Imsol Elektrotechnik GmbH
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Imsol Elektrotechnik in St. Niklaus positioniert sich als Photovoltaikspezialist speziell für das Oberwallis, mit einer Geschäftsführung, die aus der Elektrotechnik selbst kommt statt aus dem klassischen Dachdeckerhandwerk. Geschäftsführer Marco Imboden ist laut eigener Website diplomierter Elektroingenieur der ETH. An seiner Seite steht Steve Imboden, zuständig für die Planung, ausgebildet als Mechatronikingenieur. Für die Montage verantwortlich ist Gabriele Detta als Leiter Montage, ergänzt um Alena Zenhäusern, Bauingenieurstudentin an der ETH. Diese akademische Ausrichtung des Führungsteams ist unter den kleineren Walliser Solarfirmen in diesem Verzeichnis eine Ausnahme.
Indach und Aufdach für das Oberwallis
Imsol beschreibt sich selbst als lokale Spezialistin, die die besonderen Anforderungen des Oberwallis kennt und ihre Lösungen auf die dortigen Gegebenheiten abstimmt. Im Angebot stehen ausdrücklich beide gängigen Montagearten: Indachanlagen, die sich laut Website nahtlos in die Gebäudearchitektur einfügen und gleichzeitig den ästhetischen Wert der Liegenschaft steigern sollen, sowie Aufdachanlagen für Gebäude mit bereits bestehender Dachstruktur, ohne das äussere Erscheinungsbild wesentlich zu verändern. Kundschaft sind laut eigener Darstellung private Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen gleichermassen, ergänzt um Vernetzung in den Bereichen Stromspeicher und Elektromobilität.
Ein Elektrotechnik-Standbein abseits der Solarmontage
Ungewöhnlich für einen Solarinstallateur dieser Grösse ist die eigene Sparte Elektrotechnik, die über die reine Anlagenmontage hinausgeht: Imsol entwickelt eigene, kundenspezifische Leiterplatten (PCB-Design) für Steuerungen und Sensoren. Als Beispielprojekt nennt die Website eine PCB-Entwicklung, die feststellt, ob ein Sitzplatz besetzt ist, und gleichzeitig Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Umgebungslautstärke misst, wobei die gesammelten Daten über das Funknetz LoRa versendet werden. Diese Kompetenz erklärt sich direkt aus dem Hintergrund von Geschäftsführer Marco Imboden als ETH-Elektroingenieur und ist ein Angebot, das die meisten reinen Photovoltaikinstallateure im Wallis nicht haben.
Schneefreie Solarpanels: ein Entwicklungsprojekt, kein fertiges Produkt
Auf einer eigenen Unterseite beschreibt Imsol ein selbst entwickeltes System, das den Schnee auf Photovoltaikmodulen abschmelzen soll, um die Stromproduktion im Winter zu steigern. Wichtig für die Einordnung: Die Seite bezeichnet dieses System ausdrücklich als noch in der Entwicklungsphase befindlich und kündigte an, dass noch im selben Jahr, 2024, die erste Anlage damit ausgestattet werden sollte. Ob diese erste Installation inzwischen erfolgt ist oder das System seither zur Serienreife gelangt ist, lässt sich der Website beim jetzigen Abruf nicht entnehmen, sie bestätigt nur den Entwicklungsstand zum Zeitpunkt der letzten erkennbaren Aktualisierung. Wer sich für dieses Feature konkret interessiert, sollte den aktuellen Stand im persönlichen Gespräch erfragen statt sich auf den möglicherweise veralteten Seiteninhalt zu verlassen.
Planung per Drohne und vier benannte Referenzprojekte
Bei der Projektplanung setzt Imsol nach eigener Beschreibung auf Drohnenaufnahmen, aus denen ein 3D-Modell des Gebäudes entsteht. Dieses Modell weise laut Website eine maximale Abweichung von 4 Zentimetern auf, was für die Anlagenplanung ausreiche. Auf dieser Grundlage simuliert Imsol Verschattungen durch Kamine, Bäume und Sträucher sowie durch die Horizontlinie der umliegenden Berge, bevor die Anlage überhaupt montiert wird. Für ein Bergtal wie das Mattertal, in dem St. Niklaus liegt, ist die Berücksichtigung der Horizontlinie kein Nebendetail, sondern kann die tatsächliche Ertragsprognose einer Anlage spürbar verändern.
