Landolt Gebäudetechnik AG

Am Linthli 22, 8752 Näfels GL (Hauptsitz), Zweigniederlassung in Schänis und Amden, St. Gallen · seit 1973

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Wenige Solaranbieter in dieser Liste können auf eine so lange Firmengeschichte zurückblicken wie casa-technica.ch. Die eigene Firmen-Steckbrief-Seite nennt als "Gründungsjahr" 1973, damals noch als "Hans Landolt AG". 2001 folgte die "Umwandlung zur Landolt Gebäudetechnik AG", 2012 der "Neue Markenauftritt casa-technica.ch®", unter dem die Firma bis heute auftritt. Geführt wird das Unternehmen laut eigener Aussage "in Familienbesitz" von Priska Trümpi-Landolt, mit einer Belegschaft, die derselbe Steckbrief mit "Personal 45" angibt, Stand April 2026, ausdrücklich als Gesamtzahl und nicht als Auszählung von Porträtfotos auf einer Team-Seite.

Zwei Standorte, zwei Kantone

Der Hauptsitz liegt an der Adresse Am Linthli 22 in Näfels, im Kanton Glarus. Eine Zweigniederlassung deckt laut Website die Ortschaften Schänis und Amden im Kanton St. Gallen ab. Für dringende Fälle nennt die Firma zusätzlich eine separate, eigens dafür eingerichtete 24-Stunden-Pikettnummer, getrennt von der regulären Geschäftsnummer, was auf einen aktiven Notdienst ausserhalb der normalen Bürozeiten hindeutet.

Photovoltaik als Teil eines grösseren Gebäudehüllen-Katalogs

Casa-technica führt Photovoltaik in der eigenen Navigation als eine von mehreren Positionen unter der Rubrik "Gebäudehülle", gleichrangig neben Dach, Fassade, Spenglerei und Gebäudesanierung. Die Firma erklärt die Technik auf ihrer Photovoltaik-Seite recht grundlegend: "Die Photovoltaikanlage wandelt umweltfreundliche Sonnenenergie in Strom um", der "durch den Anschlusskasten in den Wechselrichter" fliesst und am Ende "über den Einspeisezähler" ins öffentliche Netz gelangt. Die Anlagengrösse werde "in KW/Peak (KW/p) beschrieben". Zum Leistungsumfang zählt eine "betriebsbereite Anlage von A bis Z", inklusive sämtlicher "Administrationsarbeiten für die staatlichen Förderprogramme" und der Baueingabe bei der zuständigen Behörde. Zu Batteriespeichern, Ladestationen für Elektrofahrzeuge oder konkreten kWp-Grössen realisierter Projekte macht die Seite dagegen keine Angaben.

Was neben Photovoltaik noch dazugehört

Der grössere Teil des Geschäfts liegt sichtbar nicht bei Photovoltaik, sondern bei den klassischen Gebäudehüllen-Gewerken: Dach, Fassade, Spenglerei und Gebäudesanierung, ergänzt durch die Vermietung von Kran- und Teleskopstaplern für grössere Baustellen. Daneben führt die Firma unter "Haustechnik" ein eigenes Sanitär- und Lüftungsgeschäft sowie unter "Badsanierung" die Renovation und den Umbau ganzer Badezimmer bis zum Wellness-Badumbau. Ungewöhnlich für einen Handwerksbetrieb dieser Grösse ist "bestell-dein-blech.ch", ein selbst betriebener Online-Shop, über den Kundschaft offenbar direkt Blechteile bestellen kann, statt eine individuelle Offerte einzuholen.

Vom Familienbetrieb zur Marke

Der Weg von der "Hans Landolt AG" zur heutigen "casa-technica.ch®" zeigt, wie sich ein traditionelles Handwerksunternehmen über Jahrzehnte neu positioniert hat, ohne die Eigentümerfamilie zu wechseln. Schon der Gründungsname trug 1973 die Rechtsform AG; die Umbenennung 2001 zur "Landolt Gebäudetechnik AG" ist damit eher ein Namens- als ein Rechtsformwechsel gewesen. Der Markenauftritt 2012 unter dem Namen casa-technica.ch dürfte dagegen eine bewusste Neupositionierung nach aussen gewesen sein, weg vom reinen Familiennamen und hin zu einer Marke, die sich leichter über Kantonsgrenzen hinweg vermarkten lässt, was angesichts der heutigen Zweigniederlassung im Nachbarkanton St. Gallen auch praktisch Sinn ergibt. Dass die operative Führung mit Priska Trümpi-Landolt weiterhin bei der Gründerfamilie liegt, deutet auf Kontinuität in der Firmenkultur hin, auch wenn sich der Aussenauftritt mehrfach verändert hat.

