Lauber IWISA AG

Kehrstrasse 14, 3904 Naters · seit 1933

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Lauber IWISA AG ist in erster Linie kein Solarbetrieb, sondern ein breit aufgestelltes Gebäudetechnikunternehmen mit Hauptsitz und eigener Küchenausstellung an der Kehrstrasse 14 in Naters, mitten im Oberwallis. Gegründet im Jahr 1933, beschäftigt die Firma heute nach eigenen Angaben inzwischen 270 Mitarbeitende und bildet 41 Lernende aus, dazu kommt ein Kundendienst, der laut eigener Darstellung 24 Stunden am Tag erreichbar ist. Über die Menüleiste der Website ist ausserdem eine Verbindung zur Burkhalter Gruppe verlinkt, was auf eine Zugehörigkeit zu diesem grösseren Elektrotechnik-Konzern hindeutet, ohne dass die Startseite diese Beziehung selbst näher erklärt. Für Kundschaft, die eine kleine, unabhängige Handwerksfirma sucht, ist das ein Punkt, den man vor der Anfrage im Kopf haben sollte: Lauber IWISA tritt zwar unter eigenem Namen und mit eigenem Personal im Wallis auf, ist über diesen Link aber sichtbar in ein grösseres Firmennetzwerk eingebunden.

Photovoltaik ist bei Lauber IWISA kein eigenständiges Geschäftsfeld, sondern Teil der Sparte Dach & Spenglerei, gleich neben den Bereichen Heizung & Kälte, Sanitär, Küche, Planung, Kundendienst und Anlagenbau. Wer auf der Website der Spur zu «Photovoltaik» folgt, landet entsprechend nicht bei einem separaten Solarbetrieb, sondern bei einer Unterseite der Dachdecker- und Spenglerabteilung. Das ist die naheliegende Einordnung für eine Firma, die Solarmodule in erster Linie als Teil der Dachhaut versteht.

Auf der Über-uns-Seite beschreibt sich Lauber IWISA selbst als «führendes Unternehmen im Oberwallis», das «Fachwissen, Verantwortung und eine Kultur des Vertrauens» verbinde, eine Einschätzung, die von der Firma selbst stammt und nicht von aussen bestätigt wird. Geschäftsleiter Sandro Werlen wird auf der Startseite mit dem Satz zitiert, Gebäudetechnik sei die Schnittstelle zwischen Bauwerk und Mensch und Lebens- sowie Arbeitsqualität entstehe, wenn alles auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer abgestimmt sei, eine Haltung, die zur Struktur des Unternehmens passt: mehrere Fachabteilungen unter einem Dach statt separater Spezialbetriebe für jedes Gewerk.

4 Anlagetypen, klar unterschieden

Die Photovoltaik-Unterseite der Firma beschreibt 4 unterschiedliche Anlagetypen, statt Photovoltaik pauschal als ein einziges Produkt zu bewerben. Bei der Aufdach-Anlage werden die Module auf das bestehende Dach montiert, eine klassische und laut Lauber IWISA einfach zu installierende Variante. Bei der Indach-Anlage ersetzen die Module die Dacheindeckung selbst und werden direkt in die Dachfläche integriert, weshalb diese Bauweise vor allem bei einer Dachrenovation oder einem Neubau zum Einsatz kommt. Auf Flachdächern lassen sich die Module unabhängig von der Dachneigung optimal zur Sonne ausrichten, was laut Firmentext einen besonders hohen Ertrag ermöglicht. Die vierte Variante, die Inselanlage, arbeitet unabhängig vom öffentlichen Stromnetz: Der erzeugte Strom wird direkt vor Ort verbraucht und überschüssige Energie in Batterien gespeichert, die bei geringerer Produktion, etwa nachts, weiterhin Strom liefern. Solche Inselanlagen kommen nach Angaben der Firma vor allem in abgelegenen Gebieten ohne Netzanschluss zum Einsatz, etwa bei Alphütten.

