Femo Gebäudereinigung GmbH

Juchstr 45, 8500 Frauenfeld · seit 1986

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Wer bei FEMO eine Solaranlage bestellt, bekommt kein Angebot für Montage oder Planung, sondern Reinigung. Das ist der wichtigste Punkt vorweg: FEMO Gebäudereinigung ist ein Reinigungsinstitut, kein Solarinstallateur, und Solaranlagen-Reinigung ist eine von mehreren Sparten neben Büroreinigung, Fensterreinigung, Hauswartung und Spezialreinigung. Wer eine neue Anlage bauen lassen will, ist bei FEMO an der falschen Adresse, wer eine bestehende Anlage sauber und leistungsfähig halten will, an der richtigen. Auf dieser Liste ist das eine bewusste Ausnahme: Die meisten anderen Einträge planen, verkaufen oder montieren Solaranlagen, FEMO hält sie danach in Schuss. Beide Aufgaben ergänzen sich, sind aber nicht dasselbe Handwerk, und wer das verwechselt, ruft bei der falschen Firma an.

Seit 1986 in der Ostschweiz

Die Firma beschreibt sich selbst als professionelles Reinigungsinstitut in der Ostschweiz, aktiv seit 1986. Die eigene Über-uns-Seite präzisiert das Einzugsgebiet noch etwas: "Seit 1986 sind wir Ihr verlässlicher Reinigungspartner in der Region Ostschweiz und Winterthur." Winterthur gehört verwaltungstechnisch zum Kanton Zürich und nicht zur Ostschweiz im engeren Sinn, die Firma nennt die Stadt aber ausdrücklich als eigenes Gebiet neben der Ostschweiz, nicht als Teil davon. Als Basis dient der Standort Frauenfeld, "Dank unserem Standort in Frauenfeld sind wir flexibel und schnell vor Ort", so die Firma selbst.

Zur eigenen Erfahrung schreibt FEMO: "Mit über 35 Jahren Erfahrung in der Gebäudereinigung, Hauswartung und Gartenpflege sorgen wir zuverlässig für Sauberkeit und Wohlbefinden in Ihrem Umfeld." Vom genannten Gründungsjahr 1986 bis heute sind es allerdings 40 Jahre, "über 35" ist damit zwar nicht falsch, wirkt aber wie eine länger nicht mehr aktualisierte Rundung nach unten. Auffällig ist zudem, dass die Firma ihre Kompetenz explizit auf drei Bereiche stützt, Gebäudereinigung, Hauswartung und Gartenpflege, während die Solarreinigung selbst in diesem Dreiklang nicht ausdrücklich genannt wird, obwohl sie auf der Startseite als eigene Sparte auftaucht. Eine konkrete Mitarbeiterzahl nennt die Website an keiner Stelle in Worten, die Teamseite beschreibt die Belegschaft nur über Werte wie Effizienz, Präzision und termingerechte Ausführung, nicht über eine Kopfzahl, weshalb sich zur tatsächlichen Betriebsgrösse nichts Belastbares sagen lässt.

Wie die Solarreinigung tatsächlich funktioniert

Auf der eigenen Solarreinigungs-Seite wird das Verfahren konkret beschrieben, nicht nur beworben. Grund für die Reinigung: "Ablagerungen wie Staub, Pollen, Laub oder Vogelkot blockieren die Sonneneinstrahlung und verringern die Effizienz Ihrer PV-Anlage um bis zu 20%." Das ist eine der wenigen Zahlen, die in diesem Marktsegment überhaupt öffentlich genannt werden, auch wenn sich der Wert auf eine allgemeine Herstellerangabe und nicht auf eine konkrete FEMO-Messung bezieht.

Zur Methode selbst: "Das System verwendet entmineralisiertes Wasser, das die Fähigkeit hat, Schmutz und Verunreinigungen von Oberflächen zu lösen und abzuspülen." Das ist das sogenannte Osmose-Verfahren, bei dem das Wasser durch seine Reinheit Rückstände löst, ohne dass zusätzliche Reinigungsmittel nötig sind, und ohne Kalkflecken auf den Modulen zu hinterlassen, wie sie normales Leitungswasser beim Trocknen hinterlassen würde. Für die Reichweite auf dem Dach setzt FEMO nicht auf eine Hebebühne, sondern auf eine simple mechanische Lösung: "Unser System ermöglicht es uns, mit einer teleskopischen Stange und einer speziellen Bürste, die am Ende angebracht ist, auf Höhen zuzugreifen und diese zu reinigen." Das dürfte für die meisten Einfamilienhausdächer ausreichen und macht den Einsatz günstiger und schneller planbar als mit schwerem Gerät, für sehr hohe oder schwer zugängliche Anlagen dürfte diese Methode aber an ihre Grenzen stossen, wozu die Website selbst nichts sagt.

