Solarmaa

Adam Göuffistrasse 9, 2502 Biel

Zum Bewerten auf einen Stern tippen

Die meisten Solarfirmen werben mit Kompetenz und Erfahrung. Solarmaa aus Biel macht stattdessen etwas, das in der Branche selten ist: Die Firma legt offen, woher ihre Module kommen und wie die Lieferkette bis zum Rohstoff aussieht, inklusive einer unbequemen Tatsache über Polysilizium aus Xinjiang. Wer in der Region Biel und Seeland eine Anlage sucht und sich nicht nur für den Preis, sondern auch für die Herkunft der Komponenten interessiert, bekommt hier eine ungewöhnlich konkrete Antwort.

Woher die Module wirklich kommen

Auf die eigene FAQ-Frage "Woher kommen eure Solarmodule?" antwortet Solarmaa ohne Umschweife: "Unsere Hauptempfehlung ist SoliTek aus Litauen, produziert in der EU, mit Cradle-to-Cradle-Zertifizierung in Gold. Daneben setzen wir Aiko ein, wenn hohe Verschattungstoleranz gefragt ist." Entscheidend sei für die Firma die Lieferkette: "Wir legen offen, woher unsere Komponenten kommen, gerade beim Polysilizium, wo ein grosser Teil der Weltproduktion aus Xinjiang stammt." Das ist eine Aussage, die eine Firma nicht machen muss, um Module zu verkaufen, und die bei Solarmaa auf der eigenen FAQ-Seite mit Verweis auf einen ausführlicheren Blogbeitrag zum Thema steht.

Über 300 gebaute Anlagen, aber die Bewertung zählt mehr

Solarmaa selbst formuliert es so: "Über 300 Anlagen gebaut. Wichtiger als die Anzahl ist, wie es danach beurteilt wird." Auf Google steht die Firma bei 4,8 von 5 Sternen und 22 Bewertungen. Bemerkenswert ist die Offenheit im Umgang mit der einzigen schlechten Bewertung: Nach eigener Aussage betrifft die 1-Stern-Bewertung keine Solaranlage, sondern eine Nachbarin des Firmenlagers, die ihre Katze suchte, ein Detail, das eine Firma kaum erfindet, weil es sie nicht besser dastehen lässt, sondern nur ehrlicher wirkt.

Wer tatsächlich aufs Dach steigt

Ein weiterer Programmpunkt auf der Startseite richtet sich gegen ein bekanntes Branchenproblem, dass Verkaufsgespräch und Montageteam 2 verschiedene Firmen oder zumindest verschiedene Personen sind: "Die Leute in diesen Bildern sind unser Team, und genau sie stehen nachher auch auf deinem Dach." Geplant und gebaut wird laut eigener Darstellung "persönlich und schlüsselfertig: vom ersten Gespräch bis zum eigenen Strom". Als Spezialistin "im Gebiet zwischen Haustechnik und Gebäudehülle" verweist die Firma darauf, dass eine Anlage über 25 Jahre betrieben wird und deshalb Qualität und Auslegung von Anfang an stimmen müssen.

Von der Anfrage zur Anlage: Zeitrahmen und Auswahl

Auf die FAQ-Frage nach der Dauer antwortet Solarmaa konkret: Die Montage einer typischen Einfamilienhaus-Anlage dauert 1 bis 3 Arbeitstage, vom ersten Gespräch bis zur fertigen Anlage vergehen erfahrungsgemäss 2 bis 3 Monate inklusive Planung und Baubewilligung. Bei der Dimensionierung rät die Firma eher zu einer grösseren als einer kleineren Anlage: Dachfläche sei ein knappes Gut der Energiewende, die Dimensionierung solle sich am Jahresverbrauch orientieren, inklusive künftiger Verbraucher wie Wärmepumpe oder Elektroauto, denn Gerüst, Planung und Anmeldung fallen ohnehin an und zusätzliche Module amortisieren sich schneller als der Rest der Anlage. Überschüsse lassen sich laut Solarmaa an Nachbarn über vZEV- oder LEG-Modelle oder ins Netz verkaufen.

