Ladung, Wärmepumpe und Batteriespeicher über eine gemeinsame, smartphonebedienbare Steuerung verbindet. Wer Wert auf einen benannten Fachverantwortlichen für Photovoltaik statt eines Generalisten legt, findet mit Sebastian Jud eine konkrete Ansprechperson statt eines anonymen Beratungsteams. Für alle, die zuerst eine autarke, netzunabhängige Lösung anstreben, liefert die Website mit der Aussage zu eigenen, saisonal autarken Anlagen einen Hinweis auf vorhandenes Know-how, aber keine Garantie für die eigene Situation. Wer dagegen eine Firma mit einer langen, öffentlich dokumentierten Vorgeschichte vor 2013 sucht, findet auf der gelesenen Seite nur den kurzen Hinweis auf die Übernahme der Gschwend Energie AG, ohne weitere Details zu deren eigener Gründungsgeschichte. Und wer eine Firma sucht, die Photovoltaik als einzelnes Kerngeschäft betreibt statt als eines von mehreren Standbeinen neben Elektro, Heizung und Sanitär, bekommt bei Kobler Energie eher das Gegenteil: einen breit aufgestellten Haustechnikbetrieb, bei dem die Photovoltaik einen eigenen, klar benannten Fachbereichsleiter hat, aber organisatorisch neben Elektroinstallationen und Heizungsbau steht statt allein im Zentrum.