Als Nutzen nennt FEMO "Steigerung der Stromerträge" und "Verlängerung der Lebensdauer der Solarmodule", beides plausible Folgen einer regelmässigen Reinigung, aber ohne eine konkrete Prozentzahl zur tatsächlichen Ertragssteigerung oder eine empfohlene Reinigungsfrequenz. Auch einen Preis für die Solarreinigung veröffentlicht die Website nicht, ebenso wenig eine Angabe dazu, ob die Reinigung als Einzelauftrag oder nur im Abonnement gebucht werden kann. Auf der zugehörigen Homepage-Kachel wird die Botschaft nochmals verdichtet: "Reinigung von Solaranlagen bietet: Maximale Energie, längere Lebensdauer, höhere Rendite." Damit verspricht die Firma nicht nur einen technischen, sondern auch einen finanziellen Effekt, ohne diesen mit einer eigenen Zahl zu unterlegen; die einzige belegte Zahl bleibt der Wirkungsgradverlust durch Verschmutzung, nicht der Effekt der eigenen Reinigung selbst.

Ein Reinigungsbetrieb mit mehreren Standbeinen

Die Solaranlagen-Reinigung steht auf der Website gleichrangig neben Büroreinigungen, Hauswartungen, Fensterreinigungen und Spezialreinigungen für Unternehmen, sowie neben Unterhaltsreinigung, Fensterreinigung und Spezialreinigung für private Haushalte. Für ein Mehrfamilienhaus oder ein Gewerbeobjekt kann das praktisch sein: Dieselbe Firma, die die Fenster und den Hauseingang sauber hält, übernimmt bei Bedarf auch die Solarmodule auf dem Dach, ohne dass ein zusätzlicher Fachbetrieb koordiniert werden muss. Wer nur eine einzelne Solaranlage an einem Einfamilienhaus hat, bucht dagegen wahrscheinlich isoliert die Solarreinigung, ohne von der übrigen Angebotsbreite zu profitieren.

Was fehlt

Konkrete Preise fehlen für sämtliche Dienstleistungen, nicht nur für die Solarreinigung. Es gibt keine Fallstudie zu einer real gereinigten Anlage, keine Vorher-Nachher-Zahlen zum Ertrag und keine Angabe, wie oft eine Reinigung sinnvoll ist. Auch zur Eignung der Teleskopstangen-Methode bei höheren oder steileren Dächern äussert sich die Seite nicht.

Wer hierher passt

FEMO passt zu allen, die bereits eine Solaranlage besitzen und regelmässige Wartung statt einer Neuinstallation suchen, besonders wenn ohnehin eine andere FEMO-Dienstleistung wie Hauswartung oder Fensterreinigung gebucht ist. Das gilt für Stockwerkeigentümergemeinschaften ebenso wie für einzelne Einfamilienhausbesitzer, weil die Firma sowohl Unternehmen als auch Privatkunden bedient und beide Zielgruppen auf der Website getrennt anspricht. Für die eigentliche Planung, Montage oder Finanzierung einer neuen Anlage braucht es einen separaten Solarinstallateur, FEMO tritt hier ausschliesslich als Reinigungsbetrieb auf, nicht als Ersatz dafür. Wer unsicher ist, ob sich eine Reinigung überhaupt lohnt, findet auf der Website zumindest die eine Kennzahl zum Wirkungsgradverlust durch Verschmutzung als Anhaltspunkt, muss den Rest der Kalkulation aber selbst im Gespräch klären.

Fazit

FEMO ist im besten Sinn eine Randnotiz auf einer Solarseite: kein Installateur, aber ein 1986 gegründeter, in der Ostschweiz und in Winterthur verankerter Reinigungsbetrieb, der die oft vernachlässigte Wartungsseite einer Solaranlage ernst nimmt und dafür ein konkretes, wasserbasiertes Verfahren ohne Hebebühne beschreibt. Die genannten bis zu 20% Effizienzverlust durch Verschmutzung sind ein nützlicher, konkreter Anhaltspunkt, warum sich diese Wartung überhaupt lohnt, auch wenn die Zahl von einer allgemeinen Herstellerangabe stammt und nicht von einer eigenen FEMO-Messung. Wer eine neue Anlage sucht, muss trotzdem woanders anfangen, und wer bereits eine besitzt, sollte die fehlenden Preisangaben vorab telefonisch klären, statt sie stillschweigend vorauszusetzen.

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