SolarkraftWerkstatt GmbH

Gwattstrasse 109, 3645 Gwatt (Thun) · seit 2015

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SolarkraftWerkstatt GmbH aus Gwatt bei Thun positioniert sich mit einem Satz, der bei Solarteuren selten so klar ausgesprochen wird: eigene Monteure, keine Subunternehmen. Wer in der Solarbranche unterwegs war, weiss, wie oft Installationsarbeiten an wechselnde Fremdfirmen weitergereicht werden. Die Firma aus dem Berner Oberland stellt dem eine andere Struktur entgegen und ergänzt sie mit einem Modell, das in der Region ungewöhnlich ist: eine kostenlose Solaranlage für Dachbesitzer, die selbst keinen Franken investieren wollen.

Eigene Monteure statt Subunternehmen

Auf der eigenen Website heisst es unter den Gründen für eine Zusammenarbeit ausdrücklich "Eigene Monteure: keine Subunternehmen" und daneben "Zertifizierter Solarprofi (Swissolar)". Seit 2015 planen und realisieren die Experten der SolarkraftWerkstatt laut eigener Darstellung Photovoltaikanlagen, mittlerweile nach eigener Angabe mit mehr als 10 Jahren Erfahrung und mehreren hundert Projekten. Dazu kommen weitere, für die Branche typische Leistungsversprechen: eine Fixpreis-Garantie ohne versteckte Zusatzkosten, ein im Kaufpreis enthaltenes Wartungspaket BASIS für das erste Jahr inklusive wöchentlicher Fernüberwachung und Störungsmeldung per E-Mail, sowie flexible Finanzierung per Kauf, Ratenzahlung oder Pacht. Wer die Vorfinanzierung der eigenen Fördergelder scheut, kann die Vorfinanzierung der Pronovo-Förderung optional der Firma überlassen, was die Wartezeit bis zur Auszahlung überbrückt.

Das Partnerschaftsmodell: Dach stellen, ohne selbst zu investieren

Die deutlichste Besonderheit ist das sogenannte Partnerschaftsmodell für Immobilienbesitzer im Raum Thun und Berner Oberland mit geeignetem Dach. Die SolarkraftWerkstatt installiert die Anlage kostenfrei auf fremdem Dach, der Eigentümer investiert keinen Franken, und bezieht den erzeugten Solarstrom anschliessend direkt von der Firma zu einem Preis, der laut Website 20 Prozent unter dem Graustrom-Tarif des jeweiligen Energieversorgers liegt. Für Dachbesitzer, die eine Anlage grundsätzlich befürworten, aber die Investitionssumme scheuen oder sich nicht mit Technik und Wartung beschäftigen wollen, ist das ein anderer Einstieg als der klassische Kauf. Wer die Anlage dagegen selbst besitzen will, um von der vollen Einspeisevergütung oder vom maximalen Eigenverbrauch zu profitieren, bleibt beim gewöhnlichen Kaufmodell mit Fixpreis-Garantie.

Wie eine Anlage geplant wird und was sie bringen soll

Die Firma beschreibt ihren Kernprozess nüchtern: Standortanalyse, Wirtschaftlichkeitsberechnung, Planung, die Beantragung von Fördergeldern und laufender Unterhalt. Für die tägliche Nutzung wirbt die SolarkraftWerkstatt mit intelligenter Steuerung, die den Eigenverbrauchsanteil erhöht, etwa indem Boiler, Wärmepumpe oder Elektroauto genau dann Strom beziehen, wenn die Anlage produziert, und die Firma sagt auch offen, wenn ein Batteriespeicher im Einzelfall keinen Sinn ergibt, statt ihn pauschal mitzuverkaufen. Als Argumente für eine eigene Anlage nennt die Website 3 Ebenen: ein zusätzliches Einkommen durch die Einspeisung von überschüssigem Strom zu, wie es heisst, grosszügigen Tarifen, eine saubere und massentaugliche Energiequelle angesichts steigender Netzstrompreise, sowie staatliche Förderprogramme im Rahmen der Schweizer Nachhaltigkeits- und CO2-Neutralitätspolitik samt möglicher Steuerabzüge. Der eigentliche Ablauf ist auf der Website in 3 Schritte heruntergebrochen: eine Anfrage über das Online-Formular, ein Erstkontakt samt Angebot, in dem beide Seiten klären, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll ist, und erst danach der eigentliche Baubeginn. Für Kundschaft ausserhalb der engeren Region betont die Firma zusätzlich, dass sie überregional tätig ist und dabei bewusst über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinausarbeitet, nicht nur innerhalb von Bern, Thun und dem Berner Oberland.