Anders als die WebFetch-Zusammenfassung zunächst nahelegte, listet die Referenzseite bei direktem Abruf tatsächlich vier benannte Projekte: eine Anlage bei QualiFenster an der Kantonsstrasse 10 in Raron, eine Aufdachanlage an einem Einfamilienhaus in Glis, ein Chalet in Leuk sowie ein Einfamilienhaus in Gampel. Zu Anlagengrössen in Kilowatt-Peak oder Baujahren äussert sich die Referenzseite bei diesen vier Projekten allerdings nicht, nur Objekt und Ort sind benannt.
Was eine Ladestation kostet, was eine Batterie nicht verrät
Bei den wenigen Walliser Solarfirmen in diesem Verzeichnis, die überhaupt Zahlen veröffentlichen, gehört Imsol mit der eigenen E-Mobilitäts-Seite dazu: Eine Ladestation ohne Anbindung an die eigene Photovoltaikanlage kostet dort angegeben 1350 Franken, eine Variante mit sogenanntem PV-Überschussladen, bei dem nicht selbst verbrauchter Solarstrom direkt ins Auto statt ins Netz fliesst, kostet 2400 Franken. Für die Batterie-Beratung wirbt Imsol dagegen nur mit dem Leistungsversprechen, in einer unverbindlichen Offerte Investitionskosten, Förderbeitrag, Eigenverbrauchsanteil, Amortisationsdauer, Autarkiegrad und Rendite der Anlage zu berechnen, nennt dazu aber selbst keine Beispielzahlen. Bemerkenswert: Die Batterien-Unterseite nennt eine eigene Telefonnummer für die persönliche Beratung, 027 956 22 23, die sich von der sonst auf der Website durchgängig verwendeten Hauptnummer 027 956 22 33 unterscheidet. Ob es sich dabei um eine bewusst getrennte Beratungslinie oder einen Tippfehler handelt, lässt sich der Website nicht entnehmen.
Ein eigener Webshop neben der Installation
Die Struktur der Website (mit eigenen Seiten für Warenkorb, Kasse und Kundenkonto) zeigt, dass Imsol neben der klassischen Installationsdienstleistung auch einen Online-Verkauf über die eigene Seite betreibt. Was genau darüber vertrieben wird, ob einzelne Komponenten, Zubehör oder ganze Anlagenpakete, liess sich den geprüften Seiten nicht im Detail entnehmen, das Vorhandensein eines Warenkorb-Systems allein deutet aber auf einen zusätzlichen Vertriebsweg neben der klassischen Vor-Ort-Beratung hin.
Was auf der Website offenbleibt
Zu Modulmarken oder zu einer Preisspanne für eine komplette Photovoltaikanlage (im Unterschied zur separat bepreisten Ladestation) äussert sich Imsol auf den geprüften Seiten nicht, ebenso wenig zu Anlagengrössen in Kilowatt-Peak bei den vier benannten Referenzprojekten. Der eigene Solarrechner auf der Startseite verlangt eigene Verbrauchsdaten, seine konkreten Ausgabewerte liessen sich ohne eine solche Eingabe nicht auslesen. Zur Teamgrösse insgesamt macht die Website ebenfalls keine Aussage in Worten; die vier namentlich vorgestellten Personen auf der Teamseite sind das einzige, was sich verlässlich zur Grösse des Kernteams sagen lässt.
Für wen sich Imsol eignet
Imsol eignet sich besonders für Auftraggeber im Oberwallis, die neben der reinen Solarmontage auch Interesse an technisch anspruchsvolleren Zusatzlösungen haben, etwa individuelle Steuerungselektronik, oder die sich für den Entwicklungsstand der schneefreien Panels interessieren und bereit sind, dafür den aktuellen Stand direkt zu erfragen. Wer eine reine, unkomplizierte Standardinstallation ohne technischen Zusatznutzen sucht, findet bei den grösseren, breiter aufgestellten Anbietern im Wallis unter Umständen einfachere Vergleichsmöglichkeiten.
Fazit
Imsol sticht unter den Walliser Solarfirmen durch die akademische Ausrichtung seines kleinen Führungsteams hervor, mit einem ETH-Elektroingenieur an der Spitze und einer eigenen Sparte für massgeschneiderte Elektronikentwicklung. Die schneefreien Solarpanels sind ein interessanter Entwicklungsansatz, aber laut eigener Website noch nicht als fertiges Produkt zu verstehen, weshalb der aktuelle Stand vor einer Kaufentscheidung erfragt werden sollte. Bei der eigentlichen Solaranlage bleiben Preise und Anlagengrössen trotz vier benannter Referenzprojekte Verhandlungssache im persönlichen Gespräch, einzig bei den separat verkauften Ladestationen legt die Website mit 1350 respektive 2400 Franken bereits konkrete Zahlen vor.