Solar conseil Sàrl
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Solar conseil Sàrl ist eine der wenigen Firmen in dieser Übersicht, die auf ihrer eigenen Website tatsächlich mit Zahlen arbeitet statt nur mit allgemeinen Versprechen. Die aus Sonceboz und Porrentruy im Berner Jura und Kanton Jura operierende Firma nennt eine Preisspanne, ein Rechenbeispiel und sogar eine öffentlich einsehbare Live-Überwachung einer eigenen Anlage, drei Dinge, die auf den meisten anderen Websites in dieser Kategorie fehlen.
Ein Ansprechpartner von der Bewilligung bis zur Kontrolle
Solar conseil beschreibt sein Vorgehen so: "Nous vous accompagnons dans toutes les étapes du projet. Des demandes administratives aux contrôles électriques finaux, vous n'avez qu'un seul interlocuteur." Übersetzt: Die Firma begleitet ein Projekt von den behördlichen Anmeldungen bis zur abschliessenden Elektrokontrolle, mit einer einzigen Ansprechperson für den ganzen Weg. Das ist eine Prozesszusage, keine reine Werbefloskel, weil sie konkrete, benennbare Etappen eines Solarprojekts aufzählt, Administration am Anfang, Elektrokontrolle am Ende, statt nur "von A bis Z" zu sagen.
Ein echter Preis pro Kilowatt
In der FAQ-Sektion der Website beantwortet die Firma die Preisfrage direkt: "Le coût se situe entre 1200 et 2000 CHF par kW installés (avec déduction subventionnement Pronovo)." Das heisst: Zwischen 1200 und 2000 Franken pro installiertem Kilowatt, nach Abzug der Pronovo-Förderung, jener nationalen Einmalvergütung für Photovoltaikanlagen. Dazu liefert die Firma ein konkretes Rechenbeispiel: "Comme référence, une installation 17 kW (38 modules de 465W) d'une surface d'environ 75 m2 démarre à ~21'300 CHF." Eine 17-kW-Anlage aus 38 Modulen mit je 465 Watt, auf rund 75 Quadratmetern Fläche, beginnt demnach bei etwa 21'300 Franken. Solar conseil nennt selbst die Einschränkung dazu: Der Preis hängt unter anderem vom Zustand der Elektrotafel und von der Zugänglichkeit des Dachs ab, etwa ob ein Gerüst nötig ist.
Wer wirklich ein Dach für Solar hat
Zur häufig gestellten Frage, ob überhaupt jedes Dach für eine Solaranlage geeignet ist, verweist die Firma auf eine externe Studie: "D'après une étude menée par l'EPFL, 50% des toits suisses seraient disponibles pour l'installation de modules photovoltaïques. Ceci correspond à plus de 40% de la demande électrique annuelle suisse." Die Zahlen, die Hälfte aller Schweizer Dächer geeignet, was über 40 Prozent des jährlichen Schweizer Strombedarfs entsprechen würde, stammen von der ETH Lausanne (EPFL) und nicht von Solar conseil selbst; die Firma zitiert diese Studie lediglich als Beleg für die grundsätzliche Machbarkeit, ohne eine eigene, hausinterne Berechnung dahinter zu stellen.
Produktion live mitverfolgen
Eine der konkretesten Aussagen der Website betrifft die Überwachung nach der Installation: "Pour chaque installation nous configurons et paramétrons votre système afin de pouvoir visualiser votre production et éventuellement votre autoconsommation en temps réel." Die Firma richtet also bei jeder Anlage ein System zur Produktionsüberwachung in Echtzeit ein, wobei ein zusätzlicher, separat verbauter Zähler am Wechselrichter nötig ist, um auch den Eigenverbrauch mitzuverfolgen. Als Beleg verlinkt die Website ein öffentlich zugängliches SolarEdge-Dashboard einer realen Anlage in Sonceboz, das Live-Werte einer echten Installation zeigt und nicht nur ein Demobild. Das ist ein überprüfbarer Beleg statt einer blossen Behauptung: Wer will, kann das verlinkte Dashboard selbst öffnen und die Produktionswerte einer tatsächlichen Kundenanlage einsehen.
