HUSNER AG Holzbau

Ziegeleistrasse 11, CH-5070 Frick · seit 1948

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HUSNER AG Holzbau aus Frick ist in erster Linie ein Holzbauunternehmen: Elementbau, Zimmerei, Fassadenbau und Gesamtleistungen als Generalunternehmer stehen im Hauptmenü der Website vor Photovoltaik, nicht danach. Wer HUSNER für eine Solaranlage anfragt, tut das bei einer Firma, die Schulhäuser, Turnhallen und mehrgeschossige Wohnbauten in Holzbauweise realisiert und Photovoltaik als eine von mehreren Sparten dazu anbietet. Das Unternehmen gehört zur ERNE Gruppe, was auf der Website mehrfach ausdrücklich vermerkt ist, unter anderem im Footer: "HUSNER AG Holzbau, ein Unternehmen der ERNE Gruppe".

Ein Betrieb mit Zahlen: gegründet 1948

Die eigene Unternehmensseite listet unter "Fakten und Zahlen" eine Reihe konkreter Angaben: Gründung 1948, Rechtsform Aktiengesellschaft, Umsatz 2024 von 28 Mio. CHF, sowie die Zertifikate Holzbau Plus, Minergie Fachpartner, Herkunftszeichen Schweizer Holz HSH und ISPM 15. Dazu kommen die Mitgliedschaften bei Holzbau Schweiz, Lignum, dem Schweizerischen Fachverband für hinterlüftete Fassaden SFHF und Gebäudehülle Schweiz. Zur Belegschaft macht die Seite zwei leicht unterschiedliche Angaben: Der Fliesstext auf derselben Seite spricht von "rund 100 Mitarbeitende, davon 19 Lernende", während der separate Kennzahlenblock "100 Festangestellte, davon 15 Lernende" nennt. Beide Angaben stammen von husner.ch selbst, widersprechen sich aber bei der Lernendenzahl (19 gegenüber 15); dieser Verzeichniseintrag gibt beide Zahlen wieder, statt eine davon auszuwählen. Das Qualitätslabel Holzbau Plus wurde HUSNER am 7. September 2018 durch Holzbau Schweiz verliehen und im Januar 2026 nach erneuter Prüfung zum zweiten Mal für weitere vier Jahre verlängert.

Der eigene Beweis: seit 2015 komplett solarbetrieben

Was HUSNER von den meisten anderen Einträgen in diesem Verzeichnis unterscheidet, ist eine konkrete, mit Zahlen belegte Eigenaussage zur Photovoltaik. Auf der Photovoltaik-Seite schreibt das Unternehmen wörtlich: "Seit 2015 betreiben wir das gesamte Unternehmen nur noch mit Solarenergie von unseren Werkhallendächern. Auf einer imposanten Fläche von 1'720 m2 produziert unsere Photovoltaik-Anlage jährlich bei einer elektrischen Nennleistung von 291 kWp rund 300'000 kWh sauberen Strom." Zehn Wechselrichter speisen den erzeugten Strom ins Netz ein, an Spitzentagen liefert die Anlage bis zu 2000 kWh. Rund 30 Prozent des erzeugten Stroms deckt HUSNER selbst, unter anderem für die eigene Flotte an Elektrofahrzeugen, mit denen Mitarbeitende laut eigener Aussage emissionsfrei zur Baustelle fahren. Das ist keine Marketingzahl aus einer Broschüre, sondern eine Anlage, die seit über einem Jahrzehnt läuft, auf dem eigenen Betriebsgelände, mit eigenen Verbrauchsdaten. Ein Solaranbieter, dessen eigener Betrieb seit 2015 vollständig mit selbst erzeugtem Strom läuft, hat einen anderen Erfahrungshorizont als einer, der nur für Kunden installiert.

Was die Photovoltaik-Sparte konkret anbietet

Die eigene Leistungsseite beschreibt ein durchgehendes Angebot: Beratung, Standortanalyse, Wirtschaftlichkeits- und Ertragsberechnung, die Installation und Inbetriebnahme "von allen Systemen an Fassaden und auf Dächern", die Abklärungen mit den Behörden für Bau- und Anschlussgesuch sowie die KEV-Anmeldung (Kostendeckende Einspeisevergütung). Dazu kommt die laufende Wartung: "Wir haben das geforderte Equipment, um jedes Dach auch ohne Gerüst zu warten und zu reinigen." Dass HUSNER ausdrücklich Fassaden neben Dächern nennt, passt zur eigenen Kernkompetenz als Fassadenbauer; eine eigene Menürubrik der Website führt Fassadengestaltung, Fassadenmaterial und Fassadentechnik separat auf. Als Ansprechperson für Beratung und Verkauf nennt die Seite namentlich Hug Peter, erreichbar über die Firmenzentrale in Frick.

