Elektro Supersaxo AG

Bielmattstrasse 20, 3906 Saas-Fee

Zum Bewerten auf einen Stern tippen

Elektro Supersaxo AG ist zunächst ein klassischer Elektriker im Oberwallis und keine reine Solarfirma. Auf der eigenen Website beschreibt sich das Unternehmen als kompetenter und verlässlicher Elektriker in der Region Wallis, mit Sitz an der Bielmattstrasse 20 im Bergdorf Saas-Fee. Photovoltaik steht dort als einer von 13 Menüpunkten unter «Dienstleistungen» gleichberechtigt neben Elektroplanung und Beratung, Elektroinstallationen, Service und Kundendienst, Schaltanlagenbau, Telematik und IT, Kommunikationsverkabelung, Automation und Smart Home, Elektrokontrollen, E-Mobilität und Ladestationen, Netzwerk, Blitzschutz und der Marke Quooker für Kochendwassersysteme. Dass ein Elektrobetrieb auch Kochendwasserhähne im Sortiment führt, zeigt, wie breit das Angebot über die klassische Elektroinstallation hinausreicht, Photovoltaik ist in diesem Sortiment nur ein Posten unter vielen, kein alleiniges Kerngeschäft.

Ein konkreter Hinweis darauf, wie ernst die Firma das Solargeschäft rechtlich nimmt, findet sich im Fusszeilenbereich der Website: Neben den allgemeinen AGB für Elektroinstallationen führt Elektro Supersaxo separate, eigens formulierte AGB für Photovoltaik. Diese Trennung ist ungewöhnlich für einen Betrieb dieser Grösse und deutet darauf hin, dass Solaranlagen vertraglich anders behandelt werden als eine gewöhnliche Elektroinstallation, etwa bei Fragen zu Lieferzeiten von Modulen, Netzanschluss oder Förderanträgen. Was die beiden AGB im Einzelnen unterscheidet, veröffentlicht die Website an der von uns eingesehenen Stelle nicht im Volltext, nur die getrennte Existenz beider Dokumente ist über die Fusszeile ersichtlich. Für eine Kundschaft, die eine Solaranlage bestellt, heisst das immerhin, dass sie ein Dokument unterschreibt, das eigens für diesen Anlagentyp formuliert wurde, statt eines allgemeinen Elektro-Vertragswerks, das Photovoltaik nur am Rande mitregelt.

Für die Bewertung dieser Firma zählt vor allem, dass die Unterscheidung zwischen den 2 Dokumenten überhaupt öffentlich sichtbar gemacht wird, statt beide Gewerke stillschweigend in einem einzigen, generischen Vertragswerk zu verstecken.

Teil eines grösseren Firmenverbunds

Elektro Supersaxo ist Teil der Supersaxo Gruppe, worauf ein eigener Link «Supersaxo Gruppe» unter «Nützliche Links» in der Fusszeile hinweist, gleich neben einem Link zu den gruppenweiten Jobs. Was die Supersaxo Gruppe im Einzelnen umfasst und ob weitere Firmen aus dem Verbund ebenfalls im Photovoltaikbereich tätig sind, erklärt die Website an dieser Stelle nicht näher, es bleibt bei dem blossen Verweis. Für Kundschaft heisst das immerhin, dass hinter dem lokal auftretenden Betrieb in Saas-Fee ein grösseres Firmennetzwerk steht statt eines einzelnen unabhängigen Kleinbetriebs, auch wenn Auftreten, Website und Ansprechpartner vor Ort ausschliesslich unter dem Namen Elektro Supersaxo laufen.

Auf der Startseite nennt Elektro Supersaxo 3 Kennzahlen zum eigenen Geschäft: mehr als 42 Jahre Erfahrung, 52 motivierte Mitarbeitende und mehr als 450 realisierte Projekte. Im Quellcode der Seite stehen diese Werte als feste Zielwerte eines animierten Zählers, die Jahres- und Projektzahl ausdrücklich mit einem Plus- beziehungsweise Grösser-als-Zeichen versehen, die Mitarbeiterzahl dagegen ohne einen solchen Zusatz. Es handelt sich damit um Firmenangaben, nicht um extern geprüfte Statistiken. Die Zahl der Jahre Erfahrung bezieht sich erkennbar auf die Firma als Ganzes und nicht speziell auf den Solarbereich, eine gesonderte Erfahrungszahl für Photovoltaik nennt die Website nicht.