Ausbildung und Personalpolitik

Auf der Startseite sucht casa-technica aktiv Fachkräfte für mehrere Gewerke gleichzeitig: Chefmonteur Sanitär, Sanitärmonteur EFZ, Dachdecker, Polybauer, Flachdachbauer, Spengler und Spenglerpolier stehen als offene Stellen, dazu Lehrstellen für 2026 in den Berufen Dachdecker, Fassadenbauer, Abdichter und Spengler, für 2027 zusätzlich Sanitärinstallateur. Als kleinen Benefit nennt die Firma einen "Bezahlter freier Tag am Geburtstag", eine konkrete, überprüfbare Angabe zur Unternehmenskultur, auch wenn sie naturgemäss nichts über die Qualität der eigentlichen Solararbeit aussagt.

Der eigene Blech-Shop als Nebengeschäft

Neben den klassischen Gewerken betreibt casa-technica mit "bestell-dein-blech.ch" einen eigenen Online-Shop für Blechteile, mit eigener Bestellstrecke ("Hier bestellen") und eigenen allgemeinen Geschäftsbedingungen. Das ist ein für einen regionalen Handwerksbetrieb ungewöhnlicher Schritt: Statt Spenglerarbeiten ausschliesslich im eigenen Auftrag auszuführen, verkauft die Firma offenbar auch Halbzeuge oder Fertigteile direkt an Kundschaft, die selbst weiterverarbeitet. Wie gross dieser Geschäftszweig im Verhältnis zum restlichen Betrieb ist, lässt die Website offen, die Existenz einer eigenen Bestellstrecke mit eigenen AGB spricht aber für mehr als ein reines Marketing-Experiment und eher für einen etablierten Nebenkanal mit eigener Logistik.

Was zum Preis bekannt ist

Wie bei den meisten Betrieben in dieser Kategorie fehlen konkrete Preisangaben, Förderbeträge oder Amortisationsrechnungen für Photovoltaikanlagen auf der öffentlich zugänglichen Website vollständig und durchgehend. Die einzigen belastbaren Zahlen betreffen die Firma selbst: das Gründungsjahr 1973, die Rebranding-Jahre 2001 und 2012, sowie die aktuelle Personalzahl von 45. Wer eine reale Kostenschätzung für die eigene Solaranlage will, muss ein individuelles Angebot einholen; ein Rechner oder eine Preistabelle ist auf der Seite nicht vorhanden.

Wie es sich einordnet

Casa-technica ähnelt in der Grundstruktur anderen grossen Gebäudehüllen-Betrieben in dieser Kategorie: Photovoltaik ist eine Dienstleistung unter mehreren, eingebettet in ein deutlich breiteres Angebot aus Dach, Fassade und Sanitär. Der Vorteil liegt in der Bündelung, wer ohnehin eine Dachsanierung oder eine Fassadenerneuerung plant, kann die Solaranlage im selben Auftrag mitplanen lassen, mit derselben Ansprechperson für Baueingabe und Förderanträge. Der Nachteil ist der gleiche wie bei jedem Mehrspartenbetrieb: Eine reine Solarfirma, die sich ausschliesslich auf Photovoltaik, Speicher und Ladeinfrastruktur konzentriert, bringt in diesen drei Bereichen möglicherweise mehr Tiefe mit, weil sie nicht gleichzeitig Sanitärinstallationen und Badsanierungen anbietet.

Für wen sich das eignet

Am besten passt casa-technica zu Eigentümerschaften im Glarnerland und in Teilen des St. Galler Oberlands, insbesondere in Schänis und Amden, die eine Dach- oder Fassadensanierung mit Photovoltaik kombinieren wollen, oder die für ein grösseres Bauprojekt ohnehin einen Betrieb mit eigener Kran- und Staplerflotte brauchen, statt separate Anbieter für jedes einzelne Gewerk zu koordinieren. Wer ausschliesslich eine Solaranlage mit Batteriespeicher und Ladestation aus einer spezialisierten Hand sucht, findet dieses kombinierte Angebot bei casa-technica nicht, da Speicher und E-Mobilität auf der eigenen Firmenwebsite schlicht nirgends vorkommen.

Fazit

Mit einer Firmengeschichte, die bis 1973 zurückreicht, und aktuell 45 Mitarbeitenden ist casa-technica ein etablierter, familiengeführter Betrieb, der Photovoltaik konsequent als Teil der Gebäudehülle behandelt statt als eigenständiges Geschäftsfeld. Das macht die Firma vor allem für kombinierte Bauprojekte interessant, während reine Solarprojekte mit Fokus auf Speicher oder Elektromobilität hier keine passende Antwort finden. Wer im Glarnerland oder im angrenzenden St. Galler Oberland ohnehin einen langjährig etablierten Betrieb für Dach, Fassade oder Sanitär sucht und die Solaranlage gleich im selben Auftrag mitplanen will, findet in casa-technica einen Anbieter mit nachvollziehbarer, jahrzehntelanger Geschichte statt eines neu gegründeten Spezialisten ohne Referenzrahmen.

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