EKZ (Elektrizitätswerke des Kantons Zürich)
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EKZ, die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, sind der kantonale Stromversorger und damit ein anderes Tier als die meisten Namen auf dieser Liste. Wer hier landet, sucht keinen Handwerksbetrieb, der aufs Dach steigt, sondern den Energieversorger, bei dem ein grosser Teil des Kantons ohnehin schon Kunde ist und der Solar als einen Baustein unter mehreren anführt. Auf der eigenen Startseite formuliert EKZ das so: "Von der Heiz- und Solaranlage über den Speicher und dem ökologischen Strom bis zur Elektromobilität, wir bieten Ihnen alles, was Sie für Ihr klimafreundliches Zuhause, Ihr Unternehmen oder Ihre Gemeinde benötigen." Das ist der Kern des Angebots: nicht ein Solarteur mit einer Zusatzleistung, sondern ein Versorger, der Solar in ein Gesamtpaket aus Wärme, Speicher, Ökostrom und Ladeinfrastruktur einbettet.
Was Sie bekommen
Die Website führt Besucher entlang von zwei Pfaden: "Für Ihr Einfamilienhaus" und "Für Mehrfamilienhäuser und Gebäudepark". Das ist eine sinnvolle Unterscheidung, denn ein Gebäudepark mit mehreren Liegenschaften hat andere Anforderungen an Verbrauchsoptimierung und Vertragsgestaltung als ein einzelnes Einfamilienhaus. Unter der Rubrik Schnelleinstieg listet EKZ die Themen, die das Angebot tatsächlich abdeckt: Stromtarife, Kundenservice, Wärme, Solar, Elektromobilität sowie Effizienz und Förderung. Dazu kommen mehrere Portale, über die Kundschaft ihre Anlage und ihren Verbrauch verwalten kann: das Kundenportal myEKZ, ein "Energieassistent" genanntes Tool und der Zugang zu "Energie-Experten" für individuelle Beratung. EKZ beschreibt den eigenen Anspruch als Begleitung "von der Planung bis zur Umsetzung", was nahelegt, dass die eigentliche Installation über angebundene Partnerbetriebe läuft und EKZ die koordinierende und beratende Rolle übernimmt. Die Seite selbst nennt keine eigene Montageequipe, weshalb wir diesen Punkt nicht als Tatsache behaupten, sondern als plausible Lesart der eigenen Formulierung kennzeichnen.
Aktuelle Förderungen und Aktionen
Was EKZ von einer reinen Marketingseite unterscheidet, sind die konkreten, bezifferten Aktionen, die zum Zeitpunkt der Recherche live geschaltet waren. Bei der "Wärmepumpen-Optimierung" gewährt EKZ 50 % Rabatt auf die Beratung. Beim "Förderprogramm Haushaltsgeräte" sind es 20 % Rabatt auf den Ersatz. Beim "Förderprogramm Wärmepumpenboiler" zahlt EKZ einen Förderbeitrag von CHF 800 beim Ersatz eines Elektroboilers. Diese drei Zahlen sind tatsächlich auf der Seite publiziert, nicht von uns geschätzt, und sie zeigen, dass EKZ neben der reinen Solarberatung auch die Wärmeseite des Gebäudes fördert. Für die Solaranlage selbst nennt die Startseite kein Rabattprozent, keinen Preis pro Kilowattpeak und keine Amortisationszeit, sie verweist stattdessen auf "Solaranlage mit Speicher, so kommen Sie ganz einfach zu Strom vom eigenen Dach" als eigene Angebotskategorie, ohne diese zu beziffern.
Was es kostet, und was nicht öffentlich steht
Für eine Solaranlage selbst veröffentlicht EKZ auf dieser Seite weder einen Richtpreis noch eine Angabe zur erwarteten Leistung in Kilowattpeak noch eine Amortisationszeit. Wer eine konkrete Offerte will, muss den Weg über die Beratung oder den Energieassistenten gehen. Das ist bei einem Versorger, dessen Angebot je nach Gemeinde, Netzanschluss und individueller Dachsituation stark variiert, nachvollziehbar, macht die Website aber weniger nützlich für einen ersten Preisvergleich als die Seite eines reinen Solarinstallateurs mit festen Paketpreisen. Eine Zahl, die tatsächlich mit Jahreszahl auf der Seite steht, betrifft nicht die Solaranlage, sondern die Stromtarife: Ein Blog-Beitrag mit dem Titel "Stromtarife 2027: EKZ-Stromtarife bleiben 2027 stabil" kündigt an, dass die allgemeinen Stromtarife 2027 stabil bleiben sollen. Ein zweiter Beitrag, "Rückliefertarife für Solarenergie: Das ändert sich 2027", kündigt für dasselbe Jahr eine Änderung bei den Rückliefertarifen an, also bei der Vergütung, die Solarbesitzer für ins Netz eingespeisten Strom erhalten. Die Überschrift bestätigt, dass sich hier etwas ändert, die von uns eingesehene Textfassung liefert aber keine Details dazu, wie hoch die neue Vergütung ausfällt oder in welche Richtung sie sich bewegt. Wer eine Solaranlage mit Einspeisung plant, sollte diesen Punkt vor Vertragsabschluss direkt bei EKZ klären, statt sich auf die Schlagzeile zu verlassen.