Eine konkrete Referenz und ein Name hinter dem Solargeschäft

Anders als die Startseite zeigt die eigene Photovoltaik-Unterseite eine konkrete, benannte Referenz: Das Wohnheim St. Sebastian AG lässt sich dort mit einem Zitat seines Verwaltungsratspräsidenten Nicolas Mengis zur gelieferten Photovoltaikanlage äussern, die zur langfristigen Kostenoptimierung beitrage und dem Heim Sicherheit im Elektro- und Photovoltaikbereich gebe. Diese Unterseite vergleicht ausserdem, ähnlich wie es andere Walliser Anbieter tun, eine Indach- mit einer Aufdach-Photovoltaikanlage, ohne dass der abgerufene Text selbst die inhaltlichen Unterschiede der beiden Bauweisen ausformuliert. Als persönlicher Ansprechpartner für Photovoltaik ist dort Markus Supersaxo genannt, eidgenössisch diplomierter Elektroinstallateur sowie Geschäftsleiter und Inhaber der Firma, was zeigt, dass der Namensgeber des Betriebs das Solargeschäft selbst persönlich verantwortet statt es an eine separate Abteilung zu delegieren.

Alltag statt Hochglanzwerbung

Statt einer reinen Verkaufsseite pflegt Elektro Supersaxo einen aktiven Blog- und Social-Media-Auftritt, der einen ungewöhnlich ehrlichen Einblick in den Betrieb gibt. Ein Beitrag trägt den Walliser Dialekttitel «Qualität fer iischi Heimat», Qualität für unsere Heimat, was die lokale Verankerung der Firma sprachlich unterstreicht, statt sie nur in einem allgemeinen Werbesatz zu behaupten. Ein zweiter Beitrag mit dem Titel «Solarinstallateur EFZ: Dein Weg in die Zukunft der erneuerbaren Energie» richtet sich an potenzielle Auszubildende und zeigt, dass die Firma aktiv für den Solarbereich ausbildet, statt Fachkräfte nur extern zu suchen. Ein dritter Beitrag trägt den Titel «Stromsparen mit Stil: Wie moderne Elektrik Ihren Haushalt energieeffizienter und kostengünstiger macht».

Auf Instagram postet die Firma unter anderem von einem Sommerevent mit einem gemeinsamen Gruppenfoto, einer Weindegustation bei der Kellerei Drei Eichen und einem Abend im Billardcenter für das ganze Team, sowie von der Begrüssung von 5 neuen Lernenden im August, mit vollem Namen genannt statt anonym erwähnt. Das zeichnet das Bild einer Firma, bei der die Ausbildung intern eine sichtbare Rolle spielt, was zur eigenen Rubrik «Arbeiten bei Supersaxo» passt, die auf der Startseite gezielt für offene Stellen wirbt.

Erreichbar ist die Firma unter einer festen Bürozeit von Montag bis Freitag, 07.30 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 17.30 Uhr. Für ein dringendes Anliegen ausserhalb dieser Zeiten nennt die Website an der Stelle mit den Bürozeiten keine gesonderte Notfallnummer speziell für Photovoltaik-Störungen.

Für wen sich Elektro Supersaxo eignet

Am stärksten spricht das Angebot Kundschaft im Raum Saas-Fee und dem übrigen Oberwallis an, die für ein Bauprojekt ohnehin einen Elektriker brauchen und die Photovoltaikanlage gleich beim selben Betrieb mitplanen möchte, statt 2 getrennte Firmen für Elektroinstallation und Solaranlage zu koordinieren. Die gesonderten Photovoltaik-AGB sprechen dafür, dass die Firma diesem Geschäftsfeld eigenes vertragliches Gewicht gibt, auch wenn es im Vergleich zu spezialisierten Solarinstallateuren nur einer von 13 gleichberechtigten Menüpunkten bleibt.

Wer eine Firma sucht, die sich ausschliesslich mit Solaranlagen beschäftigt und dafür entsprechend spezialisierte Beratung erwartet, findet in Elektro Supersaxo eher einen breit aufgestellten Elektrobetrieb, der Photovoltaik als eine von vielen Dienstleistungen führt. Wer dagegen ohnehin eine grössere Elektrosanierung plant, etwa im Zusammenhang mit einer Automation, einer neuen Ladestation fürs Elektroauto oder einem Blitzschutzkonzept, profitiert davon, alle diese Gewerke bei derselben Firma anfragen zu können, statt für jedes einzeln einen eigenen Betrieb zu suchen und die Arbeiten zwischen mehreren Handwerkern zeitlich zu koordinieren.

Konkrete Preise, Fördersätze oder eine Amortisationsdauer nennt die Website an keiner Stelle, diese Angaben bleiben offensichtlich dem individuellen Angebot vorbehalten. Eine Liste mehrerer realisierter Photovoltaikprojekte mit Adresse und installierter Leistung fehlt ebenfalls, die Photovoltaik-Unterseite stützt sich stattdessen auf die eine ausführliche Referenz des Wohnheims St. Sebastian statt auf eine breitere, technisch bezifferte Projektübersicht.

Mehr aus Wallis

Alle ansehen