Referenzprojekte mit Zahlen statt nur Fotos

Die Website zeigt Referenzprojekte inklusive technischer Eckdaten, was sich gegen konkurrierende Anbieter gut zur Einordnung eignet. Eine Indachanlage auf einem Einfamilienhaus mit Nord-Süd-Ausrichtung liefert 12 Kilowatt-Peak und 11'400 Kilowattstunden Jahresproduktion, verbaut mit dem Indachsystem AxSun. Eine Aufdachanlage, Süd ausgerichtet, kommt auf 13 Kilowatt-Peak, ergänzt um einen Stromspeicher mit 7.68 Kilowattstunden sowie Boileroptimierung und Ladestation, bei 15'000 Kilowattstunden Jahresproduktion. Eine Schrägdachanlage auf einem Mehrfamilienhaus mit Südost-Nordwest-Ausrichtung und Eternit-Dachbedeckung erreicht 33 Kilowatt-Peak und 27'758 Kilowattstunden im Jahr. Auf einem Fabrikgebäude mit Flachdach, Süd ausgerichtet, sind es 52 Kilowatt-Peak und 58'236 Kilowattstunden. Und für einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch über 4 Häuser mit 17 teilnehmenden Parteien realisierte die Firma eine Anlage mit 90 Kilowatt-Peak und 112'000 Kilowattstunden Jahresproduktion. Diese Bandbreite, vom Einfamilienhaus bis zum ZEV mit mehreren Gebäuden, deckt sich mit dem, was die Firma auf der Startseite als Leistungsspektrum beschreibt: Aufdach, Indach, ZEV und vZEV.

Was Kundinnen und Kunden öffentlich zurückmelden

Auf Google bewertet wird die Firma mit 5 von 5 Sternen bei 6 Bewertungen, eine kleine, aber makellose Stichprobe. Unter den auf der Website zitierten Stimmen benennt Stefan Schneeberger als Mit-Initiant einer Stockwerkeigentümergemeinschaft "technische Kompetenz, pragmatische Lösungen und ein Auge fürs Detail". Corinne Wagener, Präsidentin von Chanceswiss, lobt reibungslose Kommunikation von der Beratung bis zur Inbetriebnahme. Hans-Peter Bigler, Bauverwalter der Gemeinde Thierachern, bestätigt Zufriedenheit über die gesamte Auftragsabwicklung samt Preis-Leistungs-Verhältnis. Und Armindo Barbosa, Geschäftsinhaber bei Vadret-Scheider AG / Lienhard Schuhe, nennt als Produktionsbetrieb mit hohem Energiebedarf eine Amortisationszeit von rund 6 bis 7 Jahren für die eigene Anlage, eine Aussage des Kunden selbst, keine Herstellerangabe der SolarkraftWerkstatt.

Komponenten und Erstkontakt

Zur Materialwahl macht die Website ein knappes, aber klares Versprechen: "Wir verbauen ausschliesslich Qualitätsprodukte namhafter Hersteller, auf die Verlass ist." Konkrete Markennamen für Module oder Wechselrichter nennt die Firma auf der Startseite nicht, anders als etwa beim Indachsystem AxSun in einem der Referenzprojekte. Wer sich vorab einen Eindruck verschaffen will, kann über 2 Online-Tools einsteigen, einen Einsparungsrechner und ein Beratungsbuchungsformular, statt zuerst persönlich anzurufen, was für Interessierte ausserhalb der üblichen Bürozeiten praktisch ist. Auf ihre Partner verweist die Firma nur allgemein: "Wir arbeiten eng mit unseren Partnern zusammen. Durch diese Zusammenarbeit stellen wir sicher, dass unsere Produkte und Dienstleistungen höchsten Standards entsprechen", ohne diese Partner beim Namen zu nennen.

Zusammenschluss zum Eigenverbrauch und Ladeinfrastruktur

Neben Einzelanlagen realisiert die Firma auch ZEV-Lösungen vom Zweifamilienhaus bis zum Areal mit mehreren Mehrfamilienhäusern oder Gewerbebauten, inklusive Unterstützung bei Abrechnung und der Verarbeitung von Mess- und Verbrauchsdaten. Für Elektromobilität plant und installiert die SolarkraftWerkstatt Ladestationen, die den Solarstrom vom eigenen Dach bevorzugt dann ans Fahrzeug liefern, wenn ein Überschuss vorhanden ist, und die sich nach Angabe der Firma auch in ein bestehendes ZEV oder mit einem Batteriespeicher kombinieren lassen. Zur Lebensdauer einer Photovoltaikanlage macht die FAQ-Seite eine klare Aussage: mindestens 30 Jahre.

Einordnung

Für den Berner-Oberland-Markt liefert die SolarkraftWerkstatt eine ungewöhnlich konkrete Kombination: eigene, nicht subunternommene Montage, eine Fixpreis-Garantie mit inkludierter erster Wartungsperiode, dazu ein Partnerschaftsmodell für alle, die eine Anlage wollen, aber keine Investition tätigen können oder wollen. Wer eine grössere Anlage mit belastbaren Referenzwerten für Ertrag und Fläche sucht, findet in den veröffentlichten Projektdaten eine Vergleichsbasis, die viele kleinere Anbieter so detailliert nicht offenlegen. Der einzige Vorbehalt liegt in der Natur von Eigenangaben: Die technischen Eckdaten und Kundenstimmen stammen von der Firma selbst und sind, anders als etwa eine unabhängige Google-Bewertungsseite, nicht extern verifizierbar, auch wenn die 5-Sterne-Bewertung auf Google zumindest teilweise unabhängig einsehbar ist.

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