Batteriespeicher: ehrliche statt automatische Empfehlung

Zur Speicherfrage bleibt Solarmaa auffallend zurückhaltend, obwohl ein Speicher zusätzlichen Umsatz bedeuten würde. Die FAQ-Antwort lautet: Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch von rund 30 auf 60 bis 80 Prozent, ob sich das lohnt, hänge von Tarifmodell, Lastprofil und Speicherpreis ab, nicht von der neuen 70-Prozent-Regel, die laut Firma höchstens rund 3 Prozent der Jahresproduktion kostet und allein kein Kaufgrund sei. Ausdrücklich hält die Firma fest: "Wir rechnen dir ehrlich aus, ob sich ein Speicher bei dir lohnt, und sagen es auch, wenn nicht." Nachrüstbar seien Speicherprodukte wie Evolium unabhängig von Wechselrichter und Alter der Anlage, auf Wunsch in einem späteren Steuerjahr für einen weiteren Abzug, und ökologisch setzt die Firma dabei auch auf Second-Life-Batterien mit wiederverwendeten Zellen.

Was Kundinnen und Kunden namentlich zurückmelden

Unter den auf der Website zitierten Google-Bewertungen, alle mit der vollen Sternezahl, beschreibt Hans-Jürg Rickenbacher eine kombinierte Leistung: "Dachsanierung, Dämmung und eine ästhetische, effiziente PV-Indachanlage, alles aus einer Hand bei Solarmaa." Martin Hilpert nennt als Grund für seine Wahl ausdrücklich, dass ihm eine Zusammenarbeit mit einer lokalen Firma wichtig war. Natalie Assaf-Weber berichtet von einer Installation trotz "garstigem Wetter", die dennoch reibungslos verlief, inklusive Batteriespeicher auf dem Ostdach. Und René Cattin hebt neben der fachlichen Beratung das "authentische Engagement für nachhaltige Energie" hervor. Diese Rückmeldungen sind, wie bei jeder auf der eigenen Website zitierten Bewertung, eine Auswahl der Firma selbst, decken sich aber inhaltlich mit den unabhängig einsehbaren 4,8 Sternen auf Google.

Eine grosse FAQ statt eines kurzen Absatzes

Solarmaa verweist mehrfach auf eine eigene, umfangreiche FAQ-Seite, auf der laut Website rund 50 Fragen ausführlich beantwortet werden, von der Funktion eines Leistungsoptimierers bis zur genauen Wirkung der 70-Prozent-Regel auf die Einspeisung. Das passt zum Gesamtbild einer Firma, die technische und regulatorische Details lieber ausführlich erklärt, als sie im Verkaufsgespräch zu vereinfachen, ähnlich wie bei der Offenlegung der Modulherkunft oder der zurückhaltenden Speicherberatung. Für Interessierte, die vor einem Erstgespräch selbst recherchieren wollen, ist das eine ungewöhnlich tiefe Materialsammlung für einen regionalen Installationsbetrieb dieser Grösse.

Referenzprojekte in der Region Biel und Seeland

Von den auf der Website gezeigten Referenzen liefert eine Übersicht über verschiedene Anlagentypen: eine Indachanlage mit Sunstyle-System in Nidau samt gleichzeitiger Dachsanierung, eine Gewerbeanlage mit 101 Kilowatt-Peak auf dem Flachdach der BFB Bildung Formation Biel-Bienne, eine Gewerbeanlage in Grossaffoltern mit 304 Kilowatt-Peak und 760 Modulen inklusive Silofassade, sowie eine Aufdachanlage auf Ziegeldach in Hermrigen mit 10,56 Kilowatt-Peak und 32 Modulen, laut Website der häufigste Anlagentyp der Firma. Diese Bandbreite vom Einfamilienhaus bis zur Silofassade eines Gewerbebetriebs deckt sich mit dem Leistungsangebot, das die Startseite unter Aufdach-PV, Indach-PV, Gewerbe-PV und Dachsanierung führt.

Für wen sich Solarmaa eignet

Wer in Biel oder im Seeland eine Anlage sucht und sich nicht scheut, nach der genauen Modulherkunft zu fragen, findet bei Solarmaa eine Firma, die diese Frage von sich aus beantwortet, statt sie zu umgehen. Wer eine reine Tiefpreis-Anlage ohne Beratung sucht, ist hier eher falsch aufgehoben, weil die gesamte Kommunikation der Firma auf persönliche Beratung und langfristige Betreuung über 25 Jahre setzt statt auf schnellen Verkauf. Der Verzicht auf eine automatische Speicherempfehlung ist ein kleines, aber glaubwürdiges Signal dafür, dass die Beratung bei Solarmaa eher am Kundennutzen als am grösstmöglichen Auftragswert ausgerichtet ist, und die ausführliche FAQ-Seite mit rund 50 beantworteten Fragen unterstreicht diesen Eindruck einer Firma, die lieber zu viel erklärt als zu wenig.

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