Wie sich EKZ von den anderen Anbietern unterscheidet
Die übrigen Einträge in dieser Kategorie sind Planungsbüros, Installationsfirmen oder Vermittlungsplattformen. EKZ ist keines von beidem im engeren Sinn, sondern der Versorger, an dessen Netz die meisten dieser Anlagen ohnehin hängen. Das bringt zwei Vorteile mit sich: Erstens ist EKZ die Instanz, die über die künftigen Rückliefertarife entscheidet, wer hier Kunde ist, hört die Ankündigungen direkt an der Quelle. Zweitens lässt sich eine Solaranlage bei EKZ mit Wärmepumpe, Boiler-Förderung und Elektromobilität in einem Kundenverhältnis bündeln, statt mehrere Verträge mit mehreren Firmen zu koordinieren. Der Nachteil liegt in der fehlenden Transparenz bei den eigentlichen Solar-Konditionen: Auf der hier ausgewerteten Seite findet sich keine Postadresse, kein Firmensitz und keine Standortliste, obwohl EKZ als kantonaler Versorger natürlich physisch präsent ist, diese Angaben liegen auf anderen Unterseiten wie "Standorte", die separat aufgerufen werden müssen.
Was sich sonst noch auf der Seite findet
Neben den Förderaktionen führt EKZ unter "Weitere Services und Informationen rund um Ihren Energiebezug" zwei Punkte auf, die für Solarbesitzer relevant werden können: eine Planauskunft und Informationen zum Netzanschluss. Beide sind nur als Menüpunkte gelistet, ohne weiteren erklärenden Text auf dieser Seite, weshalb wir hier nicht spekulieren, was genau die Planauskunft im Einzelfall umfasst. Dazu kommt ein eigener Blog, das "Blue Magazin", dessen aktuelle Beiträge zeigen, wie breit EKZ sein Themenfeld auffasst: neben den beiden Tarifartikeln zu 2027 findet sich dort auch ein Beitrag darüber, wie sich ein "dynamischer Tarif von EKZ" in der Praxis bewährt, um Einspeise- und Verbrauchsspitzen zu reduzieren, ein Beitrag zur Standfestigkeit von Flutlichtmasten bei Sportplätzen und Schulhäusern sowie einer zur effizienten Beleuchtung eines historischen Gebäudes. Das ist ein Zeichen dafür, dass EKZ Energiethemen für den ganzen Kanton bewirtschaftet, von der einzelnen Solaranlage bis zur öffentlichen Infrastruktur, aber es bedeutet auch, dass ein Interessent für eine private Solaranlage sich durch recht viel Nebenmaterial klicken muss, um bei den für ihn relevanten Informationen zu landen. Wer offene Stellen bei EKZ sucht, findet auch dafür einen eigenen Einstiegspunkt auf der Startseite, ein Hinweis darauf, dass der Versorger auch als Arbeitgeber im Kanton eine gewisse Grösse hat, auch wenn die Seite selbst keine Mitarbeiterzahl in Worten nennt und wir daher keine Zahl dazu übernehmen.
Für wen sich EKZ eignet
EKZ passt am besten zu Haushalten und Gemeinden, die im Kanton Zürich ohnehin an das EKZ-Netz angeschlossen sind und eine Lösung aus einer Hand suchen, die über die reine Solaranlage hinausgeht, etwa in Kombination mit einem Heizungsersatz oder einer Ladestation fürs Elektroauto. Auch Mehrfamilienhäuser und Gebäudeparks, die eine koordinierte Lösung über mehrere Liegenschaften benötigen, finden mit dem eigenen Pfad für diese Zielgruppe einen direkten Einstieg. Wer dagegen zuerst eine unabhängige zweite Meinung zur technischen Auslegung der Anlage sucht oder auf einen bezifferten Fixpreis Wert legt, sollte die Beratung bei EKZ mit einem unabhängigen Planungsbüro ergänzen, bevor er unterschreibt.
Fazit
EKZ punktet mit der Breite des Angebots und mit realen, bezifferten Förderungen abseits der Solaranlage selbst, nämlich bei Wärmepumpe, Haushaltsgeräten und Boiler. Bei der Solaranlage bleibt die Seite bewusst allgemein: keine Preise, keine Kilowattpeak-Angaben, keine Amortisationsrechnung, dafür der Hinweis auf eine Änderung bei den Rückliefertarifen 2027, deren genauer Inhalt noch offen ist. Für alle, die ohnehin EKZ-Kunde sind oder werden wollen und eine gebündelte Lösung suchen, ist das ein plausibler erster Kontakt, für einen reinen Preisvergleich zwischen Solarfirmen braucht es zusätzlich eine zweite Quelle.