Ein regionaler Anbieter mit klar begrenztem Gebiet
Zur Frage nach dem Einzugsgebiet antwortet die Website unmissverständlich: "Notre entreprise basée à Sonceboz et Porrentruy rayonne dans tout le Jura et le Jura bernois." Die Firma ist also an zwei Standorten präsent, Sonceboz im Berner Jura und Porrentruy im Kanton Jura, und deckt von dort den ganzen Jura und Berner Jura ab, ohne einen Anspruch auf die übrige Schweiz zu erheben, anders als mancher Wettbewerber mit vagem "schweizweit"-Anspruch. Der Mitgliedseintrag der Firma im Verzeichnis des Branchenverbands Swissolar (siehe unten) nennt zusätzlich die Strassenadressen Champ du Ritat 5 in Sonceboz und Route de Coeuve 30 in Porrentruy; auf der eigenen Website selbst wird nur "Succursales: Sonceboz - Porrentruy" ohne Strassenadresse genannt.
Mitglied im Branchenverband
Solar conseil Sàrl ist im offiziellen Mitgliederverzeichnis von Swissolar, dem Schweizer Fachverband für Sonnenenergie, eingetragen, unter der Kategorie "Conseil et planification indépendants" für unabhängige Beratung und Planung von Photovoltaikanlagen. Diese Mitgliedschaft stammt aus dem Verzeichnis des Verbands selbst, nicht von der Firmenwebsite, und ist damit eine echte, extern überprüfbare Bestätigung statt einer blossen Selbstauskunft.
Garantie d'origine und Herstellergarantien
Zur Frage der Vergütung ergänzt die FAQ: "La majorité des distributeurs rémunère de quelques centimes supplémentaires les installations certifiées Garantie d'origine (GO). Pas de soucis, chaque installation construite par nos soins bénéficie de ce label." Jede von Solar conseil gebaute Anlage erhält demnach automatisch das GO-Label, das bei den meisten Netzbetreibern eine leicht höhere Vergütung pro eingespeister Kilowattstunde auslöst. Die genaue Höhe dieser Vergütung hängt vom jeweiligen lokalen Netzbetreiber ab und wird auf der Website bewusst nicht als fixer Betrag genannt, die Firma verweist dafür auf die kommunale Tarifkarte des Verbands VESE.
Was das Rechenbeispiel konkret zeigt
Das Beispiel mit 17 kW, 38 Modulen à 465 Watt und rund 75 Quadratmetern Fläche lohnt einen zweiten Blick, weil es zeigt, wie Solar conseil rechnet: Multipliziert man 17 Kilowatt mit der genannten unteren Grenze von 1200 Franken pro Kilowatt, ergibt das rund 20'400 Franken, mit der oberen Grenze von 2000 Franken pro Kilowatt rund 34'000 Franken. Der genannte Startpreis von rund 21'300 Franken liegt damit nahe an der unteren Spanne, was zur eigenen Einschränkung passt, dass ungünstige Faktoren wie ein Gerüst oder eine alte Elektrotafel den Preis nach oben verschieben können. Wir haben diese Rechnung selbst nachvollzogen, sie steht nicht wortwörtlich so auf der Website, ergibt sich aber direkt aus den dort genannten Zahlen.
Eine französischsprachige Website für ein zweisprachiges Gebiet
Die gesamte Website von Solar conseil ist auf Französisch verfasst, passend zum Kanton Jura und zum französischsprachigen Teil des Berner Juras, in dem die Firma laut eigener Aussage tätig ist. Eine deutsche oder englische Version der Seite gibt es nicht. Wer aus einer eher deutschsprachigen Gemeinde im Berner Jura anfragt, sollte damit rechnen, dass die Kommunikation mit der Firma auf Französisch läuft, selbst wenn eine Beratung am Telefon in der Praxis zweisprachig ablaufen mag, dazu sagt die Website selbst nichts.
Wer hier gut aufgehoben ist
Solar conseil passt zu Eigentümerschaften im Jura und Berner Jura, die vor der Kontaktaufnahme bereits eine ungefähre Preisvorstellung haben möchten und Wert auf eine nachvollziehbare, live einsehbare Produktionsüberwachung nach der Installation legen. Ausserhalb dieser beiden Kantone dürfte die Anfahrt für die Firma unpraktikabel werden, die Website selbst grenzt das Gebiet klar ein.
Fazit
Solar conseil Sàrl gehört zu den wenigen Anbietern in dieser Kategorie, die konkrete Zahlen veröffentlichen: eine Preisspanne pro Kilowatt, ein durchgerechnetes Beispielprojekt und ein live verlinktes Überwachungsdashboard einer echten Anlage, dazu eine extern bei Swissolar bestätigte Verbandsmitgliedschaft. Das mit der EPFL-Studie belegte Argument zur Dacheignung ist sauber als fremde Quelle gekennzeichnet, nicht als eigene Zahl der Firma ausgegeben. Wer ausserhalb von Jura und Berner Jura wohnt, findet hier keinen Ansprechpartner, denn die Firma grenzt ihr Einzugsgebiet selbst klar auf diese Region ein.