Solartech Egger & Landolt
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Die meisten Solarinstallateure schreiben "individuelle Offerte auf Anfrage" und lassen es dabei bewenden. Solartech Egger & Landolt aus Frauenfeld nennt in seinem FAQ tatsächlich eine Hausnummer: Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit rund 10 bis 12 kWp sollten Interessenten mit Investitionskosten zwischen 25'000 und 30'000 CHF rechnen, die sich durch die Einmalvergütung von Pronovo und steuerliche Abzüge meist auf unter 20'000 CHF effektive Kosten reduzieren. Das ist eine grobe Hausnummer, keine verbindliche Offerte, aber es ist eine öffentlich einsehbare Zahl, wo andere Anbieter schweigen.
Wer dahintersteht
Solartech Egger & Landolt sitzt an der Maurerstrasse 8 in Frauenfeld und bezeichnet sich selbst als PV-Profis im Thurgau. Auf der Website läuft die Firma unter mehr als einem Namen: Im Seitentitel und im Impressum-Bereich heisst sie Solartech Egger & Landolt, in einem eingebundenen Kundenzitat wird sie dagegen als Solar Egger & Landolt bezeichnet. Beide Varianten stehen auf derselben Seite, ohne dass sich eine als die offizielle herausstellt, was hier so berichtet sei, ohne dass diese Liste eine Version für richtig erklärt.
4 Leistungen, ein Anbieter
Das Angebot deckt 4 Bereiche ab: Photovoltaikanlagen, Stromspeicher ("damit Sie Ihren Sonnenstrom auch nachts nutzen können", so die Firma selbst), E-Mobilität und Wallboxen sowie eine Zähler-Modernisierung, mit der die Firma nach eigener Beschreibung die Elektroinstallation auf den neuesten Stand bringt. Die Kombination aus Erzeugung, Speicherung und Verbrauch (übers E-Auto) unter einem Dach ist im Kern das klassische Rundum-Paket eines PV-Installateurs, ergänzt um die im Kanton ohnehin oft nötige Zähler-Anpassung.
Referenzanlagen mit echten Ortsnamen
Statt vager Kundenlogos zeigt die Projektliste konkrete, benannte Anlagen samt Leistung und Standort: eine 15 kWp Anlage in Ellikon (ZH), eine 10 kWp Anlage direkt in Frauenfeld (TG), also im eigenen Wirkungskreis der Firma, eine 19 kWp Anlage in Wildegg (AG), eine 17 kWp Anlage in Amlikon (TG) und eine doppelte Installation mit 2 mal 10 kWp in Kollbrunn (ZH). Das sind 5 benannte Referenzprojekte über 3 Kantone verteilt (Zürich, Aargau, Thurgau), mit Leistungsangaben, die sich stichprobenartig plausibilisieren lassen: 10 bis 19 kWp liegt genau im Bereich, den die Firma im eigenen FAQ als Grössenordnung für ein typisches Einfamilienhaus nennt. Wie viele Projekte insgesamt abgeschlossen wurden, verrät die Website allerdings nicht seriös: Die Statistikleiste auf der Startseite zeigt für "Jahrelange Erfahrung" und "Abgeschlossene Projekte" im abgerufenen, nicht animierten Seitentext jeweils den Wert 0, offensichtlich ein Zähler-Widget, das erst im Browser hochzählt, und für "Kundenzufriedenheit" einen Wert von 50 Prozent, der eher wie ein Zwischenstand einer Animation als wie eine echte Kennzahl wirkt. Aus keinem der 3 Felder lässt sich also eine belastbare Zahl zu Erfahrung, Projektanzahl oder Zufriedenheit ableiten, weshalb diese Liste keine davon übernimmt.
Der Drohnen-Check und die Fördergelder-Prüfung
Statt eines einfachen Kontaktformulars führt die Website durch einen mehrstufigen Fragebogen, den die Firma selbst "Drohnen-Check & Förderungs-Analyse" nennt. Er fragt nacheinander nach Gebäudetyp (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Gewerbe/Industrie), Dachform (Satteldach, Flachdach, Giebeldach, Sonstiges), jährlichem Stromverbrauch, gewünschten Ergänzungen wie Stromspeicher oder Wallbox, dem gewünschten Zeitraum für die Umsetzung und schliesslich der Postleitzahl, um kantonale Fördergelder zu prüfen. Am Ende verspricht die Firma ein kostenloses und unverbindliches Angebot inklusive der berechneten Fördergelder per E-Mail, ohne Spam oder Weitergabe der Daten, so die eigene Zusage. Was der Ausdruck Drohnen-Check technisch genau bedeutet, also ob tatsächlich eine Drohne über das jeweilige Dach fliegt oder ob damit eine automatisierte Auswertung von Luft- respektive Satellitenbildern gemeint ist, lässt die Website offen; klar ist nur, dass die Firma diesen Namen für den ersten Analyseschritt ihres Angebotsprozesses verwendet.