Für Anlagen am öffentlichen Netz erklärt Lauber IWISA auch den Umgang mit Stromüberschuss: Wer mehr Strom produziert, als er selbst verbraucht, speist den Überschuss ins öffentliche Netz oder in ein Speichersystem ein und erhält dafür eine Vergütung, während bei höherem Verbrauch automatisch Strom aus dem Netz bezogen wird. Ein Stromzähler zeigt dabei laut Website genau an, wie viel Energie bezogen und wie viel eingespeist wird, sodass sich der Eigenverbrauch nachvollziehen lässt, ohne auf eine separate App angewiesen zu sein. Ansprechperson für die Photovoltaikabteilung ist auf der Kontaktseite David Werlen, dort als Abteilungsleiter aufgeführt, ein einzelner, namentlich genannter Kontakt statt eines allgemeinen Kontaktformulars ohne Gesicht dahinter, was Interessierten von Anfang an eine konkrete Ansprechperson für Rückfragen zur Solaranlage gibt statt eines anonymen Postfachs.

Eine Korrektur zum «eigenen» Solarrechner

Sowohl die Startseite als auch die Photovoltaik-Unterseite bewerben einen kostenlosen Solarrechner, mit dem sich in wenigen Schritten abschätzen lässt, wie viel Sonnenenergie ein Dach nutzen kann. Die Startseite spricht dabei von «unserem Solarrechner», was nahelegt, es handle sich um ein hausinternes Tool. Die Photovoltaik-Unterseite selbst nennt jedoch ausdrücklich «den Solarrechner von sunin», ein Produkt eines externen Anbieters namens sunin, das auf der Website eingebunden ist statt selbst entwickelt zu werden. Die beiden Seiten widersprechen sich damit in der Frage, ob es sich um ein eigenes oder ein zugekauftes Werkzeug handelt, und diese Arbeit übernimmt an dieser Stelle keine Entscheidung darüber, welche Formulierung zutrifft, sie hält lediglich fest, dass der Rechner selbst über sunin läuft. Vergleichbare kostenlose Rechner bietet Lauber IWISA auch für eine neue Heizung und ein neues Badezimmer an, alle 3 sind über die Startseite verlinkt.

Ein Standort unter vielen, nicht überall mit Photovoltaik

Lauber IWISA unterhält neben dem Hauptsitz in Naters weitere Standorte, darunter eine Zweigniederlassung in Kippel im Lötschental, die auf der eigenen Kontaktseite firmiert als «Kippel, ZNL der Lauber IWISA AG» mit eigener Adresse an der Industriestrasse 53 in Susten und eigenen Öffnungszeiten von Montag bis Freitag. Für diese Zweigniederlassung nennt die Website ausdrücklich nur Heizung und Sanitär als Fachbereiche, Photovoltaik gehört dort nicht zum ausgewiesenen Angebot, auch wenn die Marke dieselbe bleibt. Wer im Lötschental oder in dessen Umgebung wohnt, sollte diesen Unterschied vor einer Anfrage kennen: Ein Solarprojekt läuft über den Hauptsitz in Naters und die dortige Dach- und Spenglereiabteilung, nicht über die nähere Zweigniederlassung in Susten.

Insgesamt eignet sich Lauber IWISA am ehesten für Bauherrschaften im Oberwallis, die eine Solaranlage nicht isoliert planen wollen, sondern im Rahmen einer grösseren Dachsanierung, eines Neubaus oder in Kombination mit einer neuen Heizung, denn genau dafür ist die Firma mit ihren mehreren Fachabteilungen aufgestellt. Statt 3 separate Handwerksbetriebe für Dach, Heizung und Elektrik zu koordinieren, läuft ein solches Vorhaben bei Lauber IWISA über eine einzige Firma mit gemeinsamer Planung. Wer ausschliesslich einen spezialisierten Photovoltaikbetrieb sucht, der sich einzig auf Solaranlagen konzentriert, findet in Lauber IWISA eher ein grosses, seit 1933 verankertes Gebäudetechnikunternehmen, bei dem Photovoltaik eine von mehreren Dienstleistungen unter demselben Dach ist.

Konkrete Preise oder Förderbeträge nennt die Website nirgends, wie bei den meisten Betrieben dieser Grösse dient dafür der Solarrechner oder das direkte Beratungsgespräch als erster Schritt. Wer sich für eine Anlage interessiert, sollte auf der Website gezielt in die Dach-und-Spenglerei-Abteilung navigieren statt eine eigene Photovoltaikrubrik in der Hauptnavigation zu erwarten, und sich bewusst sein, dass der beworbene Solarrechner laut der eigenen Fachseite über einen externen Anbieter läuft, auch wenn die Startseite ihn als firmeneigenes Werkzeug bewirbt.

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