Solaralag.ch
Zum Bewerten auf einen Stern tippen
Solaralag.ch GmbH hat ihren Sitz an der Bergstrasse 35 in Uitikon Waldegg und beschreibt das eigene Geschäft auf der Startseite so: "Von kleinen Einfamilienhaus-Anlagen bis hin zu grossen Industriedächern durften wir in den letzten Jahren zahlreiche Solaranlagen für unsere Kunden planen, installieren und unterhalten." Diese Spannweite deckt sich mit der ersten zu prüfenden Aussage aus dem Rechercheauftrag und wird damit bestätigt. Geschäftsführer ist laut eigener Website Anel Slijepcevic, der die eigene Motivation so formuliert: "Mit sauberer Energie gestalten wir eine lebenswerte Zukunft für alle."
Von der Offerte bis zur Installation in drei Schritten
Die Website beschreibt den eigenen Ablauf in drei benannten Schritten. Zuerst berechnet ein interaktiver Solarrechner in rund zwei Minuten ein grobes Sparpotenzial anhand der wichtigsten Eckdaten des Hauses. Danach folgt eine unverbindliche Vor-Ort-Beratung, bei der ein Solarexperte ein individuelles Angebot erstellt. Im dritten Schritt wird die Anlage nach eigener Aussage "nach 8-12 Wochen" innerhalb weniger Tage von geschulten Installateuren montiert und anschliessend vom hauseigenen Elektriker angeschlossen. Zur Dauer der eigentlichen Angebotserstellung präzisiert die Website in einer eigenen FAQ-Antwort weiter: Nach dem Erstkontakt und einem klärenden Telefonat erhalte man innerhalb von etwa einer Woche ein genaueres Angebot, für ein wirklich detailliertes Angebot komme das Team zudem persönlich vorbei. Für diesen Vor-Ort-Termin nennt die Website eine konkrete Pauschale von 150 Franken, die laut eigener Aussage nur anfällt, wenn sich die Kundschaft am Ende gegen eine Realisierung mit Solaralag entscheidet.
Ein Richtpreis, kein Festpreis
Zur Kostenfrage macht die Website eine seltene, konkrete Aussage: "Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines kleinen Einfamilienhauses kann heutzutage bereits ab 19'500 CHF (inklusive Fördergelder & Steuerersparnis) installiert werden." Die Website stellt selbst klar, dass dieser Betrag "als Richtwert" dient, "da verschiedene Faktoren den Preis der Photovoltaikanlage beeinflussen können." Es handelt sich also ausdrücklich um einen Startpreis für eine kleine Anlage nach Abzug von Fördergeldern und Steuerersparnis, nicht um einen Fixpreis für jedes Projekt.
Die Dachvermietung als Alternative zum Kauf
Neben dem klassischen Kauf und einer Finanzierung über eine monatliche Rate beschreibt die Website eine dritte Option speziell für grosse, ungenutzte Dachflächen: die Dachvermietung. Wörtlich heisst es dazu: "Besitzen sie eine große, ungenutzte Dachfläche und möchten diese gewinnbringend nutzen? Wir suchen ständig nach großflächigen Gebäuden, um unsere Module zu installieren und Solarstrom für das Netz zu produzieren. Als Gegenleistung erhalten sie einen monatlichen Mietbetrag. Nach Ablauf der Mietzeit können sie die Anlage übernehmen und Ihren eigenen Solarstrom erzeugen." Das entspricht genau der zweiten zu prüfenden Aussage aus dem Rechercheauftrag und wird damit ebenfalls bestätigt. Für Eigentümerinnen und Eigentümer grosser Dächer, etwa von Lagerhallen oder Landwirtschaftsgebäuden, bietet dieses Modell ein laufendes Einkommen ohne eigene Investition, mit der Option, die Anlage später selbst zu übernehmen.
Referenzprojekte mit konkreten Leistungsangaben
Die Website listet eine lange Reihe umgesetzter Projekte mit Ort, Dachform, Leistung in Kilowattpeak und Baujahr. Darunter finden sich unter anderem eine Flachdachanlage in Zürich mit 21.36 kWp aus dem Jahr 2024, eine Steildachanlage in Küsnacht mit 115.15 kWp aus dem Jahr 2025 sowie eine deutlich grössere Flachdachanlage in Volketswil mit 613.35 kWp, ebenfalls aus dem Jahr 2025 und damit die grösste in der gezeigten Auswahl. Weitere aufgeführte Standorte sind Dübendorf, Dällikon, Regensdorf, Oberwil, Winterthur, Baar, Horgen, Schwerzenbach, Rapperswil-Jona, Neuenhof, Würenlos und Reinach, mit Anlagengrössen von 9.4 kWp in Rapperswil-Jona bis 212.44 kWp bei einer zweiten Anlage in Zürich. Diese Bandbreite an Gemeinden liegt überwiegend im Kanton Zürich, reicht aber auch in den Aargau und nach Rapperswil-Jona in der March.