Referenzprojekte: von der Fassade bis zur Schulhaussanierung

Die Photovoltaik-Seite listet sieben eigene Referenzprojekte auf: eine neu gebaute Photovoltaik-Fassade fürs Schweizerische Rote Kreuz (SRK) in Liestal, ein Neubau-Einfamilienhaus in Veltheim, ein Neubau- und Umbauprojekt eines Mehrfamilienhauses am Kembserweg in Basel, eine energetische Schulhaussanierung in Effingen, eine energetische Sanierung eines Einfamilienhauses samt Photovoltaikanlage in Zeiningen sowie zwei weitere Anlagen in Frick, eine davon als Indach-Lösung. Die Fassadenanlage fürs SRK in Liestal sticht heraus, weil sie genau die Kombination aus Fassadenbau und Photovoltaik zeigt, die HUSNER auf der Leistungsseite als eigene Stärke beschreibt: nicht nur ein Dach mit Modulen belegen, sondern eine Fassade so bauen, dass die Solarzellen Teil der Gebäudehülle werden. Die übrigen Referenzen decken die Bandbreite von privaten Einfamilienhäusern bis zu öffentlichen Bauten wie einem Schulhaus ab, was zur breiteren Kundschaft passt, die HUSNER auch im Holzbau bedient: private Bauherrschaften, Architekten und öffentliche Betriebe werden auf der Startseite als drei separate Zielgruppen angesprochen.

Ein Betrieb mit Substanz jenseits der Solar-Seite

Die übrige Website liefert weiteren Kontext zur Betriebsgrösse, auch wenn er nicht direkt von Photovoltaik handelt. In den News meldet HUSNER etwa den Empfang von sieben neuen Lernenden, fünf angehenden Zimmermännern EFZ und zwei Fassadenbauern EFZ, sowie ein Projekt namens Zentrale Pratteln, bei dem HUSNER im Baustein Ost 67 Wohnungen in Elementbauweise realisiert. Solche Meldungen betreffen nicht die Solarsparte selbst, zeigen aber, dass hinter der Photovoltaik-Seite ein Betrieb mit laufendem Neubaugeschäft, eigener Ausbildung und mehreren gleichzeitigen Grossprojekten steht, mit einem Jahresumsatz von 28 Mio. CHF im Jahr 2024, nicht eine kleine Zweigstelle.

Was es kostet

Weder die Photovoltaik-Seite noch eine andere Seite der Website nennt einen Preis, eine Preisspanne oder ein Beispiel für die Kosten einer Anlage. Auch zur Höhe der KEV-Vergütung oder zu Förderbeiträgen äussert sich HUSNER nicht öffentlich, obwohl die KEV-Anmeldung ausdrücklich als eigene Dienstleistung genannt wird. Wer eine konkrete Zahl will, muss über den genannten Ansprechpartner eine Offerte einholen.

Wie er sich einordnet

Im Vergleich zu reinen Solarinstallateuren in diesem Verzeichnis bringt HUSNER zwei Dinge mit, die diese oft nicht haben: eine über zehn Jahre gewachsene eigene Betriebsanlage als Referenz und eine ausgewiesene Fassadenbau-Kompetenz für gebäudeintegrierte Photovoltaik. Im Vergleich zu einem breiten Haustechnikbetrieb, der Solar neben Heizung und Sanitär führt, ist HUSNERs Photovoltaik-Angebot enger mit dem Kerngeschäft Holzbau verzahnt: Die Fassaden- und Dachlösungen bauen auf derselben handwerklichen Basis auf wie die übrigen Bauprojekte. Wer bereits einen Holzbau- oder Fassadenauftrag bei HUSNER plant, kann die Solaranlage aus einer Hand mitbestellen; wer ausschliesslich eine Solaranlage ohne Bauprojekt sucht, ist bei einem reinen Solarinstallateur unter Umständen direkter aufgehoben.

Für wen sich das eignet

HUSNER passt am besten zu Bauherrschaften, die ohnehin ein Holzbau-, Fassaden- oder Sanierungsprojekt im Fricktal oder der weiteren Nordwestschweiz planen und die Photovoltaikanlage gleich als Teil der Gebäudehülle mitdenken wollen, etwa bei einer neuen Fassade oder einem Schulhausneubau. Für ein reines Nachrüstprojekt auf einem bestehenden Dach ohne weitere Bauarbeiten ist HUSNER eine von mehreren möglichen Optionen, aber nicht zwingend die naheliegendste.

Verdict

HUSNER liefert mit der eigenen, seit 2015 laufenden 291-kWp-Anlage einen der wenigen konkret belegten Solar-Leistungsnachweise in diesem Verzeichnis und ergänzt ihn um eine Fassadenbau-Kompetenz, die reine Installationsbetriebe selten mitbringen. Ein 1948 gegründetes, zertifiziertes Unternehmen mit 28 Mio. CHF Jahresumsatz steht dahinter. Konkrete Preise fehlen auch hier, aber die Kombination aus eigener Betriebserfahrung, benannter Ansprechperson und sieben dokumentierten Referenzprojekten macht die Seite überdurchschnittlich glaubwürdig für einen Betrieb, bei dem Solar nicht das einzige Geschäft ist.

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