Was der Fragebogen konkret abfragt
Bemerkenswert an diesem Funnel ist, wie granular die Fragen gestellt sind, verglichen mit dem meist einzeiligen Kontaktformular anderer Anbieter auf dieser Liste. Beim Stromverbrauch unterscheidet die Firma zwischen bis 4'500 kWh, bis 9'000 kWh und über 10'000 kWh pro Jahr, was ungefähr den typischen Verbrauchsklassen eines Ein- bis Mehrpersonenhaushalts entspricht. Beim gewünschten Zeitraum lässt sich zwischen sofortiger Umsetzung, einem Fenster von 3 bis 6 Monaten oder einem späteren Zeitpunkt wählen. Diese Detailtiefe deutet darauf hin, dass die eingehenden Anfragen intern vorqualifiziert und nicht nur pauschal an ein Vertriebsteam weitergeleitet werden, auch wenn die Website selbst nicht beschreibt, was hinter den Kulissen mit den Antworten geschieht.
Was Kunden sagen
Auf der Startseite zitiert die Firma eine Kundin, die unter dem Namen Chrissie K. auftritt, mit Lob für eine schnelle Offertenerstellung, professionelle Montage und Installation sowie eine persönliche Instruktion nach Abschluss der Arbeiten. Es handelt sich um ein einzelnes, mehrfach wiederholtes Zitat, keine Sammlung unterschiedlicher Stimmen, weshalb es als Einzelmeinung und nicht als repräsentativer Querschnitt zu lesen ist.
Was fehlt
Neben der Preisfrage listet das FAQ noch 6 weitere Fragen auf: "Welche Förderungen kann ich beanspruchen?", "Wie lange dauert es von der Planung bis zur fertigen Anlage?", "Wann hat sich meine Anlage amortisiert?", "Lohnt sich eine Solaranlage auch im Schweizer Winter?", "Muss ich mich selbst um die Baubewilligung und Förderanträge kümmern?" und "Was passiert, wenn meine Anlage einmal eine Störung hat?". Beantwortet ist im abgerufenen Seitentext jedoch nur die Preisfrage; die 6 übrigen Antworten erscheinen nicht im Inhalt, den die Seite an einen Besucher ohne aktive Interaktion mit dem Akkordeon ausliefert. Wer diese Punkte vorab klären will, kommt also nicht um eine direkte Anfrage herum. Auch die auf der Seite gezeigten Partnerlogos lassen sich nicht als Text auslesen, weshalb hier keine konkreten Herstellerpartnerschaften genannt werden, so lange sie nicht anderswo auf der Seite in Textform bestätigt sind.
Baukasten statt Standardpaket
Weil Photovoltaik, Stromspeicher, Wallbox und Zähler-Modernisierung als eigene Positionen im Fragebogen abgefragt werden, lässt sich ablesen, dass die Firma nicht ein einziges Standardpaket verkauft, sondern die Kombination je nach Haushalt zusammenstellt: Wer keinen Speicher will, kann ihn im Funnel einfach abwählen, wer nur die Zähler-Modernisierung sucht, ohne gleich eine ganze PV-Anlage zu bauen, findet dafür allerdings keinen eigenen Einstiegspunkt im Fragebogen, der auf eine Solaranlage als Ausgangspunkt zugeschnitten ist.
Für wen sich das eignet
Wer im Grenzgebiet Thurgau, Zürcher Oberland oder Aargau ein Einfamilienhaus mit rund 10 bis 19 kWp Anlagengrösse plant, findet bei Solartech Egger & Landolt eine der wenigen Firmen auf dieser Liste, die von sich aus eine ungefähre Preisspanne nennt und ihre Referenzprojekte mit echten Ortsnamen statt anonymer Kundenlogos zeigt. Wer belastbare Zahlen zu Amortisationsdauer, Winterleistung oder Bauzeit sucht, findet sie auf der Website selbst nicht und muss sie im Beratungsgespräch erfragen. Für eine erste, unverbindliche Einschätzung samt Fördergeld-Check ist der Online-Fragebogen ein schneller Einstieg, ersetzt aber kein individuelles Angebot vor Ort.