Garantie und Finanzierungsmodelle
Zur Garantie schreibt die Website, Hersteller gewährten in der Regel zwei verschiedene Garantien, eine Produkt- beziehungsweise Haltbarkeitsgarantie und eine Leistungsgarantie, die sich üblicherweise über einen Zeitraum von 15 bis 25 Jahren erstrecken; Details dazu verweist die Website auf die jeweiligen Angebote und Produktdatenblätter. Separat bewirbt die Startseite eine eigene "20 Jahre Leistungsgarantie" als Verkaufsargument. Bei der Finanzierung nennt die Website drei Varianten nebeneinander: den kompletten Kauf mit nachträglicher Rückerstattung der Fördergelder, einen hybriden Kauf, bei dem die Fördergelder an Solaralag abgetreten werden, sowie ein Finanzierungsmodell mit monatlicher Rate ohne Anfangsinvestition.
Ein eigener Blog zu lokalen Strompreisen
Solaralag betreibt einen Blog mit dem Titel "Der Blog für Ihre Energiefragen", der auffällig oft konkrete Gemeinden ins Zentrum stellt statt allgemeiner Ratgebertexte. Ein Artikel behandelt die Strompreise 2026 in Reichenburg und stellt sie einer Solaranlage gegenüber, ein zweiter vergleicht die Situation in Vorderthal, wo Strom laut Website "fast das Doppelte des günstigsten Schweizer Tarifs" koste, und ein dritter widmet sich Flums, wo Haushalte laut Website "mehr als die meisten Schweizer" bezahlten. Diese ortsspezifische Ausrichtung unterscheidet den Blog von generischen Energiespar-Ratgebern und deutet darauf hin, dass Solaralag gezielt in Regionen mit besonders hohen lokalen Stromtarifen wirbt, wo sich eine eigene Anlage rechnerisch schneller lohnt als anderswo.
Eine Einschätzung von Swissolar zur Wirtschaftlichkeit
In der FAQ zur grundsätzlichen Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage zitiert die Website David Stickelberger, laut eigener Angabe "Leiter Markt und Politik bei Swissolar, dem Schweizerischen Fachverband für Sonnenenergie". Dieser wird mit der Einschätzung wiedergegeben, dass sich eine Solaranlage ab einer internen Verzinsung von 3 Prozent wirtschaftlich rechne, und dass sinkende Fördersätze den aktuellen Zeitpunkt für eine Installation besonders günstig machten. Es handelt sich damit um ein Zitat eines Verbandsvertreters, nicht um eine eigene Behauptung von Solaralag über die eigenen Anlagen, was die Aussage glaubwürdiger macht als eine reine Marketingaussage in eigener Sache.
Was die Website sonst noch zeigt
Auf der Startseite findet sich zudem eine Stellenausschreibung für eine Lehre als Solarinstallateur oder Solarmonteurin mit Lehrbeginn im August 2026 am Standort Wädenswil, was auf eine gewisse betriebliche Präsenz auch ausserhalb von Uitikon hindeutet, ohne dass die Website daraus eine eigene Filiale macht. Eine Kundenstimme einer Person mit dem Namen A. Sanna lobt auf der Startseite "professionelle und zuverlässige Zusagen" sowie eine "unschlagbare" Reaktionszeit.
Was die Website nicht verrät
Zu einer Gesamtzahl bisher realisierter Projekte, einer Mitarbeiterzahl in Worten oder einer Fachverbandsmitgliedschaft äussert sich die gelesene Startseite nicht. Die gezeigten Referenzprojekte sind ausdrücklich nur ein Auszug, "Alle Projekte ansehen" führt auf eine weitere Seite, die für diesen Eintrag nicht ausgewertet wurde.
Für wen sich Solaralag eignet
Solaralag passt am besten zu Bauherrschaften im Kanton Zürich und den angrenzenden Regionen, die vom kleinen Einfamilienhaus bis zum grossen Industriedach ein breites Grössenspektrum abgedeckt sehen wollen und einen konkreten, wenn auch nur als Richtwert gemeinten Startpreis zu schätzen wissen. Besonders interessant ist der Anbieter für Eigentümerinnen und Eigentümer grosser, ungenutzter Dachflächen, die über die Dachvermietung ein laufendes Einkommen erzielen möchten, ohne selbst in eine Anlage zu investieren. Wer dagegen einen bundesweiten Anbieter mit einer über Jahrzehnte dokumentierten Firmengeschichte sucht, findet bei Solaralag ein deutlich regionaler und jünger positioniertes Unternehmen, dessen öffentlich einsehbare Referenzen sich auf die letzten Jahre konzentrieren.