enalpin AG

Bahnhofplatz 1b, CH-3930 Visp

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enalpin AG ist in erster Linie kein reiner Photovoltaik-Installationsbetrieb, sondern ein etablierter Energieversorger mit Sitz am Bahnhofplatz 1b in Visp im Oberwallis. Die Firma hat ihren Ursprung nach eigener Darstellung als Kraftwerksbetreiberin und Energieversorgerin der Lonza AG, dem grossen Chemiekonzern im Oberwallis, und produziert heute in eigenen und mitbeteiligten Wasser- und Solaranlagen jährlich rund 1000 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie. Für Wallis-Kundschaft, die eine Photovoltaikanlage sucht, ist das eine andere Ausgangslage als bei einem klassischen Installationsbetrieb: enalpin bringt eigene Kraftwerke, ein Verteilnetz und ein Contracting-Modell mit, statt nur Module auf ein einzelnes Dach zu montieren, und tritt entsprechend eher als grosser regionaler Energiepartner denn als spezialisierter Solarhandwerker auf.

Photovoltaik ist bei enalpin auf 2 Ebenen präsent. Zum einen betreibt die Firma zusammen mit Partnergemeinden und regionalen Energieversorgungsunternehmen eigene, unterschiedlich grosse und kleinere Solaranlagen im ganzen Wallis, den sogenannten Solarpark. Zum anderen bietet enalpin unter der eigenen Bezeichnung PV-Contracting ein spezielles Finanzierungsmodell für die Solaranlage auf dem eigenen Dach an: enalpin finanziert und betreibt die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kundschaft selbst, ganz ohne eigene Investition der Kundschaft. Im Gegenzug erhält die Kundschaft laut Website eine Dachpacht sowie vergünstigten Solarstrom aus der eigenen Anlage. Konkrete Zahlen zu Höhe der Dachpacht, zum Strompreis oder zur Vertragsdauer nennt die Website an der eingesehenen Stelle nicht, diese Angaben bleiben offensichtlich dem individuellen Vertrag vorbehalten. Das Prinzip selbst ist für Wallis-Kundschaft trotzdem klar umrissen: Statt selbst Kapital für Module, Montage und Wechselrichter aufzubringen, stellt die Kundschaft nur die Dachfläche zur Verfügung, während enalpin als Eigentümerin der Anlage auftritt, Betrieb und Unterhalt übernimmt und dafür eine Nutzungsgebühr für das Dach zahlt.

Für Unternehmen und Grosskunden bietet enalpin daneben eine Energieofferte an, mit der sich Strom professionell und zu marktnahen Konditionen beschaffen lässt, sowie eine eigene Energiebilanz, über die sich der Verbrauch einsehen und die Effizienz der eigenen Liegenschaft verfolgen lässt. Beide Angebote richten sich nicht direkt an die Photovoltaik-Kundschaft, zeigen aber, dass enalpin für Firmenkunden ein deutlich breiteres Leistungsspektrum bereithält als nur die Solaranlage auf dem eigenen Dach.

Ein Angebot, das weit über Solar hinausreicht

PV-Contracting steht bei enalpin nicht allein, sondern neben einem Wärme-Contracting für Gemeinden und grössere Betriebe, das Finanzierung, Projektierung, Realisierung sowie Betrieb und Unterhalt kompletter Wärmelösungen mit erneuerbaren Energien abdeckt. Dazu kommen zudem 2 unter eigenem Namen geführte Softwarelösungen, ordo plus und metering plus, mit denen enalpin andere Energieversorgungsunternehmen und Gemeinden bei der Versorgung ihrer eigenen Kundschaft mit Strom, Wasser und Wärme unterstützt, sowie eine eigene, ausdrücklich neutrale Elektrokontrollstelle für den vorgeschriebenen Sicherheitsnachweis fest angeschlossener Geräte. Im Mobilitätsbereich betreibt enalpin gemeinsam mit Partnergemeinden und lokalen Unternehmen rund 50 öffentliche E-Ladestationen in den Bezirken Visp und Westlich Raron sowie ein zusätzliches E-Car-Sharing an ausgewählten Standorten.

Auch im Wärmebereich ist enalpin seit 2009 aktiv: Die Firma baut und betreibt seither eigene Wärmenetze und versorgt im Raum Oberwallis private Kundinnen und Kunden sowie ganze Gemeinden mit nachhaltig produzierter Wärme, unter anderem über eine eigene Fernwärme in Visp. Das zeigt, dass Photovoltaik bei enalpin ein Baustein unter mehreren ist, eingebettet in ein Energieunternehmen, das Strom, Wärme und Mobilität gemeinsam denkt, statt sich auf ein einzelnes Produkt zu konzentrieren.

Sichtbares Wachstum

Auf der Startseite meldet enalpin unter «Aktuell bei enalpin» mehrere jüngere Entwicklungen: Die Übernahme der bacher + schmidt ELEKTRO AG, die damit Teil der enalpin AG wird, einen Führungswechsel nach der letzten Generalversammlung sowie den Bau eines Batteriespeichers samt zugehörigem Spatenstich im Gebiet Ackersand zur Flexibilisierung des Stromnetzes. Diese Nachrichten zusammen zeichnen das Bild eines Unternehmens, das aktiv wächst und in Netzflexibilität investiert, nicht nur in Solaranlagen für Private. Die Übernahme einer Elektrofirma passt zudem zum Muster, das sich bereits bei den übrigen Angeboten zeigt: enalpin baut sein Portfolio konsequent rund um Strom, Wärme und die dazugehörige Installationskompetenz aus, statt sich auf ein einzelnes Kerngeschäft zu beschränken.

Die Grossbatterie im Gebiet Ackersand ist dabei kein Solarprojekt im engeren Sinn, gehört aber zur selben Logik wie das PV-Contracting: Beide Vorhaben sollen die schwankende Produktion aus erneuerbaren Quellen besser ins bestehende Netz einbinden, das eine auf der Ebene einzelner Hausdächer, das andere auf der Ebene des gesamten regionalen Stromnetzes. Für Leserinnen und Leser, die primär an einer Solaranlage für das eigene Haus interessiert sind, ist das vor allem ein Hinweis darauf, in welchem grösseren Massstab enalpin als Unternehmen denkt und investiert.

Die eigene Geschichte beschreibt enalpin mit dem Satz, man engagiere sich seit über 100 Jahren gemeinsam mit den Partnergemeinden für die nachhaltige Energieversorgung der Region, ohne dafür ein konkretes Gründungsjahr in Zahlen zu nennen. Was die Website konkret beziffert, sind stattdessen die Jahreszahl 2009 für den Start des Wärmegeschäfts und die runde Grössenordnung von rund 1000 Millionen Kilowattstunden Jahresproduktion, beide Angaben lassen sich direkt auf der Website nachlesen, anders als ein genaues Gründungsdatum der Firma selbst.

Für wen sich enalpin eignet

Am stärksten spricht enalpin Kundschaft im Oberwallis an, die keine eigene Investition in eine Photovoltaikanlage tätigen will oder kann, aber trotzdem von einem eigenen Dach profitieren möchte, für sie ist das PV-Contracting-Modell mit Dachpacht und vergünstigtem Solarstrom eine Alternative zum klassischen Kauf einer Anlage. Für dieselbe Zielgruppe kann interessant sein, dass enalpin gleichzeitig Energieversorgerin für die Region ist, was bei Rückfragen zu Netzanschluss oder Einspeisung einen direkten Ansprechpartner ohne Zwischenstation zu einem separaten Netzbetreiber bedeutet.

Wer stattdessen eine Anlage im Eigenbesitz mit einer festen, kalkulierbaren Rendite sucht und selbst über die gesamte Wirtschaftlichkeit entscheiden will, findet in enalpin eher einen Contracting-Partner als einen klassischen Verkäufer einer Anlage zum Kauf: Anders als bei den meisten Wettbewerbern auf dieser Liste steht bei enalpin kein Kaufpreis pro Kilowattpeak im Vordergrund, sondern ein langfristiger Vertrag über Dachpacht und Stromlieferung. Wer sich für dieses Modell interessiert, sollte vor Vertragsschluss klären, wie lange die Laufzeit ist und was am Ende der Vertragsdauer mit der Anlage auf dem eigenen Dach geschieht, denn beide Punkte beantwortet die öffentliche Website nicht. Wer hingegen ohnehin schon Kundschaft von enalpin für den Strombezug ist, hat mit dem Wechsel zur eigenen Solaranlage über denselben Anbieter den organisatorischen Vorteil, dass Zählerstand, Netzanschluss und die neue Anlage über eine einzige Rechnungsstelle laufen, statt 2 getrennte Vertragspartner für Netzstrom und Solarstrom